• vom 13.08.2017, 15:00 Uhr

Pop/Rock/Jazz


Jazz-CD

Streicherschmäh




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Christoph Irrgeher

  • Das Album "Strings & Bass" von Georg Breinschmid und Mitspielern.



Das Streichquartett ist eine ernste Sache: Man hört hier "vier vernünftige Leute sich untereinander unterhalten", hat Johann Wolfgang von Goethe gesagt. Florian Willeitner, Johannes Dickbauer, Matthias Bartolomey und Georg Breinschmid sehen das nicht ganz so eng: In ihrer Kombo, einem Schmelztiegel für Jazz, klassische und folkloristische Töne, kann auch einmal der Schmäh den Ton angeben und ein Geigenglissando so elendslang über einem Groove greinen, bis irgendwer "schiach!" und "aus!" ruft.

Information

Georg Breinschmid u. a.

Strings & Bass

(Gramola)

Das Schöne an dem Album ist aber zuvorderst, dass es neben solchen kleinen Kasperliaden Qualität beschert. Vor allem die älteren Stücke des Crossover-Bassisten Breinschmid, die der Geiger Willeitner neu arrangiert hat, bestricken: In langsamen Momenten entsteht hier mitunter ein Quartettklang von fragiler Poesie, irgendwo zwischen Spätromantik und Frühmoderne. Zwar erreicht nicht jede Nummer dieses Betörungsniveau, bietet dann aber meist Spielfreude und Schwung.





Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-08-10 18:21:05
Letzte nderung am 2017-08-10 18:33:15




Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Möge die Schlacht mit uns sein
  2. Heiter dem Tausender entgegen
  3. "Risiko und Mut sind Geschwister"
  4. 152 rasante Minuten mit Laserschwert
  5. Friends in Stockerau
Meistkommentiert
  1. Die Kamera als Schutz
  2. "Ohne Polen kollabiert London"
  3. Sophie Rois ärgert sich über "Peniszulage"
  4. Beethoven-Skulptur in Wien enthüllt
  5. Zu kurzsichtig


Quiz


CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey,

Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte. Ein riesiges Medieninteresse begleitete den kurzen Auftritt des österreichischen Hollywood-Exports Christoph Waltz bei seinem Besuch der Viennale.

Viennale-Interimschef Franz Schwartz (links) mit dem Stargast der Eröffnung: Schauspieler John Carroll Lynch zeigte sein Regiedebüt "Lucky" als Eröffnungsfilm der Viennale. Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.


Werbung


Werbung