Vermessungen

Als "Musikgemälde" bezeichneten Kraftwerk den Dreiklang aus Musikmaterial, Sound- und Videoprojektion, der ihre Auftritte kennzeichnet. - © Foto: apa/epa/ Jens Kalaene

Kraftwerk

"Wir sind die Roboter!"2

  • Die deutsche Band Kraftwerk hat das moderne Konzept der Einheit von Mensch und Maschine im Lauf der Jahrzehnte zur ästhetischen und theoretischen Perfektion gebracht.

Am hohen ästhetischen Rang des Gesamtkunstwerks Kraftwerk ist spätestens seit den jeweils acht Abende umfassenden Auftritten im New Yorker MoMA oder in der Turbinenhalle des ehemaligen Londoner Kraftwerks, das jetzt als Tate Modern fungiert, kaum zu zweifeln. Diese residencies waren eindrucksvolle Präsentationen des acht Alben umfassenden "Katalog"... weiter




Ein Linker mit Mut zu schrägen Ansichten: Slavoj Zizek, hier bei einem Auftritt in Bilbao 2011. - © Foto: Alfredo Aldai/Epa/picturedesk.com

Philosophie

Turbodenker und Idealist8

  • Slavoj Žižek widmet sich in seinem neuesten Wälzer dem deutschen Meisterdenker Hegel, den er keineswegs für überholt hält.

Unter den Philosophen gibt es, wie in anderen, weniger ambitionierten Berufsständen auch, schnelle Brüter und bedächtige Arbeiter. Der slowenische Philosoph Slavoj Žižek, der an ein neues "emanzipatorisches Projekt" glaubt, das den alten, schmählich gescheiterten Sozialismus nur noch vom Hörensagen kennt, ist ein Mann mit Kultstatus... weiter




Lehrfabel des Pessimismus: Becketts "Warten auf Godot", mit Michael Maertens (l.) als "Wladimir" und Ernst Stötzner als "Estragon" in einer Aufführung des Wiener Burgtheaters 2009. - © Foto: Apa/Hans Klaus Techt

Pessimismus

Auf den Gipfeln der Verzweiflung3

  • "In der schlechtesten aller Welten": Von Schopenhauer über Beckett bis zu Helene von Druskowitz wurden Weltekel und Lebensüberdruss geistesgeschichtlich nobilitiert. - Zur Philosophie des Pessimismus.

Angesichts von Massenexekutionen, Terrorattentaten und brutal geführten Kriegen in Syrien, im Irak oder in der Ukraine hat der Pessimismus Konjunktur. Bereits Arthur Schopenhauer - der eigentliche Begründer des philosophischen Pessimismus - sprach von einer katastrophalen Lage des Menschen. Sein Befund lautete: "Der Mensch ist im Grunde ein wildes... weiter




Auch in Zeiten der allgegenwärtigen medialen Beobachtung haben die Individuen das Recht, indiskrete Einblicke in ihr Privatleben abzuwehren. - © Duel/Corbis

Essay

Versteckspiel mit Algorithmen2

  • Die Programmatiker der Netz- und Medienkultur versichern uns, dass es in der digitalen Zukunft keine "Privacy" mehr geben werde. Aber noch ist es zu früh für Nachrufe auf die Privatheit.

Michael Seemann ist ein Internet-Prophet. In seinem Blog namens ctrl-verlust.net arbeitet er an der Umwertung althergebrachter Werte. Im Besonderen ist ihm daran gelegen, jene "Kontrolle", die wir Menschen älterer Machart um keinen Preis verlieren wollen, als zwänglerische Altlast abzuschütteln. Er schreibt: "Ich habe mich daran gewöhnt... weiter




Zeitgenossen

"Eine kurze Zeit war es so, dass Musiker wie Hendrix, die Konsensfiguren waren, gleichzeitig auch die Avantgarde dargestellt haben. Das kommt, glaube ich, nicht mehr zurück." Robert Rotifer - © Foto: Philipp Hutter

Interview

"Das Wesen von Pop: Geschichten erzählen"7

"Wiener Zeitung": Herr Rotifer, sehen Sie sich mehr als Journalisten oder als Musiker? Robert Rotifer: Das ist eine Frage, bei der ich mir schwertue. In beiden Berufen geht es darum, etwas auszudrücken, insoferne sind sie einander nicht ganz unähnlich. Aber wenn ich mir’s aussuchen müsste, würde ich den Musiker nehmen... weiter




Jan Assmann bei einem Vortrag über die Gewaltträchtigkeit des Monotheismus an der Universität Wien im Jahr 2013. - © Univ. Wien

Interview

"Was motiviert den Menschen zur Gewalt?"7

" Wiener Zeitung": Herr Professor Assmann, vor mehr als zwanzig Jahren haben Sie eine Debatte über das Verhältnis von Monotheismus und einer spezifisch religiösen Gewalt angestoßen, die sich vorrangig nach innen, gegen abweichende Meinungen und Strömungen, richtet. In der "mosaischen Unterscheidung"... weiter




Douglas Hofstadter bei einem Vortrag in Stanford, 2006. - © Foto: wikipedia

Denken

Auf den Spuren der großen Rätsel2

  • Mit "Gödel, Escher, Bach" hat Douglas Hofstadter, der am 15. Februar 70 Jahre alt wird, 1979 einen internationalen Bestseller gelandet. Mittlerweile ist aus dem Apologeten der Artificial Intelligence deren Kritiker geworden.

Warum Bloomington? Und nicht Harvard, Princeton oder Stanford? Oder, zugespitzt gefragt: Warum hat Douglas R. Hofstadter, der 1979 mit "Gödel, Escher, Bach" ein weltweit bewundertes Debüt als Autor und ein vielfach ausgezeichnetes wissenschaftliches Sachbuch vorgelegt hat, danach den Großteil seiner wissenschaftlichen Karriere als... weiter




Geschichten

Eduard Johann Nikl im Jahr 1912. - © Foto: Familienarchiv Nikl-Hlavac

Musik

Alpenklänge in der Großstadt

  • Vor 150 Jahren wurde der Zitherkomponist und -lehrer Eduard Johann Nikl geboren. Sein Instrument war einst ein wichtiger Bestandteil des Wiener Musiklebens.

Die Vorgängerin unserer heutigen Zither, die meist selbst gebaute "Kratzzither", hatte im bayrisch-österreichischen Alpenland ihre Heimat. In diesem Gebiet war sie seit Beginn des 18. Jahrhunderts ein Volks- und Hausinstrument... weiter




Und dann die nicht immer ganz ernst gemeinten Fotos: Kann der überhaupt Noten lesen? Frank Sinatra, 1950er Jahre. - © Bettmann/Corbis

Frank Sinatra

Mitsingen und Englisch lernen1

  • Wie sich Frank Sinatra im Unterricht verwenden lässt - und andere ungebührliche Bemerkungen über einen Sänger, der - im Jahr seines 100. Geburtstages - vielleicht noch immer ein wenig überschätzt wird.

Man kann wohl ohne Übertreibung feststellen, dass die Mitglieder meiner Generation mit größerer Wahrscheinlichkeit ein Dutzend Schallplatten oder Silberscheiben von Frank Zappa besitzen, als auch nur eine einzige von Frank Sinatra... weiter




Die 88 Tempel unterscheiden sich voneinander, aber in allen herrscht eine friedvolle Ruhe. - © Foto: Krüger

Pilgerreise

Buddha als Wegbegleiter2

  • Wer das spirituelle Japan erleben möchte, geht auf Wallfahrt. Die schönste Pilgerroute zieht sich 1200 Kilometer um die Insel Shikoku und führt zu den 88 Tempeln des Kobo Daishi.

Der Zug der Wolken, dunkle Wälder, erster Silberglanz auf dem glatten Blattwerk der Ginkobäume. Götter und Geister, die ungesehen bleiben, gleiten wie Samt über die Holzbohlen des Senyuji-Tempels. Dunkler... weiter





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