• vom 14.03.2016, 13:38 Uhr

Forschung

Update: 14.03.2016, 13:58 Uhr

Todesfall

TU-Wien-Informatiker Helmut Veith verstorben




  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZOnline, APA


    Wien. Der Informatiker Helmut Veith von der Technischen Universität (TU) Wien ist am Wochenende 45-jährig in Wien verstorben. Wie die TU am Montag bekannt gab, war Veith infolge von Komplikationen nach einer geplanten Operation ins Koma gefallen und ohne das Bewusstsein wieder zu erlangen verstorben. Veith galt als international führender Wissenschafter im Bereich computer-unterstützte Verifikation.

    Veith habe "Österreich zu einem Hotspot im Bereich Logik und Verifikation gemacht", heißt es in dem Nachruf.

    Veith habe "Österreich zu einem Hotspot im Bereich Logik und Verifikation gemacht", heißt es in dem Nachruf.© Foto: TU Wien Veith habe "Österreich zu einem Hotspot im Bereich Logik und Verifikation gemacht", heißt es in dem Nachruf.© Foto: TU Wien

    "Mit Helmut Veith verlieren nicht nur die Fakultät für Informatik und die TU Wien einen ihrer führenden und innovativen Köpfe, der mit Leib und Seele Forscher und Lehrer war, sondern auch die österreichische Wissenschaft und die internationale Informatikforschung einen höchst angesehenen Wissenschaftler, der sehr viel bewegt hat", heißt es in einem auf der TU-Homepage veröffentlichten Nachruf.

    Wissenschafter-Biografie

    Veith, am 5. Februar 1971 in Wien geboren, studierte an der TU Wien das Studium irregulare "Computationale Logik" und wurde 1998 sub auspiciis praesidentis promoviert. 2001 folgte die Habilitation für das Fach Angewandte und Theoretische Informatik. Von 2003 bis 2007 war er Professor an der TU München, wechselte dann an die TU Darmstadt, ehe er 2010 wieder an die TU Wien zurückkehrte, wo er die neu geschaffene Professur für Computer Aided Verification einnahm.

    Machte Österreich zu "Hotspot im Bereich Logik und Verifikation"

    Im Rahmen eines Maxe-Kade Fellowship von 1999 bis 2000 forschte Veith in der Gruppe von Edmund M. Clarke, dem Turing-Preisträger 2007, an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh (US-Bundesstaat Pennsylvania). Der Aufenthalt sollte richtungsweisend für sein weiteres Hauptarbeitsgebiet in der Forschung sein. Seine Interessen beschränkten sich aber nicht nur auf Verifikation, auch Computer-Sicherheit und eingebettete Systeme, mathematische Logik, Datenbanktheorie, Endliche Modelltheorie und Komplexitätstheorie gehörten dazu.

    Veith habe "Österreich zu einem Hotspot im Bereich Logik und Verifikation gemacht", heißt es in dem Nachruf. Zu den von ihm angeregten bzw. mitgegründeten Projekten zählen ein österreichweites Forschungsnetz im Bereich der Computer-Aided Verification, ein Doktoratskolleg für mathematische Logik in der Informatik an der TU Wien, das Vienna Center of Logic and Algorithms (VCLA), und der "Vienna Summer of Logic", die größte Konferenz in der Geschichte der Logik im Jahr 2014.

    Werbung




    Schlagwörter

    Todesfall, Helmut Veith

    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2016-03-14 13:58:11
    Letzte ńnderung am 2016-03-14 13:58:57



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Die grausame Logik des freien Marktes
    2. Parkinson noch unaufhaltsam
    3. Wasserstoff auf Saturn-Mond Enceladus
    4. Riesen-Asteroid schrammte an Erde vorbei
    5. Asiatischer Pilz tötet die europäischen Feuersalamander
    Meistkommentiert
    1. Die grausame Logik des freien Marktes
    2. Ursache loser Schuhbänder geklärt
    3. Verschränkung dreier Photonen geglückt
    4. Für Freiheit der Erkenntnis auf die Straße
    5. Parkinson noch unaufhaltsam

    Werbung





    Werbung