• vom 12.08.2017, 13:00 Uhr

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"Ich liebe Drum-Machines"




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Von Christoph Ulrich

  • Mike Rutherford, Gründungsmitglied von Genesis und seit 1985 mit Mike + The Mechanics aktiv, über Songwriting, R’n’B -Stimmen und junge Kollegen.

In der aktuellen Besetzung seit 2009 aktiv - und demnächst in Wien zu Gast: Mike + The Mechanics mit Mike Rutherford in der Mitte, und den beiden Sängern Andrew Roachford (l.) und Tim Howar. - © Patrick Balls

In der aktuellen Besetzung seit 2009 aktiv - und demnächst in Wien zu Gast: Mike + The Mechanics mit Mike Rutherford in der Mitte, und den beiden Sängern Andrew Roachford (l.) und Tim Howar. © Patrick Balls

Seit 1969 ist Michael John Cleote Crawford Rutherford, kurz Mike Rutherford, fester Bestandteil des großen Popzirkus. Als Bassist, Gitarrist und Songwriter der britischen Prog-Rock-Wegbereiter und späteren Radiohitproduzenten Genesis wurde er weltbekannt, seit dem Jahr 1985 pflegt er sein Nebenprojekt Mike + The Mechanics. Wobei "Nebenprojekt" angesichts von Chartsstürmern wie "Over My Shoulder", "Beggar On A Beach Of Gold" oder etwa auch "Word Of Mouth" eher als typisch britisches Understatement zu verstehen ist.

Mehr als nur eine Handvoll Mechanics-Nummern haben scheinbar das ewige Radioleben geschenkt bekommen. Sie laufen weltweit rauf und runter - insgesamt hat das "Nebenprojekt" schon mehr als zehn Millionen Alben verkauft. "Let Me Fly" heißt das neueste, heuer im April erschienene Erzeugnis des Chefmechanikers Rutherford und seiner Mitstreiter, zu denen seit Mitte 2009 auch der britische R-’n’-B-Sänger Andrew Roachford gehört.


Gleich nachdem sich die neue, aktuelle Besetzung der Band, bestehend aus Mike Rutherford (Gitarre/Bass), Luke Juby (Keyboards), Gary Wallis (Schlagzeug), Anthony Drennan (Gitarre), besagtem Andrew Roachford und seinem Kollegen Tim Howar am Mikrofon, zusammengefunden hatte, entstand das siebente Album "The Road" (2011).

Mike Rutherford sieht diese Veröffentlichung seiner Band heute allerdings kritisch. Nicht nur, weil sich damit kein unmittelbarer Erfolg einstellen wollte. Das Album habe keinen vom Hocker gerissen, so Rutherford, weil man es ein wenig zu überhastet aufgenommen habe. Mittlerweile aber habe die Band gelernt, das Beste aus sich herauszuholen. Und "Let Me Fly" zeige nun eine zur Einheit gewordene Truppe. Wir erreichten den mittlerweile 66-Jährigen am Autotelefon.

"Wiener Zeitung": Ich habe einmal irgendwo gelesen, dass Sie Mike + The Mechanics gegründet haben, um mehr Gitarre als bei Genesis spielen zu können. Ist das wahr?

Mike Rutherford: Nicht wirklich! Anders als bei den meisten Bands haben wir unsere Solokarrieren nicht aus Frustration begonnen. Wir hatten eine großartige Zeit. Allerdings hatte Phil (Collins, Anm. d. Red.) damals eine Familienkrise und musste für eine Weile nach Kanada - also nahmen wir uns frei. Und diese Soloprojekte sind tatsächlich gute Gehirn-Abschalter: Mit einem anderen Schlagzeuger und einem anderen Co-Komponisten zu arbeiten, war ziemlich zufriedenstellend, und so haben wir die nächsten siebzehn Jahre damit weitergemacht, Solo- und Bandsachen abzuwechseln.

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Dokument erstellt am 2017-08-11 15:39:06




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