Pop/Rock/Jazz

19.04.2013, 16:49 Uhr
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In Bildern: Seelenwanderung, Selbstverliebtheit und andere Sensationen


  • Ein Hauch von Underground durchströmte zum Auftakt des letzten Abends des diesjährigen Donaufestivals die Minoritenkriche: Konzert von Genesis Breyer P-Orridge, Tony Conrad und Edward O'Dowd. - © Florian Schulte/donaufestival Vorne auf der Bühne: Kein Sänger sondern ein Aufnahmegerät. In der Mitte, weiter hinten: Genesis P-Orridge bearbeitet mit zwei Bögen seine Geige. - © Florian Schulte/donaufestival Ende gut alles gut? Die Lesbians on Ecstasy sorgten für einen tanzbaren Abschluss des diesjährigen Donaufestivals. - © Florian Schulte/donaufestival Die US-Elektro-Punk-Grazien warteten mit einer intensiven Bühnenshow auf ... - © Florian Schulte/donaufestival ... das Bühnenarrangement war wiederum ungewohnt: das Schlagzeug links, die Keyboards hinten. - © Florian Schulte/donaufestival Dazwischen: Die Kaugummirocker "Hunx and His Punx" und ... - © Florian Schulte/donaufestival .... und of Montreal, mit Reminiszenzen an die Psychedelischen 1960er Jahre. - © Florian Schulte/donaufestival Die New Yorker Hercules and Love Affair spannten wiederum mit ihrer Mischung aus Disco-Inferno und pumpenden Electro-Beats den kuratorischen Bogen zum ersten Donaufestival-Wochenende mit CocoRosie. - © Florian Schulte/donaufestival Am ersten Tag des Festivals hatte ja der Singer/Songwriter Antony Hegarty von der US-Band Antony and the Johnsons eine ziemliche Überraschung hingelegt. Er trat gemeinsam mit dem queeren Rap-Artist Sissy Nobby auf. - © Florian Schulte/donaufestival Ihre Darbietung brach mit den Erwartungen: statt verträumter Elegien gab es Rap zum Mitsingen und Anzügliches. - © Florian Schulte/donaufestival Auch wenn sich im Publikum so manche enttäuschte Gesichter etwas mehr vom gewohnten Antony gewünscht hatten, die Zusammenarbeit beider Musiker begeisterte die Mehrheit der großen Halle trotzdem und ließ an ein Bierzelt erinnern. - © Florian Schulte/donaufestival Eine der beiden Kuratorinnen der ersten drei Tage: Sierra Casady, die eine Hälfte des Schwesternduos CocoRosie, mit ihrer entrückten Seelenwanderung. Sie zupfte zum Auftakt des Donaufestivals im Klangraum Minoritenkirche auf. - © Florian Schulte/donaufestival Sie präsentierte ihre Popoper "Soul Life", ein Gemisch aus verschiedenen Elementen der amerikanischen Minimal Music und klassischer Oper... - © Florian Schulte/donaufestival Mit diesem musikalischen Rezept war sich auf der sicheren Seite, und damit es keine allzuleichte Kost blieb, durchbohrte hin und wieder kurz ein  verzerrter Gitarrensounds die elfen- und feenhaften Melodien und Operngesänge. - © Florian Schulte/donaufestival Ob ihr Kostüm auch Werbezwecken gedient haben mag? - © Florian Schulte/donaufestival
  • Das Ambiente in der Kirche sorgte indessen für das passende Umfeld ihrer Aufführung, einschließlich abgedeckter Fenster gegen die Nachmittagssonne. - © Florian Schulte/donaufestival Die englische Indie-Band And Also The Trees hingegen musste ihre beiden Auftritte als Teil von John Bocks Ausstellung leider im akustischen Kühlschrank Kunsthalle absolvieren. - © Florian Schulte/donaufestival Vor der Minoritenkriche und vor Beginn von Sierra Casadys sogenannter Popoper. Unter die Gäste mischte sich auch Laurie Anderson (ganz klein am rechten Bildrand, mit kariertem Hemd). - © Florian Schulte/donaufestival Anderson geigte im Anschluss daran gemeinsam mit dem Electro-Duo Light Asylum in der großen Halle am Messegelände auf. Eine etwas langatmige Aufführung, bei der die MusikerInnen mehr mit sich selbst beschäftigt waren und mit ihren Klangwelten das Publikum nur mäßig überzeugen konnten. - © Florian Schulte/donaufestival Vielleicht war die Kombination digitale und analoge Musik auch nicht immer ein glücklicher Griff in die Repertoire-Kiste. Denn auch der Elektronik-Musiker Valgeir Sigurdsson und Minimal-Komponist Rhys Chatham lieferten eine nur mäßige Performance ab, ihr Zusammenspiel mochte nicht so recht klappen. - © Florian Schulte/donaufestival Das Musikerkollektiv Rajasthan Roots aus Nordindien brachte mit der amerikanischen Singer/Songwriterin Diane Cluck wiederum den ersten Tag des Festivals zum würdigen Abschluss. - © Florian Schulte/donaufestival Mit ihren Sufi-Gesängen, einprägenden Khartal-Kastagnetten und ihren treibenden Tabla-Rhythmen sorgten sie für einen überzeugenden Beitrag zur "Vertreibung ins Paradies". Allerdings war die Zusammenarbeit mit ... - © Florian Schulte/donaufestival ... der Sängerin und Liederschreiberin Cluck offenbar nicht immer von Harmonie geprägt. Sie hatte manchmal Mühe, sich ihren Weg in die treibenden Klänge  des Kollektivs zu bahnen. - © Florian Schulte/donaufestival Am Sonntag wiederum  trafen die Gebrüder Grimm auf Lewis Carroll, aus Cinderella mit Glasschuh wurde eine Tänzerin in Lack und Leder, und ein verwunschener Wald lockte mit übergroßen Fliegenpilzen, hämmernden Bässen und verlorenen Gestalten:  Bianca Casadys "Nightshift" wurde uraufgeführt. - © Florian Schulte/donaufestival Im Zentrum des zwischen Tanz-, Film- und Musikperformance wechselnde Stück steht ein allein gelassenes Mädchen. - © Florian Schulte/donaufestival Auf ihrer Reise begegnet es einer clownesken Vogelscheuche, trifft auf eine Mischung aus Rapunzel und Cinderella. - © Florian Schulte/donaufestival Das holländische Kollektiv Hotel Modern wiederum schickte in ihren "Shrimp Tales" rund 400 Garnelen auf Wanderschaft. - © Florian Schulte/donaufestival Das Menschliche im absurden Gewand wurde mit Handkamera auf eine Leinwand übertragen. Liebe und Sex durften dabei ebenso wenig fehlen wie Banales und Alltägliches. - © Florian Schulte/donaufestival Nach ein paar Tagen ging es dann am Donnerstag weiter, mit Squarepusher als Höhepunkt und Mitternachtseinlage. - © Florian Schulte/donaufestival Audiovisuell Acts waren wiederum der rote Faden durch den Freitagabend - wie hier Chris Cunningham mit seien Licht-Show. - © Florian Schulte/donaufestival
  • Weniger bunt: Dark Ambient Urvater "Lustmord" im Klangraum Minoritenkirche. - © Florian Schulte/donaufestival Ein etwas kleiner Rahmen hätte auch Hendrik Weber alias Pantha du Prince gut getan. Seine "berauschte Realitätsverweigerung" wurde von der großen Messehalle verschluckt. - © Florian Schulte/donaufestival Der Hamburger Dadaisten-Popper Felix Kubin wiederum spulte sein Programm erfolreich in der kleinen Halle ab. - © Florian Schulte/donaufestival Unterstützt wurden seine Kombinationen aus tanzbaren Electro-Beats, Synthesizer-Klängen, NDW und Klassikelementen von der Vjane Martha Colburn. - © Florian Schulte/donaufestival Dem langen Donaufestival-Freitag ein Ende setzte das Elektro-Duo Walls mit ihren konstanten Beats. - © Florian Schulte/donaufestival
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Krems/Wien. (cra) Ende gut, alles gut? Am Samstag früh ging in Krems das Donaufestival zu Ende. Es brachte wenig Überraschungen und für Neugierige kaum Neues. Stattdessen gab es postmoderne Beliebigkeit, gekoppelt an einen zarten Hauch von Underground, sowie Uraufführungen, Improvisationen und Konzerte im Betonkühlschrank: In Folge in Bildern einige Eindrücke des Festivals mit dem Motto "Vertreibung ins Paradies".



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