Vermessungen

Das den Ersten Weltkrieg einleitende Telegramm, das im Museum der Karadjodevic-Dynastie im serbischen Oplenovac aufbewahrt wird. - © Foto: Stadler

Erster Weltkrieg

Pandoras Büchse öffnet sich8

  • Wie Diplomaten und Generäle vor und beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs versagten.

Am 25. Juli 1914 um 18.30 Uhr verließen der k.u.k. Gesandte Wladimir Baron Giesl von Gieslingen und das Gesandtschaftspersonal Belgrad mit dem fahrplanmäßigen Personenzug nach Budapest. Der Zug querte die Save und war in der ungarischen Reichshälfte der Donaumonarchie, im Grenzbahnhof Semlin. Um 17.58 Uhr hatte der serbische Ministerpräsident Pai&... weiter




Jubelnd liefen die Menschen in den Abgrund. Die Ansichtskarte aus der Anfangszeit des Ersten Weltkriegs zeigt die Wiener Mariahilfer Straße mit Marschkompagnie. - © Wien Museum

Extra

Der Abonnent in Schönbrunn14

  • 1914 stimmten die Medien eifrig in die allgemeine Kriegsbegeisterung ein. Die "Wiener Zeitung" setzte mehr auf Sachlichkeit.

Die Titelseite bereitete der Redaktion der "Wiener Zeitung" diesmal keine Arbeit. Sie wurde fixfertig geliefert. Der Autor, ein Beamter durch und durch, hatte schon früher für das Blatt geschrieben, Korrekturen würden nicht nötig sein. Also direkt zum Setzer mit dem Manuskript, der mit Bedacht 14 Bleilettern zu einer denkwürdigen Überschrift... weiter




Mephisto (Gert Voss, links) verkörpert in Goethes Drama das Böse, dem sich Faust (Tobias Moretti) stellen muss. - © Foto: apa/Hans Klaus Techt, 2009

Moral

Das Wissen um Gut und Böse4

  • Unsere Zeit ist skeptisch gegen jede Vorstellung einer endgültigen Wahrheit. Dieser Relativismus ist eine moralisch fragwürdige Haltung, die sich kritischen Nachfragen stellen muss.

Unsere Gesellschaft wird aufgefordert, "Gut und Böse auf die gleiche Stufe zu stellen", beklagte Vladimir Putin in seiner Rede an die Nation zum 20-jährigen Jubiläum der russischen Verfassung im Dezember 2013. An dieser Stelle muss man Putin wohl recht geben! Dass gerade er als Moral-Apostel auftritt und diese Anklage erhebt... weiter




Von allen bekannten Lebewesen auf der Erde ist der Mensch die einzige Spezies mit einer Disposition zu religiösem Glauben. - © Foto: Reuters/Tony Gentile

Naturgeschichte der Religion

Naturgeschichte des Glaubens17

  • Warum glauben Menschen an Gott? Welchen Zweck erfüllt Religiosität? Plausible Antworten darauf finden sich neuerdings aus evolutionstheoretischer und verhaltensbiologischer Perspektive.

Religiöser Glaube tritt in sehr unterschiedlichen Ausprägungen auf und ist in allen menschlichen Kulturen beziehungsweise Gesellschaften anzutreffen. Einschließlich der verschiedenen Formen des Aberglaubens, Anbetungen von Kultgegenständen, Weltuntergangsmythen, Beschwichtigungsritualen und so weiter kann dieser Glaube - ähnlich den mit ihm oft... weiter




Zeitgenossen

"Wir müssen nicht aufhören, das Gehirn zu begreifen, doch es gibt viele andere Wege, uns selbst zu verstehen", meint Neurowissenschafter Frazzetto. - © Foto: A. Gebert/dpa/picturedesk.com

Hirnforschung

"Wir sind mehr als unser Gehirn"15

"Wiener Zeitung": Herr Frazzetto, Neurowissenschafter verbringen angeblich sehr viel Zeit im Labor mit der Beobachtung von Mäusen. Das klingt nach einer einsamen und zugleich fast ein wenig absurden Tätigkeit. Giovanni Frazzetto: Für Außenstehende mag Mäusebeobachtung durchaus absurd klingen - und offen gestanden ist es auch nicht immer ein... weiter




"Ich pflege die politische Karikatur mit Humor und nicht mit Bösartigkeit. Ich kann auch hart mit den Leuten umgehen, aber mein Anliegen ist, nie gemein und vulgär zu sein." Gustav Peichl - © Foto: Robert Wimmer

Interview

"Jedes Haus hat erogene Zonen"9

"Wiener Zeitung": Herr Peichl, wir sind hier in Ihrem Haus in Grinzing, das auch Ihr erstes realisiertes architektonisches Werk ist. Obwohl das Haus mittlerweile über 50 Jahre alt ist, kann man es als zeitlos modern bezeichnen. Sehen Sie das auch so? Gustav Peichl: Es ist ein Klassiker geworden und stößt speziell bei japanischen... weiter




"Ich verbringe meine Zeit mit Bildern und mit Schreiben" - Gordon Ball in Wien während des Gesprächs mit der "Wiener Zeitung". - © Foto: Bernhard Widder

Extra

"Ich war zuständig für alles Mögliche"1

"Wiener Zeitung": In Ihrer Biografie ist zu lesen, dass Sie im Jahr 1944 in Paterson, New Jersey, geboren wurden. Dort hatte der Arzt und Dichter William Carlos Williams gelebt, ein monumentales "episches Poem" namens "Paterson" geschrieben, und Allen Ginsberg verbrachte dort seine Jugendjahre. Gordon Ball: Aber schon nach neun Monaten in New... weiter





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Europäische Kulturgeschichte

Ungebundenes Kulturgut

Gestaltete Mythologie: Gian Lorenzo Berninis "Apoll und Daphne", Rom, Galleria Borghese. - © Foto: Int3gr4te/Wikipedia Apollo war ein guter Bogenschütze. Als jedoch Amor mit Pfeil und Bogen zu hantieren begann, verwarnte der reife Gott der Künste den puerilen... weiter





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1700 Polizisten belagerten diesen Eingang: Am Ende des Tages wurden 19 Hausbesetzer abgeführt. Der Hausbesitzer wollte jene Punks vertrieben haben, die er einst selbst geholt hatte, um die Altmieter in dem Haus in Wien-Leopoldstadt loszuwerden.

Das Polizeiaufgebot am Einsatzort war mit weit mehr als 1.000 Beamten enorm. Da die Besetzer den Hauseingang massiv verbarrikadiert hatten, gab es für die Exekutive vorerst kaum ein Weiterkommen. 29.072014: Der Kanadier Scott Morgan liegt gut in der Luft bei den Commonwealth Games im schottischen Glasgow.

Ko Murobushi unterrichtet beim Impulstanz die japanische Tanzform Butoh. Seit Oktober erreichten allein aus Mittelamerika mehr als 57.000 unbegleitete Kinder die Grenze. Sie fliehen vor Gewalt, Kriminalität und schlechten wirtschaftlichen Aussichten in ihren Heimatländern.

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