• vom 08.06.2017, 17:32 Uhr

Recht


Wirtschaftstreuhandberufsgesetz

Novelle des Wirtschaftsprüfergesetzes




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Erstmals wird es einen direkten Zugang zum Beruf des Wirtschaftsprüfers geben.

Wien. Sehr erfreut zeigt sich die Kammer der Wirtschaftstreuhänder, dass es die Novelle des Wirtschaftstreuhandberufsgesetzes diese Woche doch noch durch den Ministerrat geschafft hat und nicht zum Opfer der vorgezogenen Neuwahlen wurde. "Wir haben seit Jahren dafür gekämpft", so Präsident Karl Hübner.

Es sei sehr erfreulich, dass die Novelle noch umgesetzt wird, sagte Hübner. Die Novelle sei dem Wirtschaftsausschuss zugewiesen worden, die Behandlung im Nationalrat sei nun für den 28. oder 29. Juni vorgesehen.


Mit der Novelle werde es erstmals einen direkten Zugang zum Beruf des Wirtschaftsprüfers geben. Das sei auch international so üblich. Es seien zwei eigenständige Berufsstände entstanden. Zur Zeit sei es nur möglich, wenn auch gleichzeitig die Steuerberaterprüfung gemacht werde. Zuletzt seien die Zulassungen zum Wirtschaftsprüfer auch aus Haftungsgründen zurückgegangen.

In einem zweiten Punkt, der Erweiterung der Befugnisse der Wirtschaftstreuhänder auf den Abschluss von formularmäßigen Verträgen, sieht Hübner keine Konkurrenz zu den Rechtsanwälten, die diese Erweiterung zuletzt kritisiert hatten.

Ein weiterer Punkt betrifft die Vertretung bei der Finanzpolizei. Bisher waren die Wirtschaftsprüfer nicht berechtigt, für Klienten einzutreten respektive diese zu vertreten. Da sei ein Vakuum entstanden, so Hübner. Nunmehr sollen die Wirtschaftsprüfer berechtigt werden, in Verwaltungsstrafverfahren - etwa bei Lohn- und Sozialdumping-Themen - ihre Kunden zu vertreten. Das solle nun möglich werden, insbesondere auch in der Lohnverrechnung.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-06-08 17:35:03



Werbung




Werbung


Werbung