• vom 02.11.2016, 09:00 Uhr

Stadt & Land


Woher kommt der Ortsname?

Der See, der verschwand




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    © Gemeinde Rudersdorf © Gemeinde Rudersdorf

    Zwischen Rudersdorf und Fürstenfeld liegen lediglich drei Kilometer sowie die Lafnitz, der Grenzfluss zwischen der Steiermark und dem Burgenland. Im Mittelalter war hier auch noch ein See, an dessen Ufer ein Jagdschloss stand. Zu diesem mussten die Fürsten hinüberrudern, so heißt es, weshalb die Siedlung eben Rudersdorf genannt wurde. Dies ist aber nur eine von zwei Theorien, woher die Ortschaft im Burgenland ihren Namen hat.

    Eine andere These geht vom Namen Ruodolf und der alten Namensform Ruodolvesdorf aus - das "Dorf des Rudolf". Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Gemeinde schon im Jahr 1391 unter der magyarischen Bezeichnung "Radofalva". Davor, bis ungefähr 1380, gehörte sie zur Burg Güssing, der ältesten Burg des Burgenlandes, die auch nach wie vor genutzt wird.


    Im 15. Jahrhundert begann dann die lange Herrschaft des ungarischen Adelsgeschlechts Batthyány. Über eine eigene Stiftung ist dieses übrigens nach wie vor im Besitz der Burg Güssing.

    Bei einem Hochwasser 1641 veränderte die Lafnitz ihren Lauf derart, dass ertragreiche Gründe auf steirischer Seite an Ungarn verlorengingen. Jahrzehntelang wurde über diese Gründe gestritten, bis Anfang des 18. Jahrhunderts Grenzsteine aufgestellt wurden, von denen auch heute noch einige existieren.




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    Dokument erstellt am 2016-10-31 15:59:05



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