• vom 27.06.2017, 17:25 Uhr

Stadt & Land


Landwirtschaft

Hitze und Dürre werden zur Bedrohung




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  • Landwirtschaft drohen Ernteausfälle, wenn sich die Wetterlage nicht bald ändert.

Wien. Erst der Spätfrost im April, der heuer nicht ganz so massive Schäden hinterlassen hat wie im Vorjahr, nun die Dürre. Die wenigen Wärmegewitter in den vergangenen Tagen sind für die Landwirte kaum von Bedeutung. Sollte es nicht bald ein paar Tage ergiebig regnen, wonach es derzeit allerdings nicht aussieht, drohen signifikante Ernteverluste. Auch auch der Schädlingsbefall kann sich dadurch verstärken.

Sowohl in der Land- als auch in der Forstwirtschaft sei die Trockenheit das größere Problem als die hohen Temperaturen, sagt Hans-Peter Kaul vom Department für Nutzpflanzenwissenschaften der Universität für Bodenkultur Wien). Wichtige Getreidearten wie Weizen und Gerste können damit schlecht umgehen, ebenso Zuckerrüben. Teilweise versuchen sich die Landwirte, mit Bewässerung zu helfen. Was bis vor zehn Jahren systematisch nur bei Gemüse der Fall war. Bei Getreide war es bisher finanziell unattraktiv. "Mittlerweile werden im Marchfeld Weizen und Sojabohnen bewässert", sagt Kaul. Wo nicht bewässert wird, drohen Ernteausfälle.

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Die Hitze war bis vor kurzem gar kein Thema in der Landwirtschaft und wurde auch in der Forschung kaum berücksichtigt, da im gemäßigten Klima keine problematischen Temperaturen auftraten. Weizen etwa könne Temperaturen bis zu 32 Grad Celsius locker wegstecken, erklärt Kaul. Anders ist dies, wenn es mehrere Tage über 35 Grad hat, dann sei dies für die heimischen Getreidearten kritisch. Und zwar selbst wenn für die Pflanzen genügend Wasser zur Verfügung stünde.

Kurzzeitiger Niederschlag wie am vergangenen Wochenende bringt den Ackerpflanzen wenig. "Ideal wäre jetzt eine Westwetterlage mit zwei bis drei Tage lang immer wieder ordentlichen Schauern", so Kaul.

Bäume wachsen langsamer
Auch die Bäume leiden unter der Trockenheit. Und immerhin sind 30 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich Forstbetriebe. Vor allem im Nordosten des Landes, also im Wald- und Weinviertel (NÖ) sowie in Teilen des Mühlviertels (OÖ), sei es schon seit mehreren Monaten zu trocken. Die Bäume können deshalb kaum mehr Feuchtigkeit aus Tiefenwasser in ihre Kronen holen, müssen ihre Photosyntheseleistung drosseln, produzieren weniger Sauerstoff und ihr Wachstum wird gehemmt. Durch den lange anhaltenden Dürrestress sind sie anfälliger für Schädlinge, wie zum Beispiel Borkenkäfer.




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Dokument erstellt am 2017-06-27 17:30:07



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