• vom 28.01.2013, 15:38 Uhr

Forschung


Human Brain Project

Gehirnsimulator und Wundermaterial




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  • Je eine Milliarde Euro Förderung für zwei EU-Forschungs-Flaggschiffe.

Wien. (gral/ag) In den nächsten zehn Jahren werden je eine Milliarde Euro für zwei EU-Forschungs-Flaggschiffe zur Verfügung stehen, an denen auch österreichische Wissenschafter beteiligt sind. Im Rahmen des "Human Brain Project" soll das Wissen über die Abläufe im menschlichen Gehirn in eine Computersimulation gepackt werden. Diese soll dabei helfen, das Zusammenspiel der komplexen Prozesse zu entschlüsseln. Mit der Umsetzung werden tausende Forscher in etwa 200 Forschungsgruppen unter der Leitung des südafrikanischen Hirnforschers Henry Markram von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (Schweiz) beschäftigt sein. Damit könnte eine neue Ära in den Neurowissenschaften eingeleitet werden. "Wir müssen zu einem Gesamtverständnis des Gehirns kommen", so der Hirnforscher Peter Jonas vom Institute of Science and Technology (IST) Austria.

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Das Projekt "Graphene" widmet sich dem Wundermaterial Graphen. Zur Beschreibung der Eigenschaften der nur eine Atomlage dünnen Kohlenstoffkristalle sind Adjektive wie "dünnste", "stärkste", "beste", "steifste" und "höchste" nötig. Das aus Graphit bestehende Material besitzt die höchste Wärmeleitfähigkeit, ist undurchlässig für Gase und leitet bei Raumtemperatur elektrischen Strom besser als alle anderen Materialien. Sowohl in der Informations- und Kommunikationstechnologie als auch beim Bau leichter, stabiler Strukturen und bei der Batterieherstellung ist Graphen von großer Bedeutung.

Die Hälfte bilden EU-Mittel
Die beiden Projekte, die im Förderprogramm "Future and Emerging Technologies Flagship" Eingang finden, werden je zur Hälfte mit EU-Mitteln finanziert, wie EU-Digitalkommissarin Neelie Kroes am Montag bekanntgab.




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Dokument erstellt am 2013-01-28 15:42:07



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