
(afp / apa / ja) Der US-Musiker Bob Dylan hat seine Kritiker "Weicheier und Waschlappen" genannt. Zitate seien in der Musik eine "reiche Tradition", sagte er in einem Interview mit der Zeitschrift Rolling Stone zu Vorwürfen, in seinen Liedtexten von anderen Autoren geklaut zu haben.
Es geht dabei um Textstellen von Junichi Sagas Confessions of a Yakuza und Zeilen aus Gedichten des Südstaatenlyrikers Henry Timrod, die Dylan in Songs auf seinen Alben Love and Theft (2001) und Modern Times (2006) genutzt hat.
Diese Kritik habe "schon Tradition". "Das sind die gleichen Leute, die mir damals schon den Namen Judas ans Revers heften wollten", weil er von der Akustikgitarre auf die E-Gitarre umgestiegen sei. "All diese Motherfucker sollen doch in der Hölle verschmoren", sagte der 71-Jährige.
Für Insider nicht überraschend sind Dylans Aussagen zur Geschichte und Kultur der USA: Seiner Meinung nach werden sich die USA nicht von der Schande befreien können, dass sie "auf dem Rücken von Sklaven" errichtet wurden. Dylan hat immer wieder auf den Stellenwert der aus Afrika stammenden Traditionen auf die amerikanische Musik und auf die Verbrechen der Sklaverei hingewiesen. "See them big plantations burning / Hear the cracking of the whips / Smell that sweet magnolia blooming / See the ghosts of slavery ships", heißt es etwa in dem Song Blind Willie McTell, der einem der intensivsten Bluesmusiker ein Denkmal setzt.
Von der ersten Platte kommt man nicht mehr los. Sein Leben lang. Kein Wunder, denn egal, wie viele CDs man seither erworben hat oder wie viele...
weiter
In ihrer schwedischen Heimat sorgte Anna von Hausswolff für Aufregung, als sie in einem Fan-T-Shirt des Black-Metal-Projekts Burzum posierte...
weiter
Angekündigte Revolutionen finden nur selten statt. Und so sind auch Sigur Rós - einem in Aussicht gestellten Richtungswechsel zum Trotz - auf ihrem...
weiter
Andere Herkunftssprachen als Englisch kamen für die "extra"-Popkritiker heuer kaum in Frage, wie vor allem die Gesamtwertung zeigt...
weiter