• vom 17.05.2012, 15:08 Uhr

Geschäft

Update: 18.05.2012, 12:19 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (5)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Damit das Fest gelingt: Im Hochzeitsmonat Mai sind wieder Organisationstalente gefragt

Hochsaison für Wedding Planner


Von Sophia Freynschlag

  • Beim Heiraten paart sich
  • Tradition mit Exklusivität.

Brautpaare möchten ihren Hochzeitsgästen abseits vom Standardprogramm etwas bieten - Wedding Planner helfen dabei.

Brautpaare möchten ihren Hochzeitsgästen abseits vom Standardprogramm etwas bieten - Wedding Planner helfen dabei.© Ruth Black - Fotolia Brautpaare möchten ihren Hochzeitsgästen abseits vom Standardprogramm etwas bieten - Wedding Planner helfen dabei.© Ruth Black - Fotolia

Wien. Der Mai ist ein beliebter Monat zum Heiraten - dementsprechend viel zu tun haben Wedding Planner derzeit. Professionelle Hochzeitsplanung hat sich in den letzten Jahren auch in Österreich etabliert. "Viele Brautpaare möchten ihren Gästen etwas bieten - zusätzlich zum Standardprogramm Kirche, Essen und Tanzen", sagt Angela Lindner, die den Wifi-Lehrgang "Wedding Planner" leitet.

Werbung

Rund 15 Kurse mit bis zu 14 Teilnehmern hat Lindner bisher österreichweit abgehalten. "Viele Teilnehmer haben eine rosarote Brille auf, wenn sie in den Kurs kommen. Sie stellen sich die Arbeit wie im Film Wedding Planner‘ mit Jennifer Lopez vor. In dem Beruf ist aber beinhartes Verhandeln gefragt", sagt Lindner, die mit ihrem Unternehmen Wedding Angel rund 20 Hochzeiten pro Jahr plant.

Ein bis zwei Teilnehmer pro Kurs machen sich als ausgebildete Wedding Planner selbständig - eine davon ist Monika Maxa, die im Februar 2011 ihr Unternehmen Green Wedding gegründet hat. "Umweltfreundliche Hochzeiten bedeuten nicht, dass man im Grünen oder im Jutesack heiratet", stellt Maxa klar. Die ehemalige PR-Assistentin im Umweltministerium organisiert Bio-Catering, Fairtrade-Blumen und einen Bus für die Hochzeitsgäste, um den Transport möglichst ökologisch zu machen.

Seit Anfang Mai bietet Birgit Aigner-Brunhofer Hochzeitsplanung unter dem Namen "Most Special Wedding" an - nebenberuflich, "weil es am Land noch nicht üblich ist, einen Wedding Planner zu buchen", sagt die Mostviertlerin. Aigner-Brunhofer hat durch ihren Hauptberuf als Standesbeamtin ihre Begeisterung fürs Hochzeitsplanen entdeckt. "Ich will bei den Hochzeiten Exklusivität und Tradition verbinden und regional im westlichen Niederösterreich und östlichen Oberösterreich tätig sein", sagt die 37-Jährige. Seit dieser Woche ist ihre Firma mit einer Seite auf Facebook präsent, eine eigene Webseite soll bald folgen.

Themenhochzeit ist Trend
Im Wifi-Lehrgang wird den Teilnehmer nicht nur Wissen rund ums Heiraten vermittelt - etwa Kleidung, Ehevertrag oder Traditionen in unterschiedlichen Kulturkreisen. Auch Recht, Unternehmensgründung und Kommunikation stehen auf dem Lehrplan. Ebenso ein Besuch in einer Konditorei, um den Weg einer Hochzeitstorte zu verfolgen. Denn Wedding Planner backen weder die Torte, noch machen sie den Blumenschmuck selbst, sondern sie arbeiten mit ihren Netzwerkpartnern zusammen - vom Floristen bis zum Caterer. Wenn gewünscht, begleitet der Wedding Planner auch die Braut beim Aussuchen des Kleides und ist beim Probe-Essen dabei. Die Arbeitszeiten seien familienfeindlich - denn geheiratet wird meistens am Freitag oder Samstag.

Der Aufwand pro Brautpaar schwankt stark: "Das geht von einer Beratungsstunde bis zu 100 bis 200 Arbeitsstunden für eine große Hochzeit", erzählt Lindner, die selbst gerade eine große Hochzeit in Hamburg organisiert hat.

Zwei Drittel der Kursteilnehmer seien Frauen, die einen Neuanfang suchen und beruflich umsatteln und kreativ sein wollen. Ein Drittel kommt aus der Hotellerie und Gastronomie oder ist Floristin oder Kosmetikerin und will eine Zusatzqualifikation erwerben. "Es waren aber auch schon drei Bräute dabei, die sich das Know-How zur Planung ihrer eigenen Hochzeit aneignen wollten", sagt Lindner.

"Der Trend geht zur Themenhochzeit", sagt Lindner. Einige hätten eine klare Vorstellung - etwa eine Hochzeit rund ums Thema Segeln - andere wollen "einfach nur heiraten". Das Durchschnittsbudget für eine Hochzeit liegt zwischen 18.000 und 22.000 Euro. "Aber auch mit einem kleineren Budget kann ein Wedding Planner durch seine Netzwerkkontakte helfen, Geld zu sparen", sagt Lindner.

Die nächsten Termine für die Wifi-Ausbildung "Wedding Planner" sind auf www.wifi.at nachzulesen.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-17 16:35:13
Letzte Änderung am 2012-05-18 12:19:30


Beliebte Inhalte



Wildwasser-Bootstour mit dem Chef: Ein zu anspruchsvolles Sportprogramm beim Betriebsausflug kann auf Mitarbeiter abschreckend wirken. - Foto: fotolia
  • Zu viel Kulturprogramm oder Extremsportarten nerven Mitarbeiter.
  • weiter

Karrieresprung für den Wiener Felix Thun-Hohenstein. - 3M Winterthur Technologie AG Der 53-jährige Felix Thun-Hohenstein, bisher Managing Director der 3M Alpine Region (Österreich und Schweiz)...weiter

Verdauungsbeschwerden verursachen können Milchzucker und Weizen. Ernährungsexperten raten davon ab, ohne ärztliche Diagnose auf Lactose und Gluten zu verzichten. - fotolia
  • Die Industrie macht mit der teuren Spezialnahrung ein gutes Geschäft.
  • weiter

Wer eine GmbH gründen will, wird in Zukunft billiger starten können. - APAweb/RENERGIE
  • Mindeststammkapital sinkt von 35.000 auf 10.000 Euro und auch die Nebenkosten fallen.
  • weiter

Shoppen im Internet: Praktisch ist es schon. Doch so mancher erlebt nach der Bestellung eine böse Überraschung. - Foto: fotolia
  • 5617 Beschwerden gingen im Vorjahr beim Internet-Ombudsmann ein.
  • weiter

Verdauungsbeschwerden verursachen können Milchzucker und Weizen. Ernährungsexperten raten davon ab, ohne ärztliche Diagnose auf Lactose und Gluten zu verzichten. - fotolia
  • Die Industrie macht mit der teuren Spezialnahrung ein gutes Geschäft.
  • weiter



Werbung



Unternehmerbaukasten



Nachfolgebörse - Bild: Bilderbox

Amtlicher Lieferungsanzeiger - Bild: Pixelio

Fremdsprachige Infos für Gründer & Arbeitnehmer


Werbung