• vom 22.04.2013, 18:01 Uhr

Forschung


Cannabis

Cannabis-Kapseln besser gegen Schmerz als Joint rauchen




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • US-Forscher nehmen Dronabinol-Präparate unter die Lupe
  • Unklar war aber bisher, welchen Unterschied die Form der Einnahme von Cannabis ausmacht.

Um die Auswirkung von Dronabinol oder gerauchtem Cannabis auf die Schmerzempfindlichkeit zu messen, hielten die Testpersonen ihre Arme in vier Grad kaltes Wasser. Sowohl Dronabinol als auch gerauchtes Cannabis wirkten schmerzlindernd.

Um die Auswirkung von Dronabinol oder gerauchtem Cannabis auf die Schmerzempfindlichkeit zu messen, hielten die Testpersonen ihre Arme in vier Grad kaltes Wasser. Sowohl Dronabinol als auch gerauchtes Cannabis wirkten schmerzlindernd.© APAweb/Reuters/Rick Wilking Um die Auswirkung von Dronabinol oder gerauchtem Cannabis auf die Schmerzempfindlichkeit zu messen, hielten die Testpersonen ihre Arme in vier Grad kaltes Wasser. Sowohl Dronabinol als auch gerauchtes Cannabis wirkten schmerzlindernd.© APAweb/Reuters/Rick Wilking

Paris. Cannabis-Kapseln sind einer neuen Studie zufolge besser für die Schmerzbekämpfung geeignet als das Rauchen von Joints. In einer am Montag in der "Nature"-Fachzeitschrift "Neuropsychopharmacology" veröffentlichten Studie heißt es, nach dem Einnehmen von Präparaten mit dem Wirkstoff Dronabinol würden Versuchspersonen Schmerzen später verspüren und länger aushalten als nach dem Rauchen von Cannabis.

Werbung

Dronabinol wird in einigen Ländern gegen Schmerzen, Schwindel und Übelkeit bei Krebs-Patienten, gegen Appetitlosigkeit bei Aids-Kranken und gegen Muskelkrämpfe verschrieben. Für ihre Studie gaben Forscher der Columbia-Universität in New York 30 Probanden, die bereits regelmäßig Cannabis rauchten, über zwei Wochen lang täglich Dronabinol-Pillen mit unterschiedlicher Konzentration oder Placebos. Die Versuchsteilnehmer rauchten zudem Joints, ohne aber zu wissen, ob sich darin Cannabis befand und in welcher Menge.

Hände in kaltes Wasser
Um die Auswirkung von Dronabinol oder gerauchtem Cannabis auf die Schmerzempfindlichkeit zu messen, hielten die Testpersonen ihre Arme in vier Grad kaltes Wasser. Sowohl Dronabinol als auch gerauchtes Cannabis wirkten schmerzlindernd. Die Versuchsteilnehmer, die Dronabinol geschluckt hatten, zogen ihre Arme aber später aus dem eiskalten Wasser, hielten den Schmerz also länger aus.

Die schmerzlindernde Wirkung von Cannabis ist bereits seit langer Zeit bekannt. Unklar war aber bisher, welchen Unterschied die Form der Einnahme von Cannabis ausmacht. Allerdings sind die Ergebnisse der Studie nur bedingt aussagekräftig, da alle Versuchsteilnehmer bereits zuvor Cannabis rauchten, wie die Wissenschafter einräumen. Unklar ist, ob die beobachteten Unterschiede auch bei Nicht-Cannabis-Rauchern auftreten würden.




Schlagwörter

Cannabis, Schmerzen, Joint

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2013-04-22 17:17:24
Letzte Änderung am 2013-04-22 17:20:45


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Ein Planet so groß wie die Erde
  2. Warnung vor möglicherweise gefälschten Krebsmedikamenten
  3. Neues Mittel gegen Masern
  4. Europas Heizung läuft seit 15 Millionen Jahren
  5. Klimawandel macht das Essen schlecht
Meistkommentiert
  1. Des Globulus schwierige Reise
  2. Die Erderwärmung lässt sich noch aufhalten
  3. Dunkles Land
  4. Zielsetzung, Zweck und Wirkung
  5. Gegen Gott und Teufel

Werbung





Abstimmungsverhalten 14.-17.4.2014

18.04.2014: Der Iran zelebriert heute den Nationalen Tag des Militärs. Bei einer Parade präsentieren Soldaten das neueste Camouflage-Outfit. Eine Fähre mit 459 Menschen an Bord ist vor der Küste Südkoreas gesunken.

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine spitzt sich erneut zu. Hier eine Barrikade der pro-russische Seperatisten vor dem Parlament in Slovyansk. Die Sozialdemokratische Partei Europas (SPE), der auch die SPÖ angehört, kürte ihren Spitzenkandidaten am 1. März in Rom:
<span style="font-weight: bold;">Martin Schulz</span>: Der 58-jährige Deutsche gilt als wortgewandt, streitlustig, ehrgeizig. 2004 übernahm der gelernte Buchhändler den Fraktionsvorsitz der Sozialisten, 2012 wurde er Präsident des Europaparlaments. Schulz ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Werbung