
London. (sf) Die Super-Reichen weltweit haben Finanzvermögen von 21 bis 32 Billionen Dollar in Steueroasen geparkt, so eine Untersuchung für die Organisation Tax Justice Network (Netzwerk für Steuergerechtigkeit). Dies entspräche der Wirtschaftsleistung der USA und Japans zusammen. Dadurch seien den Staaten Einkommensteuern in Höhe von bis zu 280 Milliarden Dollar entgangen. Studienautor James Henry, früher Chefvolkswirt der Unternehmensberatung McKinsey, sieht ein "großes Schwarzes Loch in der Weltwirtschaft".
Die Studie komme inmitten wachsender Sorgen über eine immer größer werdende Kluft zwischen Reich und Arm weltweit. "Die Summe der verlorenen Steuereinnahmen ist groß genug, um einen signifikanten Unterschied in den Finanzen vieler Länder zu machen, vor allem in Entwicklungsländern, die sich bemühen, verlorene Hilfszahlungen zu ersetzen und für den Klimawandel zu zahlen", so Henry. Entwicklungsländer dürften mehr Geld an Steueroasen verlieren, als sie an Entwicklungshilfe erhalten. Die Studie auf Basis von Daten von Weltbank, IWF, Zentralbanken und UNO untersuchte ausschließlich Finanzvermögen.
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