Vermessungen

Die Silhouette des Churchill-Denkmals in London behauptet sich auch 50 Jahre nach dem Tod des Politikers noch markant neben Big Ben. - © Bild: Jean-Pierre Lescourret/Corbis

Winston Churchill

Der letzte Löwe des Empire6

  • Vor 50 Jahren, am 24. Jänner 1965, starb Englands Jahrhundertpolitiker Winston Churchill, dessen Politik sich vor allem durch Kühnheit und Weitsicht ausgezeichnet hat.

Politiker wurde er früh, Staatsmann erst spät. Seine Stunde schlug, als sein Land in höchster Not war. Da stand er bereits im 65. Lebensjahr. Am 10. Mai 1940 - Hitler marschierte gerade in Frankreich ein - bezog Winston Spencer Churchill als Premierminister einer Allparteienkoalition zum ersten Mal den englischen Regierungssitz Downing Street Nr... weiter




Moderater Genuss, wie auf diesem römischen Mosaik, waren in Lukrez’ Sinne. - © Foto: Atlantide Phototravel/Corbis

Antike Philosophie

Feier des Lebens und der Liebe3

  • Der lateinische Dichter-Philosoph Lukrez hat in seinem Lehrgedicht "Über die Natur der Dinge" die Summe der materialistischen Philosophie gezogen. Unlängst ist eine neue Prosaübersetzung dieses großen Werks erschienen.

"Lebe intensiv, genieße dein Leben und versuche - so weit es geht - Schmerzen und Leiden zu vermeiden!". So bringt der amerikanische Literaturwissenschafter und Kulturhistoriker Stephen Greenblatt das Lehrgedicht "Über die Natur der Dinge" des römischen Dichter-Philosophen Lu-krez auf den Punkt. Das Werk ist ein Lobgesang auf jede Form der... weiter




Geschockt von den Ereignissen in Paris am 7. Jänner, dem Erscheinungstag seines Romans, ist Michel Houellebecq aus der Öffentlichkeit abgetaucht. - © Foto: apa/epa/Hugo Ortuna

Literatur

Kollision mit der Aktualität17

  • Michel Houellebecqs neuer Roman, "Unterwerfung", soeben auf Deutsch erschienen, in welchem Frankreich zu einer islamischen Republik wird, ist eine Mischung aus Satire, Politfiktion, Zukunftsroman und Essay.

Das neueste Buch von Michel Houellebecq, "Soumission", ist unter dem Titel "Unterwerfung" seit dem 16. Jänner nun auch auf Deutsch verfügbar. Schon lange vor seinem Erscheinen in der französischen Fassung am 7. Jänner, dem Tag der Attentate auf "Charlie Hebdo" und der blutigen Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt... weiter




Nicht jeder, der Selfies macht und online stellt, ist zwangsläufig ein Narzisst . . . - © apa/epa/Tatyana Zenkovich

Psychologie

Hunger nach Anerkennung7

  • Die Diagnose "Narzissmus" hat man heutzutage schnell bei der Hand, wenn es um übertriebene Selbstdarstellung geht. Sie taugt aber eher als soziale Beschreibung denn als ernsthafter psychiatrischer Krankheitsbegriff.

Die Welt ist voller Narzissten - und die haben keinen guten Ruf, gelten sie doch als eitel und selbstverliebt. Trotzdem sind forsche Selbstdarsteller in unserer Gesellschaft klar im Vorteil. Müssen wir also alle zwangsläufig Narzissten sein? In früheren Zeiten war das Selbstbildnis in Form eines Gemäldes oder analogen Fotos den Mächtigen dieser... weiter




Zeitgenossen

Rudolf Burger: "In Situationen moralischer Nötigung ist Zynismus durchaus eine sittliche Qualität - das ist einer meiner Lieblingssätze." - © Foto: Andreas Urban

Interview

"Der Terror ist kein politischer Gegner"75

  • "'Der Islam gehört zu Deutschland' ist der dümmste Satz, den Angela Merkel je gesagt hat - auch wenn es ein Zitat war."

"Wiener Zeitung": Was ist das Wesen des Terrors, dem wir uns derzeit gegenübersehen? Rudolf Burger: Ich finde, man kann dem Ganzen nur noch mit einem ironischen Bewusstsein gegenübertreten. "War on Terror" - es gibt keine dümmere Formulierung. Der Terror ist kein politischer Gegner, dem wir gegenüberstehen... weiter




"Unbewusst reagiere ich beim Schreiben wohl Aggressionen ab. Meine Kinder dürfen meine Romane jedenfalls erst ab 15 lesen" Bernhard Aichner - © Foto: Irene Prugger

Interview

"In meinem Kopf läuft ein Film ab"4

"Wiener Zeitung": Herr Aichner, wir befinden uns im altehrwürdigen Innsbrucker Café Central, wo Sie oft mit Ihrem Laptop sitzen und an Ihren Büchern schreiben. Brauchen Sie diese Umgebung für Ihre Kreativität? Bernhard Aichner: Ich bin beim Schreiben gern unter Leuten; ich mag es, wenn es um mich herum wuselt und lebendig ist... weiter




"Alles auf der Welt wäre besser, wenn wir bessere Beziehungen hätten. Aber um bessere Beziehungen zu haben, bräuchten wir natürlich mehr Zeit füreinander." Verena Kast - © Foto: Markus Ladstätter

Interview

"Gefühle sind unsere Orientierung"19

"Wiener Zeitung": Beginnen wir mit Ihrem wunderbaren Satz, den Sie einmal geschrieben haben: "Wir könnten es doch alle so viel leichter miteinander haben . . ." Was haben Sie damit genau gemeint? Verena Kast: Ja, der gefällt mir auch noch immer sehr gut. Den habe ich darauf bezogen, dass wir Menschen einander immer wieder den Selbstwert... weiter




Geschichten

Profumo mit Ehefrau, nach seinem Rücktritt 1963. - © Foto: Bettman/Corbis

Die Profumo-Affäre

Seitensprung ins Aus1

  • Vor 100 Jahren wurde John Profumo in London geboren. Er war drei Jahre lang britischer Heeresminister, ist aber nur durch die Skandal-Affäre mit dem Callgirl Christine Keeler in die Geschichte eingegangen.

John Profumo wurde zum Hauptakteur und Opfer im größten Polit- und Sittenskandal der britischen Geschichte. Der konservative Heeresminister hatte auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges eine turbulente Liebesaffäre mit dem Callgirl Christine Keeler... weiter




Historische Aufnahmen der Speerwerferin Herma Bauma (1915-2003) und die Goldmedaille von den Olympischen Spielen in London 1948, die sich nun im Besitz ihrer Nichte befindet. - © Foto: Andreas Maier

Sport-Geschichte

Speerwurf durchs Jahrhundert6

  • Zum 100. Geburtstag von Herma Bauma, Österreichs einziger Leichtathletik-Olympiasiegerin (1948): Ihr Leben glich einer turbulenten Reise durch die Gefilde von Sport, Politik und Zeitgeschichte.

Am Samstag, 31. Juli 1948 schleuderte Herma Bauma ihren Speer durchs Londoner Wembley Stadion. Er beschrieb in der Luft eine Parabel, an deren Ende die olympische Rekordweite von 149 feet, 6 inches oder 45,57 Meter gemessen wurde... weiter




Hilfe kann zuweilen auch darin bestehen, schwer kranke Menschen ruhen zu lassen. - © Foto: apa/Barbara Gindl

Zivildienst

"Wir sehen uns morgen!"39

  • Die Monate als Zivildiener in einem Reha-Zentrum waren eine schöne, aber keine einfache Zeit. Die Begegnung mit einer Krebspatientin bleibt unvergessen. Wohl für die Ewigkeit.

Sie sagte "Auf Wiedersehen" zu mir. Wie immer, wenn mein Dienst zu Ende war. Sie winkte mir, ich winkte ihr. Doch wir wussten beide, dass es diesmal anders war. Wir würden uns nicht mehr sehen; dessen waren wir uns bewusst... weiter





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