• vom 17.01.2017, 13:32 Uhr

Stadt & Land

Update: 17.01.2017, 16:51 Uhr

Woher kommt der Ortsname?

Wo die Armen früher Fleisch essen konnten




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    Der niederösterreichische Ort Fleischessen in der Gemeinde Kilb in Niederösterreich ist eine beschauliche, mehrere hundert Jahre alte Siedlung, umgeben von Wiesen und Wäldern.

    Wie und wann der Ort entstanden ist, lässt sich heute nicht mehr genau zurückverfolgen, erste geschichtliche Erwähnungen findet der Ort allerdings im Mittelalter, wie aus der Geschichte der Pfarre Kilb hervorgeht. Damals stand auf dem heutigen Ortsgebiet von Fleischessen ein zu Kilb gehöriger Schwaighof, auf dem der Knappe Heinrich wohnte. Als dieser von seinem Herrn zum Ritter geschlagen wurde, gab er aus dem feierlichen Anlass ein Fest, bei dem er die Armen zum "Fleischessen" einlud. Fortan veranstaltete er jedes Jahr ein Fleischessen für die Bedürftigen.


    Während über den weiteren Verlauf der Ortsgeschichte nichts bekannt ist, findet der Name 1284 in einer Urkunde eine neuerliche Erwähnung: Friedrich und Heinrich von Flaicezzen werden darin als Zeugen genannt. Der Grundstein für den Ortsnamen war mit "Flaicezzen" also gelegt. Mehrere Jahrhunderte, zahlreiche Besitzwechsel und unzählige Lautverschiebungen später, hat sich schließlich der heutige Name "Fleischessen" eingebürgert.




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2017-01-17 13:35:12
    Letzte nderung am 2017-01-17 16:51:09



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