Paläontologie

Ötzis Tätowierungen geben Rätsel auf2

  • Religion, Dekoration oder eine Art Akupunktur? Eismumie gewährt neue Einblicke in die Bedeutung von Tätowierungen vor mehr als 5000 Jahren.

Bozen. (est/apa) Sollten sie medizinische Zwecke erfüllen, standen sie für religiöse Bekenntnisse oder waren sie reine Dekoration? Eine bisher unbekannte Tätowierung auf der 1991 in den Ötztaler Alpen gefundenen Gletschermumie "Ötzi" stellt die Wissenschaft angesichts ihrer ungewöhnlichen Platzierung auf dem Brustkorb des vor rund 5300 Jahren... weiter




Die Ruinen von Copán spiegeln auch den Glauben der Maya wider. Auch er ist, wie die Schrift, noch nicht in allen Teilen erforscht. - © Lorenz-Meyer

Maya

Rätselhafte Hieroglyphen

  • Die Maya gehörten zu den Hochkulturen in Mesoamerika, einem Siedlungsraum in Mittelamerika.
  • Ihre erstaunliche Schrift ist bis heute nur zum Teil entziffert.

Gustav Bernoulli, ein Arzt aus Basel, reiste 1877 durchs Tiefland von Petén im heutigen Guatemala. Dort traf er auf imposante Ruinen: Tempel und Pyramiden, vom Regenwald überwuchert. Es waren die Überreste von Tikal, im 1. Jahrtausend ein blühendes Zentrum der Maya-Kultur mit vielleicht 100.000 Einwohnern... weiter




Laut Eckmann sei es "normal", dass der Bart im Laufe der Zeit lose werden könne. Zuletzt sei der Bart 1941 beim Restaurieren der Maske fixiert worden. - © APAweb/dpa/Daniel Karmann

Konservator

Experte bestätigte Beschädigung von Tutanchamun-Maske2

  • Abgebrochener Bart wieder angeklebt und "lässt sich beheben".

Kairo. Experten haben bestätigt, dass der Bart der berühmten Totenmaske des Pharao nun doch beim Reinigen abgebrochen und wieder angeklebt wurde. Der auf Metall spezialisierte deutsche Konservator Christian Eckmann habe die Maske in Kairo untersucht und die Schäden bestätigt, berichtete die ägyptische Staatszeitung "Al-Ahram" am Sonntag... weiter




Bevor er sich freiwillig ins damalige Gefangenenlager Auschwitz begab, war Witold Pilecki (hier 1939) Kavallerieleutnant. - © Foto: wikipedia

Auschwitz

Protokollant des Grauens7

  • Am 27. Jänner 1945 befreiten sowjetische Truppen das Konzentrationslager Auschwitz. Der polnische Offizier und Häftling Witold Pilecki hatte seit 1941 Berichte aus dem NS-Vernichtungslager geliefert. Sie blieben folgenlos.

Am 19. September 1940 fand im besetzten Warschau eine Lapanka , eine Razzia, statt. 2000 Polen wurden verhaftet, in einer Baracke der Wehrmacht gefoltert und die Überlebenden, darunter ein Mann mit Namen Thomas Serafinski, in das deutsche Gefangenenlager bei Oswiecim (deutsch: Auschwitz) in der Nähe von Krakau, das sich damals im Aufbau befand... weiter




Kulturerbe

"Geraubtes Kulturgut nützt dem Terror"4

  • Ägyptologin Wafaa El Saddik appelliert daran, keine Kulturgüter aus Kampf- und Kriegsgebieten zu kaufen,
  • erneuert ihre Forderung nach einem Obolus für Nofretete und gibt Aufschluss über des Pharaos Bart.

"Wiener Zeitung": Sie engagieren sich stark für den Schutz von Kulturgütern in Kampf- und Kriegsgebieten. Welche Aktivitäten stehen auf Ihrer Liste an oberster Stelle? Wafaa El Saddik: Viele Menschen in Ägypten wissen nicht, was Kulturerbe bedeutet. Ich habe vor 15 Jahren einen Verein gegründet, über den deutsche Experten in ägyptischen Museen... weiter




Die Silhouette des Churchill-Denkmals in London behauptet sich auch 50 Jahre nach dem Tod des Politikers noch markant neben Big Ben. - © Bild: Jean-Pierre Lescourret/Corbis

Winston Churchill

Der letzte Löwe des Empire6

  • Vor 50 Jahren, am 24. Jänner 1965, starb Englands Jahrhundertpolitiker Winston Churchill, dessen Politik sich vor allem durch Kühnheit und Weitsicht ausgezeichnet hat.

Politiker wurde er früh, Staatsmann erst spät. Seine Stunde schlug, als sein Land in höchster Not war. Da stand er bereits im 65. Lebensjahr. Am 10. Mai 1940 - Hitler marschierte gerade in Frankreich ein - bezog Winston Spencer Churchill als Premierminister einer Allparteienkoalition zum ersten Mal den englischen Regierungssitz Downing Street Nr... weiter




Der Urmensch Australopithecus africanus. - © corbis/Regis Bossu

Urmensch

Werkzeuggebrauch eine halbe Million Jahre früher als gedacht3

  • Schon Australopithecus africanus hantierte vor zwei bis drei Millionen Jahren mit Hilfsmitteln, lebte jedoch auch in Bäumen.

Wien. Urmenschen hantierten schon früher als bisher angenommen mit Werkzeugen. Dies zeigt der innere Aufbau von Mittelhandknochen von Australopithecus africanus, einer Urmensch-Art, die vor zwei bis drei Millionen Jahren lebte. Dieser Aufbau verändert sich je nach Belastung und ist jenem von Neandertalern und modernen Menschen ähnlicher als dem von... weiter




Beschädigte Totenmaskel

Totenmaske des Tutanchamun: Bart abgebrochen2

Kairo. Auch Museumsstücke müssen von Zeit zu Zeit bewegt werden. So auch die weltberühmte, 3300 Jahre alte, blau-goldene Totenmaske von Tutanchamun. Doch offenbar ist sie Mitarbeitern des Ägyptischen Museums in Kairo heruntergefallen, wie die US-Nachrichtenagentur AP berichtet. Dabei sei der blaue Spitzbart abgebrochen und hastig wieder angeklebt... weiter




Ein Wachturm im ehemaligen KZ Auschwitz-Birkenau. - © Foto: apa/epa/L. Szymanski

Schoah

Auschwitz als Lehre für die Gegenwart2

  • Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust ist nur dann sinnvoll, wenn man das Heute auf antisemitische Strömungen befragt.

Am 27. Jänner befreit die Rote Armee die Häftlinge des KZ Auschwitz. Seit 1996 ist der 27. Jänner in Deutschland ein gesetzlich verankerter Gedenktag, 2005 wurde er von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt - eine schiefe Formulierung, denn das Wort "Holocaust" beinhaltet "Brandopfergabe"... weiter




Bei Linz fanden sich in einem Steinzeitgrab zwei Ketten, eine Gürtelschnalle aus Muscheln aus dem Schwarzen Meer und eine Pfeilspitze aus Arnhofener Feuerstein. - © OÖ Landesmuseum

Archäologie

Europäische Union der Steinzeit1

  • Bereits vor 7500 Jahren waren Handwerker auf der Donau unterwegs.

Wien. Kräftige Arme halten den Einbaum in der Fluss-Schlinge gut in der Strömung. Gleich dahinter fließt das Wasser der Donau langsamer und die Männer steuern ihr Fahrzeug mit den wertvollen Handelsgütern ans Ufer. Bauern aus dem Dorf hoch oben am Hang beobachten das Geschehen aufmerksam. Erstes Misstrauen weicht... weiter




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28. Januar 1815
28. Januar 1815

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1814/15

Keine Zeile zum Wiener Kongress

Über den Kongress (ob.) erfuhr das Volk (unten: Glacis beim Getreidemarkt) fast nichts. - © Bilder: Gemälde u. Drucke der Zeit/Lithographie J. Schmutzers Am Dinstag, den 3. Januar 1815, berichtete die "Wiener Zeitung" zum bis dahin wichtigsten Ereignis rund um den Wiener Kongress keine Silbe - wie alle... weiter




Fundstück

Qualmender Automat

 - © Repro: Iris Friedenberger Leises Grauen packte das Publikum wohl ebenso wie Entzücken - vor allem im 18. und 19. Jh. zogen menschenähnliche Maschinen Neugierige zu Hauf an... weiter




Polarforschung

Im Schein der Mitternachtssonne

Mitternachtssonne in der Arktis; Emil von Wohlgemuth (r. ob.), Leiter der österreichischen Station auf Jan Mayen; Adolphus W. Greely, Leiter und einer der wenigen Überlebenden des US-Teams. - © Archiv Am 3. September aber, nach achthundertzwölf Tagen, welche die Expedition gedauert hatte, näherten wir uns dem Städtchen Vardø" - zitiert Christine... weiter




Fahrräder auf Wiens Straßen vor 1930

Peitschen auf glanzlosen Rädern

Radfahrer zu Kaiserjubiläum 1898; Vereinsmitglieder 1911 (r.ob.). - © Archiv/Ing. Czerny. Repro: Philipp Aufner Drahtesel ist mittlerweile eine liebevolle Bezeichnung für Fahrräder. Doch der Name der oftmals als zweitrangig gegenüber Pferden betrachteten Tiere... weiter







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