• vom 25.03.2013, 16:57 Uhr

Forschung

Update: 26.03.2013, 12:57 Uhr

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Wie das Gehirn eine gesuchte Person in der Menge findet




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    Oh ja da ist sie ja. Wie findet das Gehirn Personen in der Menge? - © APAweb/Fernando Vergara

    Oh ja da ist sie ja. Wie findet das Gehirn Personen in der Menge? © APAweb/Fernando Vergara

    Wien. Sucht man jemanden in der Menge, ist es oft zum Verzweifeln: Hier hat eine Person die gleiche Frisur wie der Gesuchte, dort trägt irgendwer eine genau so gestreifte Jacke. Wie es funktioniert, dass man meist trotzdem rasch fündig wird und was dabei im Kopf der Suchenden passiert, erklärte der Biologe und Psychologe Martin Eimer von der School of Psychology des Birkbeck College London am Montag, bei der 55. Tagung experimentell arbeitender PsychologInnen (TeaP) in Wien.


    Noch bevor man zu suchen beginnt, legt man sich im Kopf ein Bild von dem Gesuchten zurecht. Dies sei notwendig für den späteren Erfolg und passiere in bestimmten Bereichen des Hirns, nämlich an der Stirnseite der Großhirnrinde (präfrontaler Cortex) und im Sehzentrum.

    Bei Ablenkung zum Start
    Beim tatsächlichen Ausschauhalten hebt das Gehirn zunächst alles hervor, was Ähnlichkeit mit dem Gesuchten hat. Weiß man zum Beispiel, dass er ein rot-weiß gestreiftes T-Shirt trägt, bestärken in der Gehirn-Hierarchie höher stehende Zellen alle vorgeschalteten Nervenzellen, die Rotes oder Gestreiftes melden. Jene die etwa grün senden, werden hingegen unterdrückt. So wird der passende Reiz verstärkt. Man könne damit aber freilich abgelenkt und fehlgeleitet werden, wenn man zum Beispiel etwas viel größeres, passend Gestreiftes erspäht.

    Passiert dies, muss man zurück zum Start und der Prozess wiederholt sich, bis man den Gesuchten gefunden und erkannt hat. Meist verschwindet dann alles rundherum aus der Aufmerksamkeit und man wundert sich, warum man ihn nicht einfach gleich gesehen hat. In Wirklichkeit sei es eine hoch komplizierte Aufgabe, die man damit gelöst hat, erklärte Eimer. Die Tagung experimentell arbeitender PsychologInnen findet noch bis Mittwoch in Wien statt.




    Schlagwörter

    Atom, Forschung, Reaktion, Chemie

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    Dokument erstellt am 2013-03-25 17:02:05
    Letzte Änderung am 2013-03-26 12:57:14



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