• vom 21.07.2017, 16:07 Uhr

Pop/Rock/Jazz

Update: 21.07.2017, 16:18 Uhr

Musik

"Einer der nettesten Männer"




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  • Schock nach Tod von Chester Bennington.

Bennington, 2012.

Bennington, 2012.© reuters Bennington, 2012.© reuters

Los Angeles. Nach dem überraschenden Tod von Linkin-Park-Sänger Chester Bennington ist die Musikwelt geschockt. "Wirklich das eindrucksvollste Talent, das ich jemals live gesehen habe. Stimmenbestie", schrieb Sängerin Rihanna auf Instagram. "Er und Linkin Park waren die freundlichsten Leute, die du hoffen konntest zu treffen", twitterte Rockmusiker Ryan Adams. Bennington wurde 41 Jahre alt.

Der Frontmann der amerikanischen Rockband Linkin Park war am Donnerstag tot in seinem Haus in Los Angeles gefunden worden. Er hinterlässt seine Frau und sechs Kinder. Möglicherweise habe Bennington Suizid begangen, sagte Gerichtssprecher Brian Elias. Der Vorfall werde aber noch untersucht. In einer ersten Reaktion hatte Benningtons Bandkollege Mika Shinoda auf Twitter geschrieben, er sei "schockiert und untröstlich". Bennington war der Leadsänger der Gruppe Linkin Park, die mit ihrem Debüt "Hybrid Theory" 2000 sehr erfolgreich auf der Bildfläche erschienen ist. Seitdem landete das Sextett mit ihrer radiotauglichen Nu-Metal-Variante etliche Hits.


Missbrauch als Kind
Der Sänger hatte in der Vergangenheit offen über seine Depressionen und Sucht gesprochen. In Interviews gab er auch an, als Bub sexuell missbraucht worden zu sein. Das habe sein "Selbstvertrauen zerstört", sagte er 2014 der britischen Musikseite "Team Rock". "Wie die meisten Leute hatte ich zu viel Angst, etwas zu sagen. Ich wollte nicht, dass die Leute denken, dass ich schwul bin oder lüge."

US-Medien berichten, dass Fans Stunden nach der Todesmeldung Blumen vor dem Haus des Sängers abgelegt haben. Auch Bandkollegen seien vorgefahren. Die Musiker waren den Angaben zufolge am Donnerstag für ein Foto-Shooting in Hollywood verabredet. Sie wollten Ende des Monats auf Tournee gehen und hatten noch am Morgen ein Musikvideo zu ihrem Song "Talking To Myself" veröffentlicht. Er entstammt der jüngsten, heuer veröffentlichten Platte "One More Light", die von der Gruppe auch beim Nova Rock im Burgenland mit einem Auftritt promotet wurde.

"Chester war einer der nettesten Männer, die ich in meiner Show hatte", schrieb Star-Moderator Jimmy Kimmel auf Twitter. "Man wird ihn schrecklich vermissen." Erst vor wenigen Monaten hatte Bennington einen offenen Brief an seinen toten Freund , den Musiker Chris Cornell geschrieben: "Ich bette, dass Du in deinem nächsten Leben Frieden findest."




Schlagwörter

Musik, Nachruf, Bennington

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-07-21 16:12:09
Letzte nderung am 2017-07-21 16:18:04




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