• vom 18.01.2016, 13:53 Uhr

Forschung

Update: 18.01.2016, 14:04 Uhr

Open Innovation soll Wissen aus der Peripherie holen




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZOnline/APA

Wien. Ideen für radikale Neuerungen kommen oft nicht aus einem Forschungsgebiet oder Unternehmen, sondern entstehen an der Peripherie. Damit Österreich zukünftig wettbewerbsfähig bleibt, müsse die Bevölkerung daher stärker ins Innovationssystem eingebunden werden, hieß es anlässlich eines Workshops zur Ausarbeitung einer nationalen "Open Innovation"-Strategie in Wien.

Geht es nach den Plänen von Wissenschafts- und Infrastrukturministerium, bekommt Österreich bis zum Sommer als erstes Land überhaupt eine eigene OI-Strategie, die es nun gemeinschaftlich auszuarbeiten gelte, wie Staatssekretär Harald Mahrer erklärte. Angesichts des Rückfalls in Wettbewerbs- und Innovationsrankings in den vergangenen Jahren erhofft sich Mahrer davon einen "kleinen, aber elementaren Beitrag" für Österreichs Weg in die Gruppe der Länder, die als "Innovation Leader" bezeichnet werden.

Eine "kontrollierte Grenzüberschreitung"

OI könne als eine Art kontrollierte "Grenzüberschreitung" angesehen werden, da sich "Wissen oft nicht dort findet, wo wir es vermuten", sagte Innovationsexpertin Gertraut Leimüller, die den OI-Strategie-Prozess mitgestaltet. Das Zusammenbringen von Wissenschaft und Unternehmen reiche mittlerweile nämlich nicht mehr aus, um Innovationen zu entwickeln. Für den Wissenschaftsbereich biete sich eine Chance, neue Wege im "oft recht ineffizienten Prozess der Wissensgenerierung" zu beschreiten. Dazu brauche es den Mut, sich ein Stück weit zu öffnen, so die Expertin.

Was wiederum auch für die Bevölkerung gelte, die in Österreich leider oft wenig Interesse an oder Kenntnisse über Wissenschaft habe, wie der Vorsitzende des Rats für Forschung und Technologieentwicklung (RFT), Hannes Androsch, bei der Workshop-Eröffnung ins Treffen führte. Im OI-Ansatz, sah auch Infrastrukturminister Alois Stöger (SPÖ) in einer Videobotschaft eine Chance, die oft bestehende anfängliche Skepsis gegenüber neuen Technologien abzubauen.

Links

Werbung



1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2016-01-18 13:54:22
Letzte ─nderung am 2016-01-18 14:04:58



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Das Solar-Dach als Stromtankstelle
  2. Schwere Grippewelle befürchtet
  3. Von der Spur zum Täter
  4. Cassinis großes Finale
  5. "Einfach ein schlechter Politiker"
Meistkommentiert
  1. Schwere Grippewelle befürchtet
  2. "Einfach ein schlechter Politiker"
  3. Das Solar-Dach als Stromtankstelle
  4. "Der Albtraum der totalen Transparenz"
  5. 30 Millionen Euro für Campus Akademie in Wiens Innenstadt

Werbung





Werbung


Werbung