Wien. (fh) "Österreichs Unternehmen haben trotz der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise ihre Innovationsaktivität nicht reduziert", sagt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP). Laut der jüngsten Europäischen Innovationserhebung waren mehr als die Hälfte der österreichischen Unternehmen in den Jahren 2008 bis 2010 innovativ tätig. Die 3200 Betriebe mit mehr als zehn Beschäftigten, die für die Studie befragt wurden, haben in diesem Zeitraum entweder eine Produktneuheit auf den Mark gebracht oder bei einer Innovation kooperativ mitgewirkt.
Insbesondere in der gestiegenen Bereitschaft, Innovationskooperationen einzugehen, sieht Mitterlehner ein positives Signal. Der Anteil kooperationswilliger Firmen stieg in den letzten Jahren von rund 39 Prozent auf mehr als die Hälfte der heimischen Unternehmen. Die Ausgaben für Innovationen sind allerdings im Vergleich zu 2008 in absoluten Zahlen um eine halbe Milliarde auf 6,3 Milliarden Euro leicht zurückgegangen. Der Anteil der Ausgaben am Gesamtumsatz blieb allerdings stabil bei 1,7 Prozent. Trotzdem will Mitterlehner den Fokus weiter stark auf Innovation, Forschung und Entwicklung legen, da genau das seiner Ansicht nach mit dazu beigetragen habe, dass Österreich auch heuer wieder stärker wachse als der Durchschnitt der Eurozone.
Größere Fördertöpfe
Der Wirtschaftsminister möchte mit zusätzlichen Förderungen private Innovationsausgaben forcieren. Konkret soll das Förder-Portfolio der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und der Förderbank aws erweitert werden. Schon bislang würden die Programme der Wirtschaftskammer gut angenommen, meint Mitterlehner und betont, dass sie vor allem kleinen und mittleren Betrieben beim Entwickeln neuer Produkte helfen würden.
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