• vom 12.09.2017, 17:42 Uhr

Stadt & Land


Gemeindewettbewerb

Ein Wettbewerb fördert mehr Sicherheit und die Lebensqualität




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Von Gisela Paul

  • Die "Wiener Zeitung" sucht und prämiert die sichersten Gemeinden.

Auch beim Spielen zählt Sicherheit: Kommunale Einrichtungen für Kinder bedürfen, wie auch alle anderen Infrastruktureinrichtungen, eines besonderen Augenmerks der Verantwortlichen. - © Fotolia

Auch beim Spielen zählt Sicherheit: Kommunale Einrichtungen für Kinder bedürfen, wie auch alle anderen Infrastruktureinrichtungen, eines besonderen Augenmerks der Verantwortlichen. © Fotolia



Wien. Die 2100 Gemeinden Österreichs kämpfen um ihre Einwohner. Sicherheit ist ein wesentliches Entscheidungskriterium bei der Wahl des Heimatortes. Die "Wiener Zeitung" startet nun den Wettbewerb "Infrastruktur-Sicherheit in Gemeinden". Nach gemeinsam mit dem TÜV Austria erarbeiteten Kriterien werden erfolgreiche Kommunen prämiert.

Die Lage, Grundstücks- und Immobilienpreise wie auch das Image einer Gemeinde sind wichtige Entscheidungskriterien, die in Österreich Menschen zur Ansiedelung an einem bestimmten Ort bewegen. Gleichzeitig steigen die Ansprüche an die Lebensqualität. Die Sicherheit spielt dabei eine wesentliche Rolle. Gemeint ist hier nicht der Schutz vor Kriminalität, sondern die Sicherheit auf Straßen, im Ort, in der kommunalen Infrastruktur, am Spielplatz, auf der Straße, wie auch die Leistung der Verwaltung.


Die Aufgaben und Pflichten von Gemeinden sind umfangreich, in vielen Fällen geht es um Haftungen des Bürgermeisters, der für fast alle Aktionen im Ort geradestehen muss. Gesetzliche Grundlage dafür sind die Bundesverfassung und die jeweiligen Gemeindeordnungen. Zu den Aufgaben zählen unter anderen die Verwaltung der Gemeindefinanzen, der Brandschutz, das Rettungswesen, der Straßenbau wie auch die Erhaltung der Gemeindestraßen, die Schulerhaltung, die Raumplanung, die Polizei wie auch die Baupolizei.

Mit dem Wettbewerb sollen nun jene Gemeinden in Österreich vor den Vorhang geholt werden, die in puncto Infrastruktursicherheit vorbildlich agieren. Mit dieser Initiative sollen auch andere Orte Inspirationen erhalten.

Wenige wissen es, aber der Bürgermeister haftet in vielen Dingen in seiner Gemeinde. Als oberster Bauherr seiner Kommune ist er zuständig für das Wohl und die Gesundheit der Bewohner - dies kann von der Wartung und der Pflege eines Wanderweges bis zur geprüften Wasserqualität in der Volksschule reichen.

Preise in drei Kategorien
Der Wettbewerb ist in drei Kategorien unterteilt: Grundversorgung, Gebäude und Verwaltungsprozesse.

Am 18. Jänner 2018 findet im Rahmen einer Gala im Marmorsaal des Belvedere in Wien die Preisverleihung statt. Die Siegergemeinde erhält ein Siegel zur Eigenwerbung sowie ein Siegerporträt in der Print- und Online-Ausgabe der "Wiener Zeitung".

Der Gemeindebund unterstützt den Wettbewerb. Alfred Riedl, Gemeindebund-Präsident, ist überzeugt: "Jede Bürgermeisterin und jeder Bürgermeister haftet für viele Bereiche in der Gemeinde. Sicherheit wird daher auch im kommunalen Umfeld immer wichtiger, sei es bei der IT-Infrastruktur, der Straßen- oder Gebäudeerhaltung oder auch bei Freizeitanlagen. Die Gemeinden sind die wichtigsten Trägerinnen jener Infrastruktur, die die Menschen jeden Tag brauchen. Wir sollten uns daher gut überlegen, wie wir diese Einrichtungen optimal schützen."

Michael Häupl, derzeitiger Präsident des Städtebundes und Bürgermeister von Wien, meint zum Wettbewerb: "Der Städtebund unterstützt die Aktion der ,Wiener Zeitung‘. Es ist eine hervorragende Idee, Best-Practice-Beispiele vor den Vorhang zu holen, um aufzuzeigen, wie sich Städte vor Infrastruktur-Ausfällen absichern können Wir ermutigen unsere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen."




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Dokument erstellt am 2017-09-12 17:49:11



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