• vom 07.06.2017, 16:47 Uhr

Forschung


Forschungsförderung

140 Millionen Euro für Forschung




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  • Nationalstiftungsgesetz wurde im Ministerrat neu beschlossen.

Wien. Die Regierung hat am Mittwoch im Ministerrat eine Änderung des Gesetzes für die "Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung" beschlossen. Damit soll von 2018 bis 2020 die Ausschüttung auf jährlich 140 Millionen Euro steigen. Das wäre die höchste Summe, die bisher aus der Stiftung für Forschungs- und Innovationsförderung zur Verfügung gestellt wird.

Die Stiftung war 2003 als Teil eines Wachstums- und Standortpakets gegründet worden, um insbesondere "langfristig verwertbare interdisziplinäre Forschungsmaßnahmen" zu fördern. Dafür sollten nach dem Willen der damaligen Regierung jährlich 125 Millionen Euro aus Zinserträgen der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) sowie des europäischen ERP-Fonds ausgeschüttet werden, wobei 75 Millionen von der OeNB und 50 Millionen aus dem ERP-Fonds kommen sollten.

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Diese Summen wurden in den ersten Jahren auch tatsächlich erreicht, doch seit 2007 hat die Zinsentwicklung diesen Vorgaben einen Strich durch die Rechnung gemacht. Im Vorjahr kamen nur 18 Millionen Euro aus diesen beiden Quellen. Aufgestockt wurde die Summe im Vorjahr mit 33,7 Millionen aus dem "Österreich-Fonds", der durch Einnahmen aus dem neuen 55-Prozent-Steuersatz für Einkommensanteile über eine Million Euro gespeist wird und dessen Mittel auch künftig in die Nationalstiftung fließen.

"Wichtiges Signal"
Die höhere Dotierung der Nationalstiftung wird laut Informationen des Finanzministeriums durch eine Anhebung der Obergrenze des OeNB-Anteils von 75 auf 100 Millionen Euro erreicht. Zudem erhielt die Stiftung 100 Millionen aus der Einmalzahlung der Banken nach Neuregelung der Bankenabgabe.

Anträge für die Mittel können der Wissenschaftsfonds FWF, die Forschungsförderungsgesellschaft FFG, die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws), die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) sowie die Christian Doppler Forschungsgesellschaft (CDG) stellen.

Die Erhöhung der Mittel sei "ein wichtiges Signal zur richtigen Zeit", betont ÖAW-Präsident Anton Zeilinger. "Ohne Grundlagenforschung hat ein Land wie Österreich keine Zukunft. Durch die Höherdotierung der Nationalstiftung ist eine verlässliche Förderung für die nächsten Jahre gesichert."

Die ÖAW konnte bereits in der Vergangenheit erfolgreich Mittel bei der Nationalstiftung einwerben. Aktuell werden etwa die "New Frontiers Programme" der Akademie gefördert, mit denen der Aufbau moderner Forschungsinfrastrukturen und auch zukunftsweisende Projekte von Nachwuchsforschern unterstützt werden.




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Dokument erstellt am 2017-06-07 16:50:09



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