
Linz. Im Krankenstand Partys zu besuchen und dann auch nach Bilder davon auf Facebook zu veröffentlichen, ist nicht die beste Idee. Den derartigen Fall einer Kellnerin, die kürzlich unvorsichtig genug war, sich dieses Vorgehen zu erlauben, nimmt die Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ) nun zum Anlass, möglichen "Tachinierern" auf Facebook künftig nachzuspüren.
Es geht darum, "Sozialmissbrauch dieser Art zukünftig regelmäßig öffentlich machen", kündigte WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner in einer Aussendung an.Der Fall der ertappten Kellnerin sei ein Beispiel für "klassischen Krankenstandmissbrauch, durch Facebook sorgfältig dokumentiert und an Unverfrorenheit kaum noch zu überbieten".
Laut Trauner gebe es 234.000 missbräuchlich in Anspruch genommene Krankenstandstage pro Jahr in Oberösterreich. "Das ist vorsätzlicher Betrug am Arbeitgeber, aber auch gegenüber jenen vielen seriösen Arbeitnehmern, für die ein Krankenstand stets der letzte Ausweg ist", so Trauner.
Grausamer Alkohol
Die Kellnerin war von einem praktischen Arzt krankgeschrieben worden. Auf Intervention der WK wurde sie zum Chefarzt vorgeladen, der sie ebenfalls für krank befand. Aber noch vor Ablauf des Krankenstandes habe die Frau ein Tanzlokal in Linz besucht und dann Fotos von sich und ihren Freundinnen auf Facebook gepostet, heißt es in der Aussendung. Ergänzt habe sie das Ganze mit Einträgen wonach "Alkohol grausam sei bzw. sie nie mehr fortgehen werde", zitierte die WK.
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