• vom 26.07.2017, 17:46 Uhr

Stadt & Land


Städtebund

Süß-säuerliche Reaktion




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  • Städtebund mit Masterplan für den ländlichen Raum grundsätzlich zufrieden.

Korneuburg. (sir) Jedes Jahr wandern etwa 5000 Menschen aus dem ländlichen Raum in die urbanen Zentren ab, die meisten nach Wien. Dieser Entwicklung soll ein Masterplan für den ländlichen Raum entgegenwirken, der schon 2013 ins Regierungsprogramm geschrieben, jedoch erst seit dem Vorjahr erarbeitet wurde. Am Dienstag wurde das Strategiepapier in Korneuburg nun offiziell vor etwa 1500 geladenen Gästen präsentiert, viele von ihnen hatten in Workshops dazu beigetragen, insgesamt mehr als 200 Handlungsoptionen in 20 thematischen Bereichen zu beschließen.

Die Präsentation selbst war dann doch weit mehr ÖVP-Wahlkampf, als bei einer Veranstaltung eines Ministeriums eigentlich zu erwarten gewesen wäre. Der geplante Schlussredner, ÖVP-Chef Sebastian Kurz, musste jedoch krankheitsbedingt absagen, er wurde von Vizekanzler Wolfgang Brandstetter vertreten. "Wenn ich in den Saal schaue, bin ich sicher, den künftigen Bundeskanzler zu vertreten", sagte Brandstetter.

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Hoffnung auf ein Miteinander
Die Umsetzung des Masterplans wird eine Angelegenheit der kommenden Regierung, doch nicht nur vor dieser. Die Kommunalpolitik wird dabei genauso gefordert sein wie es der Nationalrat, die Landtage, Gemeinderäte und auch Unternehmen sein werden. Gleich welche Regierungskonstellation der Oktober bringen sollte, wird es daher für die Konkretisierung und Realisierung der Ideen eine Art nationalen Schulterschluss benötigen. Zudem sind die Problemstellungen überaus komplex und nicht einfach zu lösen.

Der (mehrheitlich rote) Städtebund hat jedenfalls mit etwas säuerlichem Unterton eine grundsätzlich positive Reaktion auf den Masterplan verfasst. In dieser verweist der Städtebund, dass seine knapp 250 Mitglieder "mehrheitlich im sogenannten ländlichen Raum gelegen sind". Dass die Stellungnahme des Städtebundes aber eben dennoch positiv ausfiel, ließ wiederum die "Initiative Wirtschaftsstandort OÖ", der Wirtschaftskammer-Chef Christoph Leitl vorsteht, die "Hoffnung auf eine realistische Umsetzung" äußern. Es ist die Hoffnung, dass es bei SPÖ und ÖVP doch ein Miteinander gibt.




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Dokument erstellt am 2017-07-26 17:51:07



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