• vom 06.08.2012, 16:03 Uhr

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Update: 06.08.2012, 18:35 Uhr
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Österreich liegt in internationalem E-Government-Ranking wieder im Spitzenfeld

Run aufs digitale Amt hält an



  • Experte fordert von Verwaltung mehr durchgängig digitalisierte Services.

Die elektronische Steuererklärung ist einer der am häufigsten genutzten Online-Amtswege . - © APA/BARBARA GINDL

Die elektronische Steuererklärung ist einer der am häufigsten genutzten Online-Amtswege . © APA/BARBARA GINDL

Wien. (ede) Österreich nimmt weiterhin eine internationale Vorreiterrolle im E-Government ein: 67 Prozent der Internetnutzer erledigen Amtswege per Mausklick. Nur in Schweden ist der Anteil mit 70 Prozent noch höher. Das ergab der E-Government-Monitor 2012 des gemeinnützigen Vereins "Initiative D21" und des Forschungsinstituts Ipima, beide Deutschland. Mehr als 3000 Internetnutzer in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Schweden, den USA, Großbritannien und Nordirland wurden befragt. Besonders Deutschland konnte aufholen: Die E-Government-Nutzung stieg um 5 Prozentpunkte auf 45 Prozent.

In Österreich erfreut sich vor allem die elektronische Steuererklärung großer Beliebtheit. Rund 70 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger, von denen 80 Prozent mit den angebotenen Diensten zufrieden sind, sparen sich bereits den Gang zum Amt und bevorzugen die Abwicklung über FinanzOnline.

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Die mangelnde Durchgängigkeit der Online-Angebote stellt nach wie vor das größte Hemmnis für die E-Government-Nutzung dar. "Schafft mehr durchgängig digitalisierte Services zur Vereinfachung von Verwaltungsvorgängen!" So lautet die zentrale Botschaft von D21-Präsidiumsmitglied York von Heimburg an die Entscheidungsträger in der Verwaltung.

Christian Rupp, Sprecher der Plattform "Digitales Österreich" im Bundeskanzleramt, sieht eine Herausforderung auch in der Erschließung des großen Potenzials bei den Off-Linern. Er spricht von rund 25 Prozent der Bevölkerung, die überhaupt noch nicht im Internet sind.

Beteiligung an politischen Entscheidungen
Was die politische Beteiligung - Stichwort: E-Demokratie - betrifft, sei das Potenzial in Österreich weit höher als in den Vergleichsländern. So wollen sich 40 Prozent der befragten Österreicher in Zukunft auch online an politischen Entscheidungen beteiligen. Rupp verweist auf eine jüngst erfolgte Bürgerbefragung in Graz, bei der von 70.593 Stimmen 30.837 online abgegeben wurden. Für die Abstimmung per Internet bekamen alle Grazerinnen und Grazer per Post einen persönlichen Code zugesandt. 38.366 Personen stimmten per Post ab, lediglich 1390 erschienen in den Servicestellen der Stadt Graz.

45 Prozent der für den E-Government-Monitor 2012 befragten Österreicher sind der Meinung, dass sie in Zukunft gerne Portale mit Daten der Verwaltung nutzen würden. Mit dem bundesweiten Open Government Data Portal, das dieses Jahr ins Leben gerufen wurde, habe Österreich bereits eine in Europa bislang einzigartige Plattform geschaffen, die genau diesem Bedürfnis entgegenkommt und Bürgerinnen und Bürger von der öffentlichen Verwaltung gesammelte Daten und Statistiken kostenlos bereitstelle, so Rupp.

www.egovernment-monitor.de

www.digitales.oesterreich.gv.at




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-06 16:08:05
Letzte Änderung am 2012-08-06 18:35:08


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