• vom 11.12.2016, 18:00 Uhr

Pop/Rock/Jazz


Pop-CD

Luftige Apokalypse




  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Andreas Walker




    Wut, Verzweiflung, Humor, Freude: Das neue Album von Katsuhiko Maeda alias World’s End Girlfriend ist ein Tanz emotionaler Elementarkräfte. "Last Waltz" ist das erste Solowerk des Japaners seit sechs Jahren. Stimmungsmäßig pendelt es zwischen pathetischem Wohlklang ("Plein Soleil"), karnevalesker Charade ("Angel Ache") und Dance Maca-bre ("Radioactive Spell Wave").

    Das Album synthetisiert nicht nur das bisherige Schaffen Maedas, indem es an frühere Werke wie "Hurtbreak Wonderland" (2007) erinnert, es zitiert auch einige Stücke der letzten Jahre. Die melodiösen Strukturen werden immer wieder auf enigmatische Abwege geführt, von Noiseelementen unterbrochen oder labyrinthisch verästelt.

    Wenn sich "Last Waltz" auch als eine Meditation über das Weltenende präsentiert, als eine in Tönen umgesetzte Symphonie des Künstlernamens, so überwiegen dabei doch die lichteren Momente: eine luftige Apokalypse im Dreivierteltakt.

    World’s End Girlfriend

    Last Waltz

    (Virgin Babylon Records)





    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2016-12-09 14:14:05
    Letzte ńnderung am 2016-12-09 14:48:56




    Werbung



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Möge die Schlacht mit uns sein
    2. Im Reisebüro der Fantasie
    3. Disney sagt Netflix & Co. den Kampf an
    4. Friends in Stockerau
    5. Kein "Irrer mit der Bombe"
    Meistkommentiert
    1. "Ohne Polen kollabiert London"
    2. Sophie Rois ärgert sich über "Peniszulage"
    3. Die Kamera als Schutz
    4. Beethoven-Skulptur in Wien enthüllt
    5. Zu kurzsichtig


    Quiz


    CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey,

    Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte. Ein riesiges Medieninteresse begleitete den kurzen Auftritt des österreichischen Hollywood-Exports Christoph Waltz bei seinem Besuch der Viennale.

    Viennale-Interimschef Franz Schwartz (links) mit dem Stargast der Eröffnung: Schauspieler John Carroll Lynch zeigte sein Regiedebüt "Lucky" als Eröffnungsfilm der Viennale. Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.


    Werbung


    Werbung