• vom 18.06.2017, 22:00 Uhr

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Update: 21.06.2017, 15:50 Uhr

Josef Böckl gewinnt Jubiläumsturnier "Zehn Jahre Österreich-Finale"




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Von Robert Sedlaczek

Böckl_Sieger_Jubiläumsturnier

Böckl_Sieger_Jubiläumsturnier© Franz Kienast Böckl_Sieger_Jubiläumsturnier© Franz Kienast

Die Idee "Österreich-Finale" feierte am vergangenen Freitag in Frankenmarkt ihr zehnjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass fand ein kleines, aber feines Jubiläumsturnier in Engelbert Greisingers Gasthaus Kogler statt: Teilnehmer waren die bisherigen zehn Sieger sowie Veranstalter jener sechs Cups, die nach einem festgelegten Modus ihre erfolgreichsten Spieler zum jährlichen Finale ins Casino Linz entsenden.

Sieger dieses Jackpot-Turniers wurde ein Spieler des Hausruckviertel-Cups: Josef Böckl aus Neukirchen an der Vöckla. Er hatte 2012 die österreichische Tarockmeisterschaft für sich entschieden. Seit vergangenem Samstag kann er sich als "Sieger über die anderen neun Österreich-Sieger" bezeichnen.

Außerdem wurde eine von Franz Kienast verfasste Broschüre "10 Jahre Tarock-Österreich-Finale. 2008-2017. Königrufen auf höchster Stufe" vorgestellt. Sie enthält auf hundert Seiten und in vierfärbigem Druck eine ausführliche Entstehungsgeschichte der Initiative Österreich-Finale, die Ergebnisse aller zehn Turniere samt Siegerfotos, Medaillenspiegel und Berichte über die Finalveranstaltungen.

Interessant ist auch eine von Franz Kienast erstellte Zehn-Jahreswertung nach Punkten. Sie wird von Josef Mülleder aus Bad Leonfelden angeführt, gefolgt von Manfred Doppler aus Ampflwang im Hausruck und Josef Böckl. Die besten Wiener sind Christian Rieseneder als Sechster und Ingrid Müller als Achte.

Wie in Helfenberg alles begann

Die Königrufen-Turniere mit Jahreswertung wurden von Peter Haudum begründet, dessen Gasthof in Helfenberg inzwischen eine Pilgerstätte für Königrufer aus ganz Österreich geworden ist. Der rührige Gastronom  entwickelte 1995 den Raiffeisen-Tarockcup - mit fixen Spielregeln, auf deren Einhaltung Karl Haas sen. ein Auge hat, und einer EDV-Auswertung der Ergebnisse, für die Karl Haas jun. verantwortlich zeichnet.

Im Jahr 1997 gründeten Johann Fischer, Franz Emeder und Engelbert Greisinger den Hausruckviertler Tarockcup. Greisinger lädt seither jedes Jahr zum Finale in seinen Gasthof in Frankenmarkt. Franz Emeder kümmert sich um die Finanzen, Franz Kienast um die EDV-Auswertung. An dieser Turnierserie nehmen auch zahlreiche Spieler aus Salzburg teil. Auch der 42 Kilometer lange Tarock-Radweg durch den Attergau, initiiert von Ehrenobmann Hans Fischer, führt an Greisingers Gasthof Kogler vorbei.

Mit Unterstützung der Helfenberger gründeten Robert Sedlaczek und Wolfgang Mayr 2003 den Wiener Tarockcup. Sie verwendeten das EDV-Auswertungssystem von Karl Haas jun., gespielt wurde allerdings nicht nach den oberösterreichischen Regeln, sondern nach einem Lizitationssystem, das in Wien üblich ist.

Diese drei Cups waren die Begründer der Idee "Österreich-Finale". Sie organisierten 2008 gemeinsam ein Finale im Casino Linz, erster österreichischer Tarockmeister im Königrufen wurde Manfred Huemer aus Bad Leonfelden.

Wenig später begründete Markus Mair den Tiroler Cup und schloss sich bereits 2009 der Initiative an. Im Jahr 2014 kamen die Steirer dazu und das sechste Mitglied ist seit heuer der Sauwald-Cup.

Der Erfolg der Initiative spiegelt sich auch in den Teilnehmerzahlen am Österreich-Finale wider. Während beim ersten Turnier 184 Tarockierer ins Casino Linz kamen, haben sich heuer nicht weniger als 260 Teilnehmer für das Spiel mit Sküs, Mond und Pagat registriert.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-06-18 22:35:20
Letzte nderung am 2017-06-21 15:50:05



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