• vom 17.04.2012, 17:11 Uhr

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Update: 17.04.2012, 22:29 Uhr
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Fern von der Heimat arbeiten: Der Kulturschock lässt sich vermeiden

Wie Manager mit fremden Welten klarkommen


Von Rosa Eder-Kornfeld

  • Expatriates über die Herausforderungen, die ein beruflicher
  • Standortwechsel bringt.

Multikulturell zusammengesetzte Teams: Eine große Chance für alle Beteiligten. fotolia

Multikulturell zusammengesetzte Teams: Eine große Chance für alle Beteiligten. fotolia

Wien. "Ich habe mich hier sofort wohlgefühlt," sagt Roel Huisman über seinen Arbeitsplatz in Wien. Der Niederländer wurde im November 2010 Vorstandschef der Direktbank ING DiBa Österreich mit Sitz in Wien und übersiedelte dafür an die schöne blaue Donau. Nicht nur die guten Geschäftszahlen und die starke Positionierung von Österreichs größter Direktbank entzückten ihn - auch das Betriebsklima stimmt.

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Huisman: "Ich kann sagen: Wir sind ein moderner Arbeitgeber mit einem offenen und angenehmen Arbeitsklima. Wir kommunizieren auf Augenhöhe miteinander, und die Türen der Mitarbeiter und auch der Führungskräfte sind immer offen"

Roel Huisman betrachtet sich aber auch selbst grundsätzlich als weltoffenen Menschen und hatte daher keine Probleme mit der Eingewöhnung. Einzig die ersten beiden Monate, als er noch ohne Familie in einem unmöblierten Haus wohnte, waren ungewohnt. Jetzt sind er und seine Familie voll integriert und fühlen sich gut aufgenommen.

Nicht immer kommen Manager mit fremden Welten so gut klar wie Huisman. Wie der Auslandsaufenthalt gelingen kann, zeigt die international erfahrene Managerin und Beraterin Barbara Wietasch in ihrem neuen Buch "Global Management: ein Tanz mit den Eisbergen."

Wietasch weiß: Im Ausland kommt der Kulturschock so sicher wie das Amen im Gebet. "Die Anfangseuphorie schlägt nach kurzer Zeit regelmäßig um in Katzenjammer", schreibt sie. Wer meint, sich mit Auslandsknigges optimal vorbereiten zu können, irrt, denn: "Das menschliche Verhalten gleicht einem Eisberg. Nur die Spitze ist sichtbar, das Verhalten jedoch wird bestimmt durch Prägungen, die sich dem Augenschein entziehen." Es treiben also bildlich gesprochen Eisberge aufeinander zu, wenn Menschen verschiedener Kulturen miteinander arbeiten. Das, was eigentlich wichtig ist, spielt sich unter der Wasseroberfläche ab.

Doch wie können sich Manager auf einen Auslandsaufenthalt so vorbereiten, dass sie der Kulturschock nicht allzu hart erwischt? Es gibt einiges, was man tun kann, so Wietasch: Sich über Kultur, Geschichte und politische Verhältnisse informieren, sich Grundwissen über gesetzliche Bedingungen (etwa über das Arbeitsrecht) aneignen und zumindest rudimentäre Kenntnisse der Sprache des Landes, in dem man künftig lebt und arbeitet, erwerben. Viel lernen können Manager auch von ehemaligen Expatriates, die das Einsatzland kennen, und von den neuen Kollegen. Huisman absolvierte ein Kulturtraining, in der er viel über die Wiener Mentalität erfuhr. "Diese wurde mir eher als altmodisch, formell und distanziert erklärt", berichtet der Niederländer. "Glücklicherweise habe ich in der Praxis erfahren, dass dabei vieles überzeichnet dargestellt wurde."



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-17 17:17:04
Letzte Änderung am 2012-04-17 22:29:00


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