
Los Angeles. (A. R.) Wie kaum ein zweiter Musiker wurde Scott McKenzie Zeit seines Lebens mit nur einem Hit in Verbindung gebracht: "San Francisco (Be Sure To Wear Flowers In Your Hair)" war der einzige Welterfolg des 1939 geborenen Sängers und eine Generationshymne, die den Geist der Hippie-Bewegung dokumentierte. Keine Schuhe an den Füßen, Blumen im Haar und reichlich Liebe als Treibstoff: "Theres a whole generation/With a new explanation /People in motion."
Katerstimmung
McKenzie, auf den (wenig karrieretauglichen) Namen Philip Wallach Blondheim getauft, wuchs selbst an der Ostküste auf - und gehörte nicht zum Kern der synonym für eine Zeitrechnung stehenden Künstlergeneration Woodstock. Sein melancholischer, zwischen Ballade und Midtemposong gehaltener Folkpop wäre hierzulande als Schlager gelaufen. Ebenso wie "San Francisco" zu weiten Teilen von seinem Kindheitsfreund und karrierelangem Kreativpartner John Phillips (The Mamas & The Papas) geschrieben, geriet sein Debütalbum "The Voice Of Scott McKenzie" zum Achtungserfolg. Ohne würdigen Nachfolgehit dauerte es allerdings bis 1970, dass mit dem in Richtung Countryrock schielenden "Stained Glass Morning" McKenzies Zweitling erschien - das desillusionierte Titelstück stand stellvertretend für die Katerstimmung nach dem Summer of Love. Ein Jahr später beendete der unter Bühnenangst leidende Sänger seine Karriere unter eigenem Namen.
In den 80er Jahren schloss sich der Schnauzbartträger den bereits ihr Erbe verwaltenden The Mamas & The Papas ("California Dreamin") an und schrieb, gemeinsam mit Phillips, mit "Kokomo" einen späten Nummer-eins-Hit der Beach Boys.
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