• vom 27.09.2016, 15:52 Uhr

Stadt & Land

Update: 03.10.2016, 15:23 Uhr

Woher kommt der Ortsname?

Von römischen Quellen und Weinreben




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    Es ist eine Frage der Betonung, ob es sich bei Edelstal um einen gefühlten Tippfehler handelt oder eine kleine Gemeinde im nördlichen Burgenland: Edelstal. Den Römern und ihren Quellen verdanken die Edelstaler eine nicht versiegende Quelle an Einnahmen.

    Die Gemeinde ist zwar möglicherweise nicht jedem Österreicher ein Begriff, jedoch kennen fast alle ein Produkt, das in dieser Gemeinde seinen Ursprung findet - im wahrsten Sinne des Wortes.

    Information

    In Kooperation mit Kommunalnet.at

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    Funde, wie die Reste einer
    römischen Villa oder Teile
    eines awarischen Friedhofes beweisen, dass das Gebiet um Edelstal bereits seit vielen Jahrhunderten ein beliebtes Siedlungsgebiet ist. Erstmalig urkundlich erwähnt wurde Edelstal als "Utestal" im Testament des Reichsgrafen Konrad von Schaunberg im Jahr 1353.

    Gegründet wurde der Ort Edelstal/Utestal um die Mitte des 11. Jahrhunderts. Dies bekräftigt ein gerade erst entdecktes Zehentregister der Pfarre Hainburg aus dem Jahr 1377.

    Seit der erstmaligen Erwähnung wurde der Ortsname auf unterschiedliche Weisen geschrieben. Denn knappe zweihundert Jahre später wurde in den Aufzeichnungen der Pfarre Hainburg die Gemeinde als "Edtlasthall" erwähnt. Weitere Bezeichnungen der heutigen Gemeinde Edelstal waren "Yedestaal" (1565), "Ötlestal" (1618), "Udolsthal" (1675) und während der Zugehörigkeit zu Ungarn bis zum Jahr 1921 "Nemesvölgy".

    Neben der Landwirtschaft ist der Weinanbau eine wichtige Einkommensquelle der Bürger von Edelstal, und das war es offenbar auch schon im 14. Jahrhundert, wie aus dem Testament des Reichsgrafen Schaunberg hervorgeht.

    Auch auf dem ersten Gemeindesiegel aus dem Jahr 1709 sind zwei Weinstöcke und ein Rebmesser zu sehen. Heutzutage verdienen die Bewohner von Edelstal neben dem Weinbau auch mit der Vermarktung des Heilwassers durch die Firma Römerquelle, ihren Lebensunterhalt. Dieses besondere Quellwasser sprudelt seit Jahrtausenden südlich des Dorfes aus der Erde.

    Das spiegelt sich auch im Gemeindewappen wider, das eine blaue Fontäne zeigt, darüber Weintrauben sowie Getreide. Denn auch der Getreideanbau war in dieser Region von hoher geschichtlicher Relevanz.




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    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2016-09-27 15:56:05
    Letzte nderung am 2016-10-03 15:23:25



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