• vom 06.07.2017, 16:54 Uhr

Forschung


Physik

Neues Teilchen entdeckt




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  • Cern-Forscher gelingt Nachweis von "Xi cc++".

Bern. Forschern am Cern ist der Nachweis eines neuen Teilchens geglückt. Seine Existenz wurde theoretisch vorhergesagt, aber jahrelang hatten Wissenschafter ein solches Teilchen aus zwei schweren Quarks und einem leichten vergeblich gesucht. Bei dem neu beobachteten Teilchen "Xi cc++" handelt es sich um ein besonders schweres Baryon, wie das Cern mitteilte. Baryonen machen fast die gesamte Materie um uns herum aus. Die bekanntesten Vertreter dieser Teilchenfamilie sind Protonen und Neutronen, Bestandteile des Atomkerns.

Alle Baryonen bestehen aus drei Elementarteilchen, Quarks genannt. Von den Quarks gibt es sechs Typen, die in unterschiedlichen Kombinationen zu Baryonen zusammengesetzt sein können. Allerdings wurde bisher kein Baryon nachgewiesen, das mehr als ein schweres Quark enthielt. Nun ist das jedoch geglückt: "Xi cc++" besteht aus zwei schweren "Charm-Quarks" und einem "Up-Quark". Die "Charm-Quarks" machen seine Masse fast vier Mal größer als die eines Protons. "Anders als bei anderen Baryonen, in denen die drei Quarks einen raffinierten Tanz umeinander ausführen, erwarten wir von einem doppelt schweren Baryon das Verhalten eines Planetensystems", erklärte Guy Wilkinson, früherer Sprecher des Konsortiums. Dabei spielten die beiden schweren Quarks die Rolle eines Doppelsterns und drehten sich umeinander, während das leichtere Quark um dieses Doppelsystem kreise.

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Weitere Messungen an "Xi cc++" sollen das Verhalten dieser zuvor nie beobachteten Quark-Kombination klären. Dadurch hoffen die Forschenden, die Vorhersagekraft ihrer Theorien zu verbessern, insbesondere die über starke Wechselwirkungen, eine der vier Fundamentalkräfte der Physik. Zudem hoffen die Cern-Physiker, nun auch weitere Baryonen mit zwei schweren Quarks aufspüren zu können.




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Dokument erstellt am 2017-07-06 17:00:06



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