• vom 14.08.1998, 00:00 Uhr

Pop/Rock/Jazz

Update: 08.10.2015, 15:23 Uhr

Portishead

Giganten in Wiesen




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Von Alfred Pranzl

  • Portishead versus PJ Harvey

Die Band um Klangtüftler Geoff Barrow und Sängerin Beth Gibbons verteidigt auch auf "Portishead" (Go! Beat/Polygram) den Ruhm, den sie mit dem Debütalbum erlangte. "Dummy" nämlich verkaufte 2,5 Millionen Stück, weshalb genug Bares blieb, um ein 38köpfiges Orchester zur Aufnahme von Basismaterial heranzuziehen.

Barrow sampelt dieses und verfeinerte dank prächtiger, gediegener Streicher-Arbeit den charakteristischen, sich melancholisch in dunklen Molltönen dahinschleppenden Sound.


Gespannt harren wir also Portishead, ob das tolle Studioprojekt nicht auch dem Trip-Hop-Live-Syndrom · zuletzt schläferten Massive Attack das Publikum ein · erliegt. Was bei PJ Harvey, die zuvor nach Sofa Surfers und DJ Andy Smith · auftritt, nicht passieren kann. Ihre "Kreuzwegstationen durch die Hölle amouröser Gefühlswechsel" (SKUG) sind sicher auch dann zu empfinden, wenn die Underground-Heroine nicht, wie 1997 in Salzburg, für eine Tanzkompanie, aufspielt, sondern mit John Parishs Band auf satanischen Bluesgerüsten fiebernde Songs darbietet.

Zuvor schon hat wohl der Teufel den Veranstalter geritten. Weil er an ein Kombiticket Hansi Hinterseer/Portishead/Harvey dachte, mußte infolge höherer Gewalt (Terminprobleme) das Gigantentreffen auf 19. August verschoben werden. BA-Stage Wiesen, 18.30 Uhr.




Schlagwörter

Portishead, Wiesen, PJ Harvey

Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 1998-08-14 00:00:00
Letzte ─nderung am 2015-10-08 15:23:24



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