• vom 24.02.2017, 08:00 Uhr

Recht


Datenschutzrecht

Neuer Datenschutz verschlingt Budget




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Von Petra Tempfer

  • Firmen stöhnen unter Umsetzung des neuen Datenschutzrechtes in der Europäischen Union, das ab Mai 2018 gilt.

Die Zeit für Unternehmen drängt. Bei Nicht-Umsetzung des neuen Datenschutzrechts drohen bereitsin etwas mehr als einem Jahr Verwaltungsstrafen von bis zu 20 MillionenEuro. - © Fotolia/Jorg Greuel

Die Zeit für Unternehmen drängt. Bei Nicht-Umsetzung des neuen Datenschutzrechts drohen bereitsin etwas mehr als einem Jahr Verwaltungsstrafen von bis zu 20 MillionenEuro. © Fotolia/Jorg Greuel

Wien. Dass das eher sperrig anmutende Thema Datenschutz die Emotionen hochgehen lässt, scheint relativ unwahrscheinlich. Am 11. Europäischen Datenschutztag am Donnerstag im Bundeskanzleramt ist das jedoch passiert. Es ging um das neue Datenschutzrecht in der Europäischen Union und die damit verbundenen Herausforderungen für Unternehmen. Die Umsetzung sei eine wirklich schwierige Aufgabe, man arbeite seit etwas mehr als einem Jahr daran, sagte die Leiterin der National Data Privacy Judith Leschanz von der A1 Telekom Austria AG im Zuge ihres Vortrags. Sie koste Ressourcen und Budget. Am Ende des Tages werde die Summe für das 8300 Mitarbeiter zählende Unternehmen "auf jeden Fall siebenstellig" sein, schätzt Leschanz im Gespräch mit der "Wiener Zeitung".

Für Unternehmen bringt die neue Verordnung neue Verpflichtungen. So müssen sie die nationalen Aufsichtsbehörden so bald wie möglich über schwere Verstöße gegen den Datenschutz informieren, die grundsätzliche Meldepflicht fällt allerdings. Nutzer von Onlinediensten müssen besser von Unternehmen informiert werden, wie ihre Daten verarbeitet werden und ihr ausdrückliches Einverständnis zur Nutzung ihrer Daten geben.


Nationales Datenschutzrecht soll heuer in Kraft treten
Die Zeit für Unternehmen drängt. Denn bei Nicht-Umsetzung drohen bereits in etwas mehr als einem Jahr Verwaltungsstrafen von bis zu 20 Millionen Euro respektive vier Prozent des Konzernumsatzes des vorangegangenen Jahres. Dann, am 25. Mai 2018, endet die zweijährige Umsetzungspflicht und die neue Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union gilt.

Diese wird die 20 Jahre alte Datenschutz-Richtlinie ablösen, die als zu bürokratisch galt. Österreich habe der neuen Grundverordnung nicht zugestimmt, sondern sich der Stimme enthalten, sagte Kultur- und Medienminister Thomas Drozda am Donnerstag. Die Verhandlungen darüber hatten vier Jahre lang gedauert. Die Datenschutz-Grundverordnung lässt den einzelnen Mitgliedstaaten grundsätzlich wenig Spielraum, die jeweiligen Verpflichtungen seien jedoch durch nationales Recht zu spezifizieren oder zu verändern, heißt es. Österreichs nationales Datenschutzrecht sei vor einigen Wochen dem Koalitionspartner zur Begutachtung übergeben worden, sagte Drozda. Er sei zuversichtlich, "dass es in der ersten Hälfte dieses Jahres in Kraft tritt".

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Dokument erstellt am 2017-02-23 17:39:05



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