AC/DC im Jahr 2003. Damals war Malcolm Young (ganz Links) noch in der Band. - © APAweb / AP Photo, Yui Mok

1953-2017

AC/DC-Gitarrist Malcolm Young ist tot18

  • Young litt bereits seit mehreren Jahren an einer Demenzkrankheit und konnte nicht mehr in der Band spielen.

London/Sydney. Der AC/DC-Musiker Malcolm Young ist tot. Das teilte die Band am Samstag auf ihrer Webseite mit. Young wurde 64 Jahre alt. Der gebürtige Schotte war neben seinem Bruder Angus einer der Gründer der legendären australischen Rockgruppe. Malcolm Young litt bereits seit mehreren Jahren an einer Demenzkrankheit und konnte nicht mehr in der... weiter




Der Riffmeister: Malcolm Young erlag den Folgen einer Demenzerkrankung. Er wurde 64 Jahre alt. - © afp

Nachruf

Mit Sprengstoff und der Präzision einer Schweizer Uhr

  • Zum Tod des Gründungsmitglieds, Songschreibers und Rhythmusgitarristen von AC/DC, Malcolm Young.

Sein Bruder Angus Young war und ist in der ewigen Schuluniform dafür bekannt, live im Stolperschritt Faxen zu machen - und dem jeweiligen Frontmann der Rockband AC/DC zwischen Schauwert und Unsinn gerne die Show zu stehlen. Nicht nur vergleichsweise stoisch aber stand bei Konzerten der Band quer durch fünf Karrierejahrzehnte im bevorzugten... weiter




- © Jacob Blickenstaff

Soul

Kämpfen, leiden, Hoffnung schöpfen2

  • Ein Jahr nach ihrem Tod erscheint mit "Soul Of A Woman" das Vermächtnis von Sharon Jones.

Eine schöne Folge der "Arte"-Reihe "Durch die Nacht mit . . ." begleitete Sharon Jones und ihren Kollegen Charles Bradley im Jahr 2011 durch Brooklyn. Neben Bradley selbst durfte auch das Publikum einer Frau begegnen, deren resolute Art nicht zuletzt einem friktionsreichen Werdegang geschuldet war. Immerhin hätte man sie für "zu fett, zu schwarz... weiter




Pop-CD

Musikalisches Gemälde2

  • "All The Way To Rio": Anna Ternheim kommt mit neuen Songs zum "Blue Bird"-Festival.

Die 1978 in Stockholm geborene Singer-Songwriterin Anna Ternheim versöhnt in ihrer Musik ebenso stilvoll wie überzeugend typisch amerikanische Songwriter-Kunst mit nordeuropäischer Melancholie und Schwermut. Mit ihrem geschickten Händchen für wohlklingende Eingängigkeit und gefühlvolle Melodien konterkariert sie Themen wie Sehnsucht und Herzschmerz... weiter




Pop-CD

Schillernd1

  • Souful gesummter Elektropop: Das zweite Album des Duos Mynth.

Das aus Salzburg stammende und mittlerweile nach Wien übersiedelte Duo Mynth um die Zwillinge Giovanna und Mario Fartacek dreht auf seinem zweiten Album das Licht vorsichtig auf: Nach dem im Vorjahr veröffentlichten Debüt "Plaat II" hört man auf den zehn in 33 Minuten auf den Punkt gebrachten Songs des Nachfolgers, "Parallels"... weiter




Legt mit "Kind" ihre bislang opulenteste und vielseitigste Platte vor: Dominique Dillon de Byington alias Dillon. - © Joseph Kadow

Pop

Eindringlich aus Unvollkommenheit3

  • Von 23. bis 25. November findet im Porgy & Bess wieder das "Blue Bird"-Festival statt. Am Freitag präsentiert dort die brasilianisch-deutsche Sängerin Dillon ihr neues Album.

Denkt man an Kitzbühel, so denkt man als Erstes an Hahnenkamm und Heerscharen von Prominenten, die zu allen Jahreszeiten in der "legendärsten Sportstadt der Alpen in Tirol" (so die Eigenwerbung) einfallen. Musikalisch untermalt wird dieses bunte Bussi-Bussi-Treiben von den üblichen Verdächtigen: Hansi Hinterseer... weiter




Pop-CD

Überwältigend3

  • Die Briten Nothing But Thieves kommen mit ihrem zweiten Album nach Wien.

Der Beginn des neuen, zweiten Albums der britischen Band Nothing But Thieves, die mit ihrem selbstbetitelten Debüt 2015 einen fulminanten Start hingelegt hatte, ist gleich wieder überwältigend: Die ersten beiden Songs, "I Was Just A Kid" und vor allem das flirrend treibende "Amsterdam", fegen wie ein Orkan über den Hörer hinweg, und zeigen... weiter




Florian Hecker verrückt die Hörgewohnheiten: "Resynthese FAVN". - © Jorit Aust

Ausstellungskritik

Die Verformung der Töne

  • Die Kunsthalle lässt mit "Halluzination, Perspektive, Synthese" Soundstücke Florian Heckers hören.

Die Ausstellung der Kunsthalle von Soundkünstler Florian Hecker entwickelt die Arbeit "Favn" für die Alte Oper in Frankfurt von 2016 weiter und zeigt zwei kleinere akustische Erfahrungsräume, von denen einer den Titel der ganzen Schau "Halluzination, Perspektive, Synthese" trägt. Der Hauptraum lebt von der Dunkelheit, dem Sound... weiter




Verlässlich abwechslungsreich: die nicht uneitel benannten kanadischen Stars.

Pop-CD

Kalorienbomben und Fastenkuren3

Wenn vom kanadischen Popwunder schon länger nichts mehr zu hören und zu lesen war, liegt das vor allem daran, dass man sich mittlerweile daran gewöhnt hat, dass aus dem Norden des amerikanischen Kontinents ein beständiger Strom an gehaltvoller Musik fließt, der das globale Pop-Klima entscheidend mit beeinflusst und reguliert... weiter




Kein Ton zufällig: Joe Henry singt auf "Thrum" über die Hürden des Lebens - und die Lust, sie zu überwinden. - © Glen Hansard

Pop

Ein musikalischer Hürdenlauf1

  • Leicht ist "Thrum", das neue Album des US-Songwriters und Produzenten Joe Henry, nicht zu konsumieren. Aber am Ende lohnt sich die Mühe.

Wäre dieser Terminus nicht durch Neil Young so dominant besetzt mit einer Frau, die mit einer Harley Davidson durch die Wüste fährt, könnte man Joe Henry als "Unknown Legend" bezeichnen: Man kennt den Namen, verbindet irgendwie etwas Großes damit - und weiß doch nicht so genau, wo man ihn verorten soll... weiter




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CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey,

Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte. Ein riesiges Medieninteresse begleitete den kurzen Auftritt des österreichischen Hollywood-Exports Christoph Waltz bei seinem Besuch der Viennale.

Viennale-Interimschef Franz Schwartz (links) mit dem Stargast der Eröffnung: Schauspieler John Carroll Lynch zeigte sein Regiedebüt "Lucky" als Eröffnungsfilm der Viennale. Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.


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