Vermessungen

Wie interpretiert man das Gesicht eines indischen Rikschafahrers? - © Ullstein Bild/Image Broker/Olaf Krüger

Reisekunst

Reisen mit Geist und Verstand4

  • In Zeiten des Massentourismus ist das Bewusstsein dafür geschwunden, dass das Unterwegssein eine Kunst ist. Aber man kann aus der Vergangenheit lernen, wie man sich klug bewegt.

Das Tor zur Welt, es öffnete sich mir an einem Schalter der Österreichischen Bundesbahn. In einer grauen Wartehalle schob mir ein grauer Beamter ein graues Billett zu, und als ich es in meinen Händen hielt, war die Erde mit einem Male bunt. Ich roch italienischen Kaffee und niederländisches Gras, hörte spanischen Flamenco und die Glocken des... weiter




- © Getty Images/Gallo Images

Kulturgeschichte

Mythos Wald16

  • Über Henry David Thoreau und Ernst Jünger, zwei literarische Verfechter eines radikalen Individualismus, die sich tief in die Wälder und ihre jeweiligen Vorstellungen davon zurückzogen. Ein Vergleich.

Henry David Thoreau, dessen Geburtstag sich am 12. Juli 2017 zum zweihundertsten Male jährt, verfasste sein bekanntestes Werk, "Walden" (1854), nachdem er sich für zwei Jahre in die Einsamkeit der Wälder rund um den Waldensee in Massachusetts zurückgezogen hatte, um dort das "einfache Leben" kennenzulernen... weiter




Gastarbeiter in der DDR: Die "Madgermanes" aus Mosambik im Comic von Birgit Weihe. - © avant

Comics

Neue Bilder von alten Missständen7

  • Der lange Schatten des Kolonialismus: Drei Comics bieten bemerkenswerte Annäherungen an das Thema in zeitgemäßer Form und kritischer Tendenz.

Die kolonialen Bildwelten wuchern in den Hinterköpfen der Europäer. Man wundere sich nicht über weit verbreitete stereotype Vorstellungen von Flüchtlingen etwa aus dem afrikanischen Raum in aktuellen Diskursen. Dagegen bieten drei erfrischend-anregende Comics, die sich mit unterschiedlichen Aspekten des Kolonialismus und postkolonialen... weiter




Käthe Kollwitz (1867-1945), um 1930. - © Tita Binz/Ullsteinbild

Bildende Kunst

"Ich will wirken in dieser Zeit"6

  • Sie gab dem menschlichen Leiden eine ästhetische Form: Vor 150 Jahren, am 8. Juli 1867, wurde die Graphikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz geboren.

"Das Werk von Käthe Kollwitz ist die größte Dichtung des heutigen Deutschlands; in ihm spiegeln sich die Prüfungen und das Leid des einfachen Volkes. Diese Frau hat es in ihren Blicken und ihren mütterlichen Armen umfangen, mit zartem ernstem Mitleiden", schrieb der französische Schriftsteller Romain Rolland 1926 über die Künstlerin, in deren Werk... weiter




Zeitgenossen

- © WeidingerInterview

Interview

"Man braucht den Partner, so wie er ist"82

  • Die aus Wien stammende Psychoanalytikerin und Verhaltenstherapeutin Eva Jaeggi über die Liebe und alle ihre Facetten, ihren Zweifel an lebenslang haltenden Ehen - und über zu große Glückserwartungen.

"Wiener Zeitung": Ihr aktuelles Buch heißt "Liebe und andere Wagnisse" - was ist Liebe, Frau Jaeggi? Eva Jaeggi: Es gibt so viele Aspekte der Liebe und so viele unterschiedliche Formen Liebe zu leben - weit über den Rahmen der klassischen Zweierbeziehung hinaus. Ich finde es deshalb nicht gut, eine abstrakte Definition für die Liebe zu suchen... weiter




Wie viele Leben passen in ein Leben? - Victor Klagsbrunn sagt: "Viele". - © Farmbauer

Porträt

Floridsdorf an der Copacabana5

  • Wiener Spuren in Rio de Janeiro: Ein Besuch bei Victor Klagsbrunn, der - vermittelt über den Schriftsteller Erich Hackl - auf seine österreichischen Wurzeln aufmerksam wurde.

Der Besuch bei Victor Klagsbrunn in Copacabana beginnt mit Kaffee und Büchern - über Immi-gration, Exil und von Erich Hackl. Der österreichische Schriftsteller hat Victor und der Familie Klagsbrunn eine Erzählung in dem Band "Drei tränenlose Geschichten" (Diogenes, 2014) gewidmet. Victor Klagsbrunn hat die Bücher in dem geräumigen... weiter




"Unsere Kernbotschaft ist: Veredle dich selbst, solange, bis dein rauer Stein besser in die Welt passt." (Georg Semler) - © Nurith Wagner-Strauss

Interview

"Nicht jeder hat Anspruch darauf, alles zu erfahren"33

  • Georg Semler, Großmeister der Großloge von Österreich, über das Geheimnis der Freimaurerei.

"Wiener Zeitung": Herr Semler, derzeit wird in der Nationalbibliothek die Ausstellung "300 Jahre Freimaurerei" gezeigt. Wurde sie von der Großloge kuratiert? Georg Semler: Nein. Und ich bin froh darüber. Das soll ja keine Jubelschau sein, sondern ein realistisches und interessantes Abbild des Bundes und der Ideen, die dahinter stehen... weiter




Geschichten

Ein Bild von unterwegs: Herbert Bayers "Hafenstudie aus Palermo", 1924. - © Oö. Landesmuseum Linz

Kunstgeschichte

Künstlerische Reiselust2

  • Die beiden Künstler Herbert Bayer und Sepp Maltan unternahmen 1923 und 1924 eine lange Italienreise. Die Bilder, die sie dort malten, galten lange als verschollen. Jetzt werden sie in Linz ausgestellt.

In mehreren Büchern, die über das Werk des Künstlers Herbert Bayer (1900-1985) erschienen sind, wurde eine lange Italien- reise des damaligen Studenten am Bauhaus in Weimar erwähnt, die vom Spätsommer 1923 bis Frühling 1924 dauerte... weiter




Reisenotizen

Unter der Glasur eines Märchens

  • Asiatische Touristen, böhmisches Bier, deutscher Spargel und dunkle Hotelzimmer - Notizen von einer Reise durch Zentraleuropa.

Wisse er vielleicht, ob Herr Deim in Freistadt noch lebe? Das war meine Frage. Und ob, sagte er. Sonntags komme er oft hier zum Mittagessen vorbei. Das fand ich sonderbar. Besaß Herr Deim doch selbst das schönste Schankzimmer im gesamten Mühlviertel... weiter




Jeden Montag spielen die Musiker der Gruppierung "Samba do Trabalhador". - © Lichterbeck

Musikleben in Rio

"Lasst den Samba nicht sterben"

  • In Rio de Janeiro treffen sich zahlreiche Gruppen, um in zwangloser Form zu essen und zu trinken, und vor allem: um Musik zu machen.

Es ist ein verregneter Montagnachmittag in Rio de Janeiro. In einem Clubhaus im Mittelklasse-stadtteil Andaraí, fern von Copa-cabana und Zuckerhut, entkorkt Moacyr Luz eine Flasche Wein. Seine Hände zittern leicht... weiter





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