Vermessungen

Wohlstand und ökologische Sorglosigkeit führten zur Ausdehnung der Siedlungsräume. - © Seiß

Raumplanung

Raubbau an der Landschaft18

  • In Österreich wird jedes Jahr fruchtbares Land größer als das Stadtgebiet von Salzburg zersiedelt und verbaut.

Nirgends in Europa wird so viel fruchtbares Land für die Siedlungsentwicklung verbraucht wie in Österreich: 7300 Hektar sind es Jahr für Jahr - ein Terrain, größer als das Stadtgebiet von Salzburg. So verschwinden per anno 0,5 Prozent unseres landwirtschaftlichen Bodens. In Deutschland und der Schweiz ist es nur halb so viel... weiter




Wenn Städte enger zusammenrücken, können sie dichter bepackt werden. Ein Paradebeispiel für diesen Trend, wie hier zu sehen, ist Hongkong. - © Nikada/ getty images

Städte

Die Zukunft des Zusammenrückens12

  • Klimaerwärmung und Zuwanderung machen die Städte dichter und enger. - Visionen für den komprimierten urbanen Raum.

Wie viel Raum steht einem Menschen zu? Diese Frage ist unerhört. Wer sollte das Recht haben, sie zu entscheiden, und nach welchen Kriterien? Reichtum und Macht oder Bedürftigkeit und Ohnmacht? Sollte jeder Mensch gleich viel Raum beanspruchen dürfen oder sollte in Zukunft künstliche Intelligenz temporäre Raumnutzungen funktionsoptimiert zuteilen... weiter




Die öffentliche Verwaltung und Beamte als tragende Säulen der Demokratie... - © Cartoon: Jugoslav Vlahovic

Beamte

Die unterschätzten Beamten23

  • Die öffentliche Verwaltung wird heutzutage vor allem zum Thema, wenn von Einsparungen die Rede ist. Dabei ist eine funktionierende Administration ein wesentlicher Garant für die Demokratie.

Wiederholt sich die Geschichte? Bereits Max Weber hatte festgestellt, dass der Untergang des antiken Römischen Reichs nicht etwa durch die Völkerwanderungen, den luxuriösen Lebensstil der Eliten oder durch Wirtschaftskrisen hervorgerufen wurde, sondern erst dadurch, dass das besoldete Beamtentum abgebaut worden ist... weiter




Ernesto Laclau, der 2014 verstorbene Theoretiker des Linkspopulismus. - © Xavier Granja Cedeño/Wikimedia.

Politische Theorie

Das trügerische Wir-Gefühl11

  • Die Vorstellung, die Linke könne auf den grassierenden Rechtspopulismus mit vergleichbaren Konzepten reagieren, ist verführerisch, enthält aber doch einige Fallstricke.

Nach der Wahl ist vor der Wahl, und diesmal war das in Österreich wörtlich zu nehmen. Wir erleben zurzeit noch einen Präsidentschaftswahlkampf, der schon beim ersten Mal eher unansehnliche Formen annahm. Von Spaltung ist die Rede, von "Gräben", die zugeschüttet werden müssten, und von Populismus . Zeit, das Phänomen näher zu betrachten... weiter




Zeitgenossen

Chris de Stoop (Jahrgang 1958) auf dem Hedwigepolder südlich von Antwerpen. - © Bo van Scheyen

Chris de Stoop

"Die Bauern sind unsere Aborigines"

  • Der flämische Autor und Teilzeit-Bauer Chris de Stoop über die Enteignung von Landwirten, über künstliche Wildnis und die Zerstörung des kulturellen Erbes auf dem Land.

Als sein Bruder im Jahr 2010 plötzlich starb, war Chris de Stoop in Haiti und berichtete als Reporter vom Überleben der Kleinbauern nach dem starken Erdbeben dort. Er, der Stadtmensch und Intellektuelle, musste nun sofort über die Zukunft des elterlichen Hofs entscheiden und beschloss, als Teilzeit-Landwirt aufs Land zurückzukehren... weiter




"Ich lebe mit dem Begriff ,Trotzdem‘. Dieses: Ich mach’ trotzdem weiter, und es ist trotzdem nicht alles nur hässlich . . ." - © Robert Wimmer

Interview

"Wir sind viel mutiger,
als es den Anschein hat"
17

  • Erika Pluhar über ihren "Brief an Österreich", den Aufruf zu besonnener Vernunft und das Hochhalten der Demokratie - und über die Forderungen und Herausforderungen des Älterwerdens.

"Wiener Zeitung": Frau Pluhar, Sie sind nicht nur eine vielseitige Künstlerin, sondern bekanntermaßen auch ein politischer Mensch. Was hat Sie zuletzt konkret dazu bewogen, dass Sie sich mit einem "Brief an Österreich" zu Wort gemeldet haben? Erika Pluhar: Bei der jetzigen Bundespräsidentenwahl bin ich ganz bewusst in kein Komitee gegangen... weiter




Werte-Philosoph Andreas Urs Sommer im imaginären Dialog mit Friedrich Nietzsche.

Interview

"Werte sind ein Findelkind der Aufklärung"33

  • Der Philosoph Andreas Urs Sommer über die Entstehung des Werte-Diskurses im 18. und 19. Jahrhundert - und warum er im Rechtspopulismus keine Gefahr für die Demokratie sieht.

"Wiener Zeitung": Herr Professor Sommer, jeder spricht über Werte, jeder glaubt an Werte, kurz: Werte sind uns wichtig. Wozu dienen sie? Andreas Urs Sommer: Wir nehmen Werte dadurch wahr, dass wir über sie reden, sie dienen uns als Mittel der Kommunikation und der Selbstverständigung. Werte sind also kommunikative Wesenheiten... weiter




Geschichten

Die neuen Bilder zeigen den Monarchen bei diversen Anlässen, wie hier bei der Eröffnung des Künstlerhauses, 1914. - © Archiv Holzer

Geschichte

Majestätischer Medienmanager

  • Rund um 1900 nutzte Kaiser Franz Joseph das Medium der Fotografie, um sein Image als tatkräftiger und umsichtiger Monarch zu kultivieren.

Der mächtige schwarze Ring hebt sich scharf von den grauen Umrissen ab. Die Knochen treten dunkler hervor als die Fleischpartien, die im mehligen Grau des Hintergrundes nahezu verschwimmen. Diese Röntgenaufnahme - sie erschien 1904 in einer Wiener... weiter




Kein guter Lehrer: Ludwig Wittgenstein. - © Hutton Archive/Getty Images

Philosophie

Algebra in Trattenbach2

  • Ludwig Wittgenstein war eine Zeit lang als Volksschullehrer in Niederösterreich tätig. Diese Episode im Leben des Philosophen war jedoch - für ihn wie für seine Schüler - äußerst mühevoll.

Ludwig Wittgenstein, geboren am 26. April 1889 in Wien, gestorben am 29. April 1951 in Cambridge, entstammte einer der reichsten Familien Österreichs. Bis zu seinem vierzehnten Lebensjahr erhielt er - wie seine sieben Geschwister - häuslichen... weiter




Im Schubertpark im 18. Bezirk , dem einstigen Währinger Friedhof, stehen heute noch Kopien der Grabsteine von Beethoven und Schubert. - © Hofmann

Bergäbniskultur

Tote auf Wanderschaft2

  • Im späten 19. Jahrhundert wurden berühmte Tote, die auf diversen Wiener Friedhöfen begraben waren, exhumiert und in Ehrengräbern auf dem neuen Zentralfriedhof ein zweites Mal feierlich bestattet.

Schubert: Hast schon gehört, unsere Gebeine werden vom Währinger Friedhof auf den Centralfriedhof übertragen. Beethoven: "Wozu? Schubert: Das weiß ich selbst nicht! Beethoven: "Nicht einmal im Grab läßt man uns Ruhe... weiter





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