Vermessungen

Kunst

Karneval der Künste1

  • Vor 100 Jahren wurde der Dadaismus erfunden: Obwohl nicht auf Dauer angelegt, inspirierte er wie kaum eine andere Kunstbewegung die Avantgarde des 20. Jahrhunderts.

Ein Alien, gelandet im Herzen der Schweiz. Mitten im Ersten Weltkrieg, als das Europa des 19. Jahrhunderts vor Verdun und in rumänischen Sümpfen, in den Dolomiten und in Galizien im Trommelfeuer der Maschinengewehre und in Senfgasnebeln versank, trat in Zürich, Hauptstadt des einzigen zentraleuropäischen Landes, in dem nicht grausam gekämpft wurde... weiter




Louis Janmot: "Poesie der Seele / "Der Seelenflug" (1854)  - © Leemage/ Corbis

Kulturgescichte

An einem stillen fremden Ort2

  • "Was nicht anwesend ist, ist es manchmal dadurch gerade sehr", schrieb der Dichter Robert Walser. Auf der Suche nach der Seele - eine kulturhistorische Reise von Platon bis zu gängigen Psychologien.

Die Seele scheint etwas aus der Mode gekommen zu sein; der Mensch hat andere Sorgen, und man kann es ihm nicht verübeln, wenn er sich lieber dem Tagesgeschäft widmet, als der Frage nachzugehen, was denn die Seele sein könnte. Im Wörterbuch der philosophischen Begriffe lesen wir: "Seele (griechisch: psyche , lateinisch: anima ... weiter




Kann man, wenn über die Situation der Roma gesprochen wird, nur von Elend und Verfolgung un von sonst gar nichts reden? Keineswegs. Eindruck vom großen Roma-Fest in Saintes-Maries de la Mer.  - © Atlantide Phototravel/ Corbis

Roma

Kluge und wilde Ideen16

  • Aufwertung statt Entrechtung: Zwei Vorschläge, wie das Ansehen der Roma und ihrer Kultur erhöht werden könnte.

Auf meinen Reisen durch die Länder Osteuropas habe ich es mit linken Künstlern und rechten Intellektuellen, mit nationalen, liberalen, sozialistischen Leuten zu tun bekommen und den Eindruck gewonnen, das Einzige, was sie alle eint, das ist die gemeinsame Verachtung der Roma, nein, der Hass gegen sie... weiter




Nelson Mandela besaß die Größe, seinen Peinigern zu verzeihen. - © Ira Wyman/ Sygma/ Corbis

Philosophie

"Theater des Pardons"

  • Bei besonders grauenhaften Verbrechen scheint es nahezu unmöglich zu sein, dass die Opfer den Tätern verzeihen können. Ob und wie es dennoch gelingen kann, ist eine Frage von philosophischer Dimension.

"Ist Verzeihen die heimliche Mitte der Ethik"? - Mit dieser essenziellen Frage beginnt die umfangreiche Studie "Verzeihung denken" des in Jena emeritierten Philosophen Klaus-Michael Kodalle. Im Alltag ist das Verzeihen allgegenwärtig; "gäbe es das Verzeihen nicht, schreibt Kodalle, "bräche das an Normen ausgerichtete Leben zusammen"... weiter




Zeitgenossen

Okky Offerhaus im Gespräch mit Christoph Rella. - © Carina Walter

Zeitgeschichte

"Ich war ja sehr schön anzusehen"

  • Die Kosmopolitin Okky Offerhaus hat einst als Model, Hostess und Fotografin die Welt bereist. Sie berichtet von ihrer Arbeit mit dem amerikanischen Fotografen Elliott Erwitt, von Begegnungen mit John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow und erzählt, wie sie einmal einen Mord verhindert hat.

"Wiener Zeitung": Frau Offerhaus, Sie waren in den 1960er Jahren mit dem berühmten "Magnum"-Fotografen Elliott Erwitt unterwegs. Zu Ihren eindrücklichsten Begegnungen zählt wohl jene mit John F. Kennedy 1962 im Weißen Haus? Okky Offerhaus: Ja, wir hatten damals den Auftrag, für "Newsweek" ein Titelbild von ihm zu machen... weiter




 - © Julia Baier

Interview

"Unsicherheit ist das kleinere Übel"31

  • Die Philosophin und Sachbuchautorin Natalie Knapp erklärt, warum Zeiten der Krisen, des Umbruchs und der Ungewissheit sowohl persönlich als auch gesellschaftlich sehr wertvoll sein können.

"Wiener Zeitung": Wir leben in unsicheren Zeiten und das macht vielen Menschen Angst. Ist das bei Ihnen anders? Nathalie Knapp: Ehrlich gesagt ändert sich das immer wieder. Denn es ist ja eine Tatsache, dass sich vieles im Leben auf eine Art und Weise wandelt, die wir nicht vorhersehen können. Was unter anderem daran liegt... weiter




Stellungnahme zur Causa Kehlmann23

  • Brief von Klaus Kastberger an Daniel Kehlmann.

Sehr geehrter Herr Kehlmann, nachdem ich mir die Sache nun nochmals in allen verfügbaren textlichen Details angeschaut habe, stelle ich fest, dass es zwischen Ihrem Buch "Die Vermessung der Welt" und Wikipedia-Einträgen zu Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humboldt aus der Entstehungszeit ihres Buches keinerlei wortwörtliche Übereinstimmungen... weiter




Geschichten

Anni Schulz: Juroren im Wiener Künstlerhaus, 1930. - © Archiv Anton Holzer

Fotografie

Beruf: Fotojournalistin

  • In den 1920er Jahren begannen Frauen für Zeitungen und Magazine zu fotografieren.

Gestikulierend blicken die Männer in eine Richtung. Die Herren, so erfahren wir aus der Bildbeschriftung, sind Juroren, die sich im Wiener Künstlerhaus zu einer Arbeitssitzung eingefunden haben. Als die Wiener Fotojournalistin Anni Schulz 1930 diese... weiter




Ivan prajc (Mitte) und Gefährten 2004 vor der Maya-Stele mit der ältesten Datumsangabe Mexikos. Foto: Sprajc/Hermagoras

Archäologie

Prächtige Ruinen im Dschungel4

  • Der slowenische Archäologe Ivan Šprajc entdeckte auf der mexikanischen Halbinsel Yukatán unbekannte Bauten der Maya-Kultur. Nun hat er seine Erfahrungen in einem spannenden Buch dargestellt.

Im Juni 2013 wurde von internationalen Agenturen eine Nachricht verbreitet, die aufhorchen ließ: Im abgelegenen, kaum besiedelten Regenwald der ausgedehnten mexikanischen Naturschutz-Region Biosfera Calakmul ("Biosphäre") hatten Archäologen ein... weiter




Erfreut sich zunehmender touristischer Beliebtheit: die Gegend rund um den atemberaubend schönen Lugu-See. - © Kuhn

China

"Die Männer tun ja nichts!"7

  • Ein Besuch bei den Mosuo im Südwesten Chinas, einer Volksgruppe, bei der die Frauen mehr als eindeutig das Sagen haben.

"Ich muss jetzt wohl mal meine Schwester anrufen", sagt Lacu und kratzt sich am Kopf. Neben ihm steht ein Minibus, aus dessen Kühlerhaube eine Rauchwolke aufsteigt, während die meisten Passagiere die Panne nutzen, um sich zu übergeben... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. "Ich war ja sehr schön anzusehen"
  2. "Unsicherheit ist das kleinere Übel"
  3. Karneval der Künste
  4. Beruf: Fotojournalistin
  5. Stellungnahme zur Causa Kehlmann
Meistkommentiert
  1. Stellungnahme zur Causa Kehlmann
  2. "Unsicherheit ist das kleinere Übel"
  3. An einem stillen fremden Ort

Werbung