Wien. Im Ringen um grünes Licht für die Übernahme des österreichischen Mobilfunkanbieters Orange durch den Konkurrenten Hutchison "3" Whampoa, prüft die EU nun Zugeständnisse des Käufers. Um die Bedenken der Wettbewerbshüter auszuräumen, will Hutchison anderen Firmen erlauben, sein Netz für einen Quereinstieg als neue Mobilfunkanbieter anzumieten.
Die EU befragt nun konkurrierende Mobilfunkkonzerne, was sie von dem Vorschlag halten, geht aus Reuters am Dienstag vorliegenden Dokumenten hervor. Dieser sogenannte Markttest deutet darauf hin, dass die Wettbewerbshüter in Brüssel grundsätzlich derartige Zugeständnisse für eine Übernahme akzeptieren würden - sofern die Rückmeldungen anderer Anbieter dem nichts entgegenstellen. Einem Insider zufolge will Hutchison sein österreichisches Mobilfunknetz an den Kabelanbieter UPC vermieten. Durch den rund 900-Millionen-Euro-Deal verbünden sich die beiden kleinsten Anbieter in Österreich gegen Marktführer Telekom Austria und die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile. Der neue Anbieter käme auf einen Marktanteil von 22 Prozent. Hutchison hofft auf grünes Licht für die Übernahme in etwa drei Wochen.
Unterdessen hat der staatliche Telekom-Regulator TKK erwartungsgemäß den Einstieg des mexikanischen Milliardärs Carlos Slim bei der teilstaatlichen börsenotierten Telekom Austria Group genehmigt. Slims Unternehmen, América Móvil, will bis Jahresende knapp 26 Prozent an der Telekom übernehmen.
Saludos, Telekom Austria
Momentan hält Slim über seine Gruppe rund 9,9 Prozent der TA-Aktien. Jetzt fehlt nur noch das Okay aus dem Wirtschaftsministerium: Dieses muss den Deal absegnen, wenn America Movil die Sperrminorität bei der TA erreicht. Nachdem die Staatsholding ÖIAG den Einstieg von Slim begrüßt und angeblich gefördert hat, wird von einer Formalität ausgegangen.
T-Mobile T-Mobile Austria hat den Markenauftritt erneuert. "T-Mobile schwenkt vom Image des Innovators zum kundennahen Anbieter einfacher und...weiter