• vom 16.05.2017, 15:59 Uhr

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Update: 16.05.2017, 17:55 Uhr

Klimawandel

Österreich trifft die Erwärmung stark




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  • Wenn Gemeinden Strategien erarbeiten, bekommen sie eine Förderung.

Österreich ist aufgrund seiner geografischen Lage und Topografie von der Klimaerwärmung besonders betroffen. Hier im Bild: Ein Mann im überfluteten Gatineau, Quebec, Kanada.

Österreich ist aufgrund seiner geografischen Lage und Topografie von der Klimaerwärmung besonders betroffen. Hier im Bild: Ein Mann im überfluteten Gatineau, Quebec, Kanada.© APAweb/AP, Justin Tang Österreich ist aufgrund seiner geografischen Lage und Topografie von der Klimaerwärmung besonders betroffen. Hier im Bild: Ein Mann im überfluteten Gatineau, Quebec, Kanada.© APAweb/AP, Justin Tang

Wien. (sir) Im Vorjahr haben eine einzige Frostnacht sowie Schneefall Ende April in einigen Regionen des Landes so gut wie die gesamte Ernte vernichtet. Und auch heuer hat Spätfrost den Obst- und Weinbauern im Osten Österreichs zugesetzt. So gravierende Schäden wie 2016 dürften diesmal aber ausbleiben.

Doch das, sagt Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, sei nur Vorgeschmack dessen, worauf sich die Menschen in Zukunft einstellen müssten. "In den Gemeinden wird es am meisten spürbar sein", sagt Höbarth. Teilweise ist das auch bereits der Fall.


Österreich ist aufgrund seiner geografischen Lage und Topografie von der Klimaerwärmung besonders betroffen. So beträgt der globale Anstieg der Temperatur seit 1880 in etwa ein Grad Celsius, in Österreich sind es allerdings zwei Grad. Es gibt eine Reihe von Faktoren, die dafür verantwortlich sind, etwa der Rückgang der Schneebedeckung, der zufolge hat, dass die Sonne in geringerem Ausmaß reflektiert wird. Die Auswirkungen sind umfassend. Sie betreffen Naturereignisse wie starken Niederschlag, Hitze, Hochwasser, Vermurungen. Im Tourismusland Österreich sind langfristig aber auch wirtschaftliche Folgen zu erwarten.

Hoher Schaden
Laut Berechnungen entstehe bereits jetzt ein jährlicher, durch den Klimawandel verursachter volkswirtschaftlicher Schaden von einer Milliarde Euro, sagt Höbarth, bis 2050 könnten es mehr als acht Milliarden sein, wobei dies noch eine konservative Schätzung sei.

Der Klima- und Energiefonds hat nun mit dem Umweltministerium ein Förderprogramm entwickelt - das erste in der EU - das Gemeinden bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen soll. In einer ersten Phase wurden 23 Modellregionen definiert, die Konzepte erstellen und für Bewusstseinsbildung sorgen sollen. Das Ministerium stellt dafür 800.000 Euro bereit, Gemeinden, die sich beteiligen, tragen ein Viertel der Kosten. In der zweiten Phase, wenn es an die Umsetzung geht, werden bis zu zwei Millionen ausgeschüttet.

Eine dieser Regionen ist der Pongau in Salzburg, in dem der Wintersport wirtschaftlich von großer Bedeutung ist. Doch gerade für Skigebiete in Mittellagen, wie es sie im Pongau gibt, stellt der Klimawandel eine immense Herausforderung dar.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-05-16 16:03:03
Letzte nderung am 2017-05-16 17:55:50



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