• vom 01.12.2011, 12:34 Uhr

Forschung

Update: 01.12.2011, 12:40 Uhr
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Jetzt ist der Mars im Visier

Turbulentes Raumfahrtjahr 2011



  • Die Meilensteine für 2012: US-Raumsonde soll auf dem Mars landen.
  • China wird Bau der eigenen Raumstation vorantreiben.
  • Russland will sich als zuverlässiger Transporteur zur ISS erweisen.

Die Sonde Phobos-Grunt - hier als Strahl am Himmel zu sehen - auf dem Weg zum Mars. - APAweb/EPA

Die Sonde Phobos-Grunt - hier als Strahl am Himmel zu sehen - auf dem Weg zum Mars. APAweb/EPA

Moskau/Peking/Washington. 50 Jahre nach dem historischen Raumflug von Juri Gagarin treiben die USA, Russland und China ihre ehrgeizigen Missionen ins All voran. Trotz Einzelerfolgen im vergangenen Jahr ist Experten klar: In der Raumfahrt sind wirkliche Fortschritte nur gemeinsam zu erzielen.

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Aus für die US-Space-Shuttles, Licht und Schatten für Russland, China als neuer "Stern" am Himmel: Zweifellos war 2011 für die drei großen Raumfahrtnationen ein historisches Jahr. Auch die Europäer durften mitmischen: Bei der spektakulären Simulation Mars500 in Moskau kamen zwei der sechs Männer von der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa.

NASA auf dem Mars, Russland zur ISS und China mit Raumstation
Für 2012 sind weitere Meilensteine geplant: Im August soll eine US-Raumsonde auf dem Mars landen, China wird mit Macht den Bau einer eigenen Raumstation vorantreiben. Und Russland will sich mit seinen Sojus-Kapseln als zuverlässiger Transporteur zur Internationalen Raumstation ISS erweisen.

2011 begann für Moskau mit den Feiern zum 50. Jahrestag von Juri Gagarins Pionier-Flug 1961 - und entwickelte sich zum annus horribilis, zum Horror-Jahr. Satelliten gingen verloren, Trägerraketen stürzten ab und schließlich folgte der Kampf der Weltraumbehörde Roskosmos um ihre Marsmond-Sonde "Phobos-Grunt". Der 120 Millionen Euro teure Apparat, mit dem Russland 15 Jahre nach seiner letzten interplanetaren Mission eine neue Ära einläuten wollte, geriet außer Kontrolle. Moskau nimmt eine Schlüsselstellung ein: Seit dem Einmotten der US-Space-Shuttles ist die Sojus das einzige Transportmittel zur Versorgung der ISS.

Keine bemannte US-Raumfahrt
Seit die "Atlantis" im Juli ein letztes Mal zur Erde zurückkehrte, stehen ausgerechnet die USA ohne eigene bemannte Raumschiffe da. Um den Ruf des Landes als Vorreiter im All zu wahren, zieht der Chef der Raumfahrtbehörde Nasa, Charles Bolden, mit der Botschaft durch die Welt, der Behörde stehe eine große Zukunft bevor. "Entgegen der landläufigen Meinung war dies ein unfassbares Jahr", sagte Bolden jüngst dem US-Kongress. Neben der Fertigstellung der ISS sei es gelungen, die Weichen für weltverändernde Missionen zu stellen. Er meint die von Präsident Barack Obama eingeforderten Flüge zu einem Asteroiden bis 2025 und zum Mars rund zehn Jahre später.

Tatsächlich wirken die Ankündigungen beeindruckend. Die größte Trägerrakete in der Nasa-Geschichte nahm ebenso Gestalt an wie eine neue Kapsel für bis zu sechs Astronauten. 2014 schon könnten die umbemannten Testflüge starten. Doch ist ungewiss, ob die Nasa die drei Milliarden Dollar Entwicklungskosten pro Jahr schultern kann. Und die Missionen sind nicht unumstritten. Niemand in der Behörde wisse, wie man es in nur 14 Jahren schaffen solle, die komplizierte Technik für einen Flug zu einem Asteroiden zu entwickeln, schrieb die "Washington Post" jüngst. Zudem sei unklar, zu welchem Himmelskörper die Reise gehen solle. Auf die Nasa wartet 2012 viel Arbeit.




Schlagwörter

ISS, Mars, NASA, ESA, Sojus

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2011-12-01 12:36:23
Letzte Änderung am 2011-12-01 12:40:46


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