
Berlin. Das deutsche Bundesumweltministerium plant die Einführung einer Abwrackprämie für alte Öl- und Gasheizungen. Umweltminister Peter Altmaier bestätigte am Freitag im Bayerischen Rundfunk indirekt einen Bericht der "Bild"-Zeitung, erklärte aber, die Idee sei noch in der Ressortabstimmung. "Das sind alles Fragen, wo immer mehr als ein Ministerium beteiligt ist", sagte Altmaier. Und betonte: "Wir sind im allerfrühesten Stadium von Überlegungen. Das ist eine Option von mehreren."
Laut "Bild"-Zeitung könnten Hauseigentümer künftig eine Einmalprämie erhalten, wenn sie ihre alte Öl- oder Gasheizung gegen eine neue Anlage tauschen. Die Höhe der Förderung blieb offen. Die mögliche Abwrackprämie für alte Heizungen solle über eine Abgabe von Heizöl- und Gashändlern finanziert werden.
Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) drängt auf rasche Entscheidungen, da sonst die Verunsicherung der Hauseigentümer über eine unklare Förderpolitik noch weiter zunehmen werde. Der Verband hat bereits 2009 eine Einmalprämie für Anlagenbetreiber zur Beseitigung des Modernisierungsstaus in deutschen Heizungskellern gefordert.
In Österreich gibt es bereits ähnliche Förderaktionen. Aktuell wird etwa der Tausch eines alten Ölkessels gegen eine Pellet- oder Hackgut-Zentralheizung mit 1000 Euro gefördert. Für das laufende Jahr wurden vom Klima- und Energiefonds die Fördermittel von 3 auf 5 Millionen Euro erhöht.
Im Rahmen der "Sanierungsscheck"-Aktion für die thermische Sanierung von Privathäusern wird die Umstellung des Heizsystems ebenfalls finanziell unterstützt, und zwar mit maximal 1500 Euro zusätzlich.