39.068 Euro - so viel konnten die Einwohner des ersten Wiener Bezirks im Vorjahr für Konsumausgaben locker machen. Wenige Kilometer weiter westlich werden weitaus kleinere Brötchen gebacken: Während die Wiener City der kaufkraftstärkste Bezirk Österreichs ist, bleiben Einwohnern des 15. Wiener Bezirks weniger als 15.000 Euro für Konsumzwecke übrig - weniger als in jedem anderen Bezirk des Landes.
Trotz dieser Ungleichgewichtung haben die Konsumenten im Wiener Raum die meisten Mittel für Konsumausgaben zur Verfügung: Die Bezirke Innere Stadt (1.), Hietzing (13.), Döbling (19.) und Josefstadt (8.) stellen österreichweit die kaufkräftigsten Bezirke dar, Einwohner verfügen hier im Durchschnitt über 20.000 bis 30.000 Euro pro Jahr. Lediglich der an Wien angrenzende niederösterreichische Bezirk Mödling kann als viertstärkster Bezirk die Wiener Phalanx brechen.

Doch auch in den anderen Bundesländern sind es die städtischen Ballungsräume, die für eine kaufkräftige Konsumentenschaft garantieren. Linz, Salzburg, Graz und Innsbruck beherbergen in den einzelnen Bundesländern die jeweils kaufkräftigsten Einwohner, mit Ausnahme von St. Pölten, Bregenz und Klagenfurt beläuft sich die Kaufkraft auch in den Landeshauptstädten auf über 20.000 Euro pro Einwohner. 
Am unteren Ende der Skala finden sich das Burgenland und Kärnten. Insgesamt schrumpfen die Unterschiede zwischen den Bundesländern jedoch, wie RegioData betont. Gerade die schwächeren Regionen konnten im Jahr 2010 stärker als der Österreichdurchschnitt zulegen. Folglich dürfte es nicht verwundern, wenn in den kommenden Jahren auch die kaufkraftschwächsten Bezirke, Rudolfsheim-Fünfhaus in Wien, Feldbach, Lienz und Zwettl wieder Anschluss an den Durchschnitt finden.