• vom 01.06.2012, 17:55 Uhr

Forschung

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Forschung hat mehr Schwächen als Stärken



  • Forschungsrat über wissenschaftliche Leistungsfähigkeit in Österreich.

Wien.



(est) Eine gute Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft, die exzellente internationale Vernetzung heimischer Forscher und deren hohe Beteiligung an EU-Projekten, der gute Ruf ausgewählter Institute, die überdurchschnittliche Entwicklung des Anteils der Forschungsausgaben am Bruttoinlandsprodukts (BIP) und eine stark gestiegene Anzahl an wissenschaftlichen Publikationen: All diese Punkte lobt der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFT) als "Stärken" der heimischen Forschung.

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Das Beratungsgremium für die Bundesregierung präsentierte am Freitag seinen ersten "Bericht zur wissenschaftlichen und technologischen Leistungsfähigkeit Österreichs". In ihrer Anzahl überwiegen die Schwächen allerdings eingangs erwähnte Stärken: In der Bildung etwa kritisiert der Rat die niedrige Zahl der Hochschulzugänger und die niedrige Abschlussquote in naturwissenschaftlichen und technischen Fächern gegenüber der hohen Anzahl an Studienabbrechern, sowie die niedrige Akademikerquote. Österreich sei wenig attraktiv für Forscher, Unis würden international schlecht abschneiden. Im Unternehmenssektor ortet der RFT fehlendes Risikokapital und eine zu geringe Anzahl an forschenden Betrieben.

Als "Quotenziel verfehlt" bezeichnet nunmehr der Rat die in ihrer Forschungsstrategie geäußerte Absicht der Regierung, die Forschungsausgaben bis 2020 auf 3,76 Prozent zu erhöhen. Dafür müssten sie nämlich bei einem jährlichen BIP-Wachstum von 3,4 Prozent von 2011 bis 2020 im Schnitt um 6,5 Prozent wachsen.

Vom Ziel, mit den führenden Forschungsnationen Schweden, Finnland, Deutschland und Dänemark aufzuschließen, hätte man sich sogar wegbewegt. Österreich sei im EU-Innovationsanzeiger 2011 auf Platz acht zurückgefallen, "weil die Mitbewerber offenbar raschere Fortschritte machen", so Ratsvorsitzender Hannes Androsch. Die Dynamik der Jahre 2000 bis 2008 sei verloren gegangen, "aus dem Aufholprozess ist ein Rückfallprozess geworden", da die politischen Absichten nicht mit der Umsetzung übereinstimmen.

Die Unis könnten übrigens eine Belohnung für prüfungsaktive Studenten, Absolventen und die Einwerbung von Drittmitteln erhalten. Das sieht ein Entwurf von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle vor zur Verteilung der "Hochschulraum-Strukturmittel" von 450 Millionen Euro von 2013 bis 2015. Das Geld stammt aus der "Hochschulmilliarde".




Schlagwörter

Budget, Forschung

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Dokument erstellt am 2012-06-01 18:03:22


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