• vom 20.09.2016, 16:26 Uhr

Stadt & Land


Lebensqualität

Wie Lebensqualität gesichert werden kann




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Von Peter Biwald

  • Gastbeitrag: Wie kann im Spannungsfeld von Macht und Machbarkeit die Lebensqualität gesichert werden? Viele Fragen können allein auf Gemeindeebene nicht mehr gelöst werden.


© Florian Rinnhofer © Florian Rinnhofer

Die Daseinsvorsorge stellt die Grundversorgung der Menschen mit lebenswichtigen Gütern und Dienstleistungen bereit. Auf Gemeindeebene ist die Daseinsvorsorge mehr als nur Abwasserentsorgung, Wasserversorgung und Müllabfuhr. In zahlreichen Lebensbereichen wie Bildung, Kultur, Freizeit, Soziales und Gesundheit nehmen die Gemeinden eine wichtige Rolle ein. Konkret sind die Gemeinden beispielsweise im Bildungsbereich für die Kinderbetreuung (nunmehr elementare Bildung genannt), die Pflichtschulen (Bereitstellung von Schulgebäuden) sowie Musikschulen verantwortlich.

Im Freizeitbereich werden Frei- und Hallenbäder, Sporthallen, Eislaufplätze sowie Grün- und Erholungsflächen betrieben. Diese Liste ließe sich noch mit den anderen Bereichen fortsetzen. Faktum ist jedenfalls, dass die Gemeinden der zentrale Gewährleister und Organisator für das Zusammenleben vor Ort sind.

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Die Anforderungen steigen. Eltern wünschen sich etwa im Bildungsbereich mehr Kleinkindbetreuung mit längeren Öffnungszeiten, mehr Nachmittagsbetreuung in Schulen und vieles mehr. Die Gemeinden müssen diese Wünsche abdecken - bei weiterhin beschränkten finanziellen Ressourcen. Die Angebote wollen regional abgestimmt sein, effizient erbracht und auch nachhaltig finanziert werden. Wie soll dies zu bewältigen sein?

Auf Gemeindeebene
nicht mehr zu lösen



Die kommunale Praxis sieht so aus: Eine Region wie das Marchfeld oder der Seewinkel benötigen im Freizeitbereich ein Hallenbad für das Schulschwimmen, den Freizeit- sowie den Vereinssport. Lebensqualität ist gefragt. Das Bad wird in der Regel nicht nur von den Bürgerinnen und Bürgern der Standortgemeinde, sondern auch von den umliegenden Gemeinden (bis zu 50 Kilometer Entfernung) genutzt.

Derzeit wird der Betriebsabgang von 300.000 bis 500.000 Euro pro Jahr von der Standortgemeinde (die Stadtgemeinde Gänserndorf, Neusiedl am See) finanziert. Künftig sollte jedoch gemeinsam finanziert werden. Damit jede Bürgerin und jeder Bürger mehr Lebensqualität nützen kann, müssen Geld und Kräfte gebündelt werden. Das ist auch in anderen Bereichen sinnvoll, wie etwa den Musikschulen, Veranstaltungssälen, Sporthallen und vielem mehr.

Wie kann jedoch auch künftig in den peripheren Regionen Bildung, Freizeit und Kultur in ausreichender Infrastruktur geboten werden? Diese Frage kann auf Gemeindeebene nicht mehr gelöst werden. Die Strukturen von Stadt und Land sind sich mit ihren zentralen und peripheren Gemeinden sehr ähnlich. Es gilt, sich künftig besser abzustimmen und besser zu kooperieren.

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Dokument erstellt am 2016-09-20 16:29:08



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