
Wien. Popkultur schlägt wieder Wellen in Wien, wenn von 4. bis 7. Oktober die zweite Ausgabe des Festivals "Waves Vienna" über die Bühnen der Stadt geht. Die Veranstaltung, die auch eine Konferenz zu musikwirtschaftlichen Themen beinhaltet, präsentiert heuer zwei Gastländer: Polen und Frankreich sollen nicht nur das Festivalmotto "East meets West" mit etlichen Live-Acts verdeutlichen, sondern werden auch bei der Konferenz durch verschiedene Vorträge näher beleuchtet.
Das Musikprogramm umfasst in vier Tagen knapp 90 Künstler an zwölf Locations, wobei die meisten Namen bereits feststehen, wie bei der gestrigen Pressekonferenz mitgeteilt wurde. Zu den Highlights zählen The Wedding Present und Gravenhurst, beide aus Großbritannien. Aber auch die Singer-Songwriterin Scout Niblett, die beim diesjährigen Donaufestival in Krems gemeinsam mit Lapdog of Satan in ungewohnter Form auftrat, gibt sich die Ehre. Der Rapper Ghostpoet, die deutsche Elektronikerin Dillon sowie Tu Fawning oder Gold Panda zieren ebenfalls das Line-Up.
Nicht nur Musik, auch Urheberrecht am Tableau
Durch die beiden Gastländer finden sich auch etliche Künstler aus Polen (etwa Miloopa oder Twilite) sowie Frankreich (Botibol oder Concrete Knives), aber auch die heimische Szene wird mit zahlreichen Auftritten bedacht: Didi Bruckmayr, Bunny Lake, Dust Covered Carpet, Luise Pop, Mile Me Deaf oder Violetta Parisini sind nur einige der Namen, die zwischen Badeschiff, Flex, Pratersauna oder Odeon für Stimmung sorgen werden. Eröffnet wird der Konzertreigen in Zusammenarbeit mit dem "Sound:frame"-Festival durch eine audiovisuelle Live-Show mit Konea Ra, DJ Phekt und Luma.Launisch.
Die Konferenz, die am 4. und 5. Oktober ansteht, widmet sich erneut ganz dem Austausch der Musikmärkte Ost- und Westeuropas, will die Musiker selbst stärker einbinden und natürlich die Gastländer gesondert präsentieren. Im Vorfeld gab es im Mai und Juni bereits Networking-Sessions in Warschau und Paris, bei denen sich heimische Musikschaffende sowie Label-Vertreter oder Veranstalter vorstellen und erste Kontakte knüpfen konnten. Einen Bericht darüber findet man im neuen "Waves Magazine", das künftig anlassbezogen viermal im Jahr erscheinen soll. Insgesamt stehen mehr als 35 Keynotes, Panels und Workshops auf dem Programm, die Themen wie faire Vergütung durch Streaming-Dienste, neue Ticketing-Modelle oder die Bedeutung von Musik-Blogs beleuchten werden.
Dass das Dauerthema Urheberrecht auch bei der "Waves Conference" präsent sein wird, davon kann ausgegangen werden. Aber auch Sync-Rechte stehen am Tapet, außerdem können sich Nachwuchstalente bei Feedback-Sessions von einer Fachjury Tipps holen.
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Waves-Vienna
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