• vom 24.10.2017, 16:31 Uhr

Stadt & Land

Update: 24.10.2017, 16:53 Uhr

Sicherste Gemeinde Österreichs

Bewusster, nachhaltiger und besser




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Von Gisela Paul

  • Der Countdown für den Wettbewerb der "Wiener Zeitung" zur Suche nach der sichersten Gemeinde ist voll angelaufen. Kommunale Lösungen bei Hygiene, Klima, Mobilität und Brandschutz gewinnen immer mehr an Bedeutung.



In Oslo wurde eine innovative Idee als Pilotprojekt gestartet: Mit Hilfe von Moos wird die Luftqualität nachhaltig verbessert.

In Oslo wurde eine innovative Idee als Pilotprojekt gestartet: Mit Hilfe von Moos wird die Luftqualität nachhaltig verbessert.© Oslophototour/Green City Solutions In Oslo wurde eine innovative Idee als Pilotprojekt gestartet: Mit Hilfe von Moos wird die Luftqualität nachhaltig verbessert.© Oslophototour/Green City Solutions

Wien. Erst in den vergangenen Jahren tauchte ein altes Problem in ganz neuer Form wieder auf: die bedrohte Trinkwasserqualität. Legionellen, Keime und Bakterien entstehen jedoch nicht nur in öffentlichen Schwimmbädern, sondern sie zählen zu hygienischen Herausforderungen, die Gemeinden ganz allgemein meistern müssen.

Maria Patek, Sektionschefin Wasserwirtschaft im Lebensministerium, meint dazu: "In Österreich wird bestes Trinkwasser von den Wasserversorgern angeliefert. Den meisten Menschen sind jedoch Faktoren, durch die Trinkwasser im Gebäude verderben kann, und auch die Maßnahmen zum Erhalt der Trinkwasserqualität nicht bewusst."


Auch Martin Exner, Trinkwasser-, Hygiene- und Legionellenexperte an der Universität Bonn, warnt: "Wir wissen heute, dass sich in der Trinkwasser-Installation von Gebäuden Bakterien vermehren können, zu denen Legionellen und andere Krankheitserreger gehören. Diese Bakterien können bei abwehrgeschwächten Personen zu schweren Erkrankungen führen. Daher ist die Trinkwasserhygiene in Gebäuden heute eines der wichtigen Themen in der Hygiene und Risikoregulierung."

Eine aktuelle Studie des Forum Wasserhygiene liefert erschreckende Ergebnisse: Über zwei Drittel der Österreicher kümmern sich nicht um die Wartung ihrer Trinkwasserinstallation. Wenngleich das Problembewusstsein für Trinkwasserhygiene in der Bevölkerung noch nicht sehr hoch ist, befassen sich Experten mit diesem Thema und praktikablen technischen Lösungen.

Mehr als Umweltschutz
Galten bisher vor allem CO2-Ausstoß, Verkehr, Mülltrennung und Natur als Themen des Umweltschutzes, erweiterte sich die Palette vom Klimaschutz bis zum Brandschutz, der Luftqualität und der Energieversorgung. Gemeinden versuchen hier beispielsweise im Rahmen der klimaaktiv-Initiative, eine Vorbildrolle einzunehmen. Eine Klimaschutzgemeinde kann durch ihr Engagement ihr Ansehen steigern. Gesucht werden nachhaltige, aber zugleich leistbare Lösungen, die allen Bewohnern zu Gute kommen. Das Bedürfnis nach Sicherheit steht dabei im Zentrum - bezogen auf die Luftqualität ebenso wie auf einen umfassenden Brandschutz. Auch hier gibt es innovative Entwicklungen.

Einige Gemeinden lassen ihr Gebäude bereits von professionellen Firmen überprüfen und nicht mehr nur dem Gemeindebediensteten einen Rundgang machen. Bricht ein Brand aus und der Fluchtweg war verstellt, haftet die Gemeinde, und die Versicherung wird sich weigern, zu bezahlen.

Das Interesse nach zukunftsfähigen Lösungen ist bei den Kommunen groß. Das zeigte der Andrang bei der "Europäischen Mobilitätswoche". Mit dabei waren 500 Städte und Gemeinden aus Österreich sowie 2400 Städte europaweit.

Im Zentrum stand die saubere, gemeinsam nutzbare und intelligente Mobilität - und das gemeindeübergreifend. Die EU-Kommission will den klimafreundlichen Verkehr forcieren - Kommunen sind dabei gefordert, attraktive Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. EU-Kommissar Johannes Hahn erläuterte: "Das öffentliche Bewusstsein für umweltfreundliche Mobilitätsangebote und Technologien muss in Europa gestärkt werden, denn es geht vor allem um die Gesundheit der Menschen und um eine nachhaltige und klimagerechte Verkehrsgestaltung." Um die Luft zu verbessern, gibt es ebenso zahlreiche Ideen, die zur Zeit weltweit getestet werden. Bei einigen Wohnbauten gibt es zum Beispiel mittlerweile sogenannte hängende Gärten oder auch Projekte mit Moos, die die Luft nachweislich verbessern.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-10-24 16:35:18
Letzte ńnderung am 2017-10-24 16:53:06



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