• vom 12.05.2012, 09:00 Uhr

Pop/Rock/Jazz

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Ab 15. November gehen Rainhard Fendrich und die EAV gemeinsam mit den Seern auf Österreich-Tournee

"Heute überfallen die Banken uns"


Von Mathias Ziegler

  • Rainhard Fendrich und EAV-Frontman Klaus Eberhartinger wollen nicht hadern.

Rainhard Fendrich und Klaus Eberhartinger gehen bald gemeinsam auf Tour. - © Michael Hetzmannseder

Rainhard Fendrich und Klaus Eberhartinger gehen bald gemeinsam auf Tour. © Michael Hetzmannseder

"Wiener Zeitung": Rainhard Fendrich, EAV und die Seer - wie passt das zusammen?

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Klaus Eberhartinger: Nicht zusammen, sondern hintereinander, das geht ganz gut. Das werden lustige, bunte Abende, an denen verschiedene Arten von Publikum kommen. Da werden dann auch die Seer-Fans die EAV live erleben und ihre Bosheit spüren.

Rainhard Fendrich: Jeder von uns hat etwa eine Stunde. Es ist wird interessant, nicht nur vor den üblichen Fans zu spielen. Ich habe sogar einige Termine abgesagt, damit ich mitmachen kann.

Sie stehen seit drei Jahrzehnten auf der Bühne. Was ist heute anders?

Eberhartinger: Wir sind alle sehr viel älter geworden. Wenn du jung bist, hast du eine andere Mentalität, eine andere Wildheit, ein anderes Chaos im Kopf, bist für dich selber unberechenbarer und zu allem bereit, auch zu jedem Todessprung, als jetzt, wo wir viel Erfahrung hinter uns haben. Aber Kanten und Ecken gibt es auch bei uns noch.

Und wie hat sich die Musikbranche seit den 1980ern verändert?

Fendrich: Das war damals ganz anders. Wir hatten ganz andere Vorbilder, die Szene war bunter und nicht so gleichförmig wie heute.

Das klingt ein bisschen nach "früher war es besser . . ."

Fendrich: Nein, aber anders halt. Früher gab es Bänder, heute gibt es das Internet.

Eberhartinger: Damals gab es Plattenfirmen. Das ist vorbei, die Digitalisierung hat auch den Musikbereich irrsinnig verändert. Du kannst jetzt sehr schnell und einfach Sachen produzieren.

Hätte die EAV, würde sie heute gegründet, denselben Erfolg?

Eberhartinger: Die alte, wilde EAV hätte jetzt - also vor zehn Jahren nicht, während der New-Wave-Welle - aber heute aufs Internet mit YouTube & Co. losgelassen, na, da hätten wir viel Spaß und Publikum.

Würden Sie als 25-Jähriger auch heute Musiker werden wollen?

Fendrich: Auf jeden Fall. Ich würde von einer Casting-Show zur nächsten rennen.



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Dokument erstellt am 2012-05-11 19:11:05


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