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Update: 12.07.2012, 17:56 Uhr
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WU-Studie: Österreich begünstigt konservative Gründungen

"Man darf Gründungen nicht einfach nur zählen"



  • KMU-Experten sehen Schwachstellen in der Gründungsförderung.

Aus guten Ideen entstehen im Idealfall innovative Produkte oder Dienstleistungen - diese wiederum schaffen neue Jobs.

Aus guten Ideen entstehen im Idealfall innovative Produkte oder Dienstleistungen - diese wiederum schaffen neue Jobs.olly - Fotolia Aus guten Ideen entstehen im Idealfall innovative Produkte oder Dienstleistungen - diese wiederum schaffen neue Jobs.olly - Fotolia

Wien. (ede) Unternehmensgründern in Österreich geht es gut, denn sie erhalten großzügige Förderungen. Zu diesem Fazit kommen die WU-Forscher Dietmar Rößl und Matthias Fink vom Institut für KMU-Management in ihrem Forschungsprojekt "Understanding Entrepreneurship Policy Across Europe". Die aktuelle Förderlandschaft benachteilige aber die besonders wichtigen innovativen Gründungen und begünstige konservative Gründungen.

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WU-Forscher Matthias Fink gibt vor allem "die stark auf quantitative Indikatoren ausgerichtete Zielsetzung der Wirtschaftspolitik" als problematisch zu bedenken. "Man darf Gründungen nicht einfach nur zählen. Im internationalen Wettbewerb geht es nicht darum, wie viele Gründungen eine Volkswirtschaft hervorbringt, sondern welche", weist Fink auf den qualitativen Aspekt der Unternehmensgründungen hin. Vielmehr geht es darum, jene Gründungen zu ermöglichen und zu unterstützen, die unsere Gesellschaft und damit unsere Wirtschaft verändern - die also innovativ sind. Innovation sei der Schlüssel zu Arbeitsplätzen und Wohlstand, nicht die Gründung an sich, betont Fink.

Großzügige Förderungen
Peter Voithofer von der KMU Forschung Austria sieht dies generell auch so. Er betont aber, dass es auch in klassischen Branchen innovative Gründungen geben könne. Als Beispiel nennt er den Bereich Haustechnik. Zudem sollte beim Thema Innovation der Fokus nicht nur auf den Gründungen liegen, denn viele Unternehmen seien auch in späteren Phasen noch innovativ.

Laut Fink liegt das Problem nicht darin, dass Österreich für eine Belebung der Gründungslandschaft zu wenig Geld verwende. So geben Bund und Länder an direkten Förderungen für neue Unternehmen von der Gründungsidee bis ein Jahr nach erfolgreicher Gründung jährlich mehr als 100 Millionen Euro aus. Damit werden in Österreich Gründungen pro Einwohner beziehungsweise pro Unternehmen ähnlich großzügig gefördert wie etwa in Schweden.




Schlagwörter

Gründungen, KMU, Förderungen

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-07-12 17:17:11
Letzte Änderung am 2012-07-12 17:56:59


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