• vom 06.07.2017, 15:24 Uhr

Pop/Rock/Jazz

Update: 06.07.2017, 17:49 Uhr

1927-2017

Elektronikpionier Pierre Henry ist tot




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA, dpa

  • Der "Großvater des Techno" galt als Pionier der "konkreten Musik". Einst wollte er "die Musik zu zerstören".

Henry war 1927 in Paris zur Welt gekommen. Nach einem klassischen Musikstudium träumte er davon, "die Musik zu zerstören". - © APAweb / afp, Frank Perry

Henry war 1927 in Paris zur Welt gekommen. Nach einem klassischen Musikstudium träumte er davon, "die Musik zu zerstören". © APAweb / afp, Frank Perry

Paris. Der französische Komponist Pierre Henry, ein Wegbereiter der elektroakustischen Musik, ist tot. Er starb in der Nacht zum Donnerstag im Alter von 89 Jahren in Paris, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf seine Assistentin meldete.

Henry gilt als ein Pionier der "musique concrète" (konkreter Musik), die aus Kompositionen vorab aufgenommener Klänge besteht und dabei auch Alltags-Geräusche verwendet. Manche bezeichnen ihn auch als "Großvater des Techno".

"Die Musik zerstören"

Henry war 1927 in Paris zur Welt gekommen. Nach einem klassischen Musikstudium träumte er davon, "die Musik zu zerstören". In seinem programmatischen Text "Um an eine neue Musik zu denken" schrieb er: "Wir müssen unverzüglich eine Richtung einschlagen, die zum rein Organischen führt."

Mit dem französischen Ingenieur und Musiker Pierre Schaeffer schuf er 1950 die "Sinfonie für einen einzigen Musiker" ("Symphonie pour un homme seul"), die als Gründungsakte der "musique concrète" gilt.





Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-07-06 15:29:05
Letzte ńnderung am 2017-07-06 17:49:19




Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. liebe
  2. "Das Patriarchat lässt mich verzweifeln"
  3. Der Verfall, eine Kinderparty
  4. Es war einmal neutral
  5. Pop als Kunstwerk
Meistkommentiert
  1. Die Kamera als Schutz
  2. Kleine Stimme, große Kunst
  3. Die Poetisierung der Welt
  4. Bruckner als Kraftwalze
  5. "Der gute Deutsche"


Quiz


CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey,

Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte. Ein riesiges Medieninteresse begleitete den kurzen Auftritt des österreichischen Hollywood-Exports Christoph Waltz bei seinem Besuch der Viennale.

Viennale-Interimschef Franz Schwartz (links) mit dem Stargast der Eröffnung: Schauspieler John Carroll Lynch zeigte sein Regiedebüt "Lucky" als Eröffnungsfilm der Viennale. Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.


Werbung


Werbung