• vom 08.10.2017, 11:15 Uhr

Forschung

Update: 08.10.2017, 11:22 Uhr

Austrian Research

Top-Forschung auf der anderen Seite des großen Teichs




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Von Eva Stanzl aus Texas

  • In Texas wurden die "Ascina"-Awards für österreichische Wissenschafter in den USA vergeben.

Im Contemporary Austin – Jones Center fand die Verleihung der Awards statt. - © ARIT

Im Contemporary Austin – Jones Center fand die Verleihung der Awards statt. © ARIT

Austin. Österreichische Wissenschaft vor den Vorhang, hieß es am Samstagabend in der texanischen Hauptstadt Austin. 130 heimische Forschende, die in den USA tätig sind, waren zu den heurigen "Austrian Research and Innovation Days" (ARIT 2017) gekommen. Bei dem Jahrestreffen wurden der Sozialwissenschafter Dietmar Offenhuber, die Physikerin Sandra Eibenberger und die Biochemikerin Isabella Rauch mit den diesjährigen "Ascina"-Awards ausgezeichnet.

Das derzeit 1700 Mitglieder zählende Netzwerk österreichischer Forscher in Nordamerika (Ascina, Austrian Scientists and Scholars in North America) würdigt mit den Preisen exzellente Grundlagenforschung. Alle drei Preisträger haben ihre Karrieren in Österreich begonnen und arbeiten heute an nordamerikanischen Forschungsinstitutionen.

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Den Hauptpreis "Junior Principal Investigator" erhielt Dietmar Offenhuber. Nach einem Architekturstudium an der Technischen Universität Wien und einer Lehrtätigkeit an der Fachhochschule Hagenberg und der Kunstuni Linz schloss er sein Doktorat im Fach Stadtplanung im Jahr 2014 am renommierten Massachusetts Institute of Technology ab.

"Elektromüll reist um die ganze Welt"

Heute ist er Assistant Professor für Kunst, Design und Public Policy an der Northeastern University in Boston, Massachusetts. Offenhuber ist er der Ansicht, dass Abfall wertvolle Informationen über die Lebensweisen von Gesellschaften und die Infrastruktur liefert, deren sie sich bedienen. Er und ein Team von 200 Freiwilligen haben Hausmüll mit 3000 Sendern versehen, um herauszufinden, wohin und wie weit sich der Müll auf der Erde bewegt. "Elektromüll etwa reist um die ganze Welt, bevor er entsorgt wird", erklärte er am Rande der Preisverleihung.

In der Kategorie "Young Scientist" wurden Sandra Eibenberger und Isabella
Rauch ausgezeichnet. Sandra Eibenberger studierte Physik in Wien und ging nach ihrer Promotion im Jahr 2015 als Post-Doctoral Research Fellow an das Department of Physics der Universität Harvard. Ihre Forschungsarbeiten drehen sich um die Chiralität von Molekülen. Chirale Moleküle liegen in zwei spiegelbildlichen Formen vor, die jeweils unterschiedliche Funktionen hervorrufen können. Die Erkenntnisse sind für die Entwicklung neuer Medikamente relevant.

Isabella Rauch absolvierte ihr Doktorat für Biochemie und Molekulare Biologie an
der Universität Salzburg und ist heute als Post-Doctoral Research Fellow an der University of California in Berkeley tätig. Sie untersucht den Wirkmechanismus eines Immunosoms des Magen-Darm Trakts, das in der Darmschleimhaut eine zentrale Rolle im Heilungsprozess nach Infektionen spielt.

Die Ascina-Awards werden vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft mit einem Preisgeld von 10.000 Euro und zwei Mal 7500 Euro dotiert und vom Netzwerk ausgeschrieben. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch den österreichischen Wissenschaftsfonds FWF.




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Dokument erstellt am 2017-10-08 11:16:45
Letzte nderung am 2017-10-08 11:22:19



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