Eduard Johann Nikl im Jahr 1912. - © Foto: Familienarchiv Nikl-Hlavac

Musik

Alpenklänge in der Großstadt1

  • Vor 150 Jahren wurde der Zitherkomponist und -lehrer Eduard Johann Nikl geboren. Sein Instrument war einst ein wichtiger Bestandteil des Wiener Musiklebens.

Die Vorgängerin unserer heutigen Zither, die meist selbst gebaute "Kratzzither", hatte im bayrisch-österreichischen Alpenland ihre Heimat. In diesem Gebiet war sie seit Beginn des 18. Jahrhunderts ein Volks- und Hausinstrument. Sie diente fast ausschließlich der Begleitung des Volksliedes. In der Mitte des Jahrhunderts kam die noch heute... weiter




Archäologie

Nicht angebaut, sondern importiert1

  • Weizen gelangte durch den Handel nach Großbritannien.

Coventry. Die Ureinwohner Großbritanniens haben Weizen über Handel erworben, lange bevor sie ihn selbst angebaut haben. Diese Folgerung zieht eine Forschergruppe um Robin Allaby von der University of Warwick in Coventry aus 8000 Jahre alten Siedlungsspuren. In einem Bodenabschnitt vor der Insel Isle of Wight an der englischen Südküste fanden die... weiter




Weltkulturerbe

Risse in den Pyramiden2

  • Experten gehen davon aus, dass die berühmte Totenmaske des Tutanchamun wieder instandgesetzt werden kann.
  • Für andere Kulturschätze gilt das nicht, fürchtet Ägyptens oberster Hüter für Kulturerbe, Mamdouh Eldamaty.

"Wiener Zeitung": Im Ägyptischen Museum in Kairo wurde die goldene Totenmaske des Tutanchamun beschädigt, der Bart des Pharaos brach ab. Laut Expertengutachten ist der Schaden reparabel. Welche Maßnahmen werden nun gesetzt? Mamdouh Eldamaty: Vorweg: Die Maske ist nicht beschädigt. Sondern der Kleber des - von den alten Ägyptern separat... weiter




Paläontologie

Ötzis Tätowierungen geben Rätsel auf5

  • Religion, Dekoration oder eine Art Akupunktur? Eismumie gewährt neue Einblicke in die Bedeutung von Tätowierungen vor mehr als 5000 Jahren.

Bozen. (est/apa) Sollten sie medizinische Zwecke erfüllen, standen sie für religiöse Bekenntnisse oder waren sie reine Dekoration? Eine bisher unbekannte Tätowierung auf der 1991 in den Ötztaler Alpen gefundenen Gletschermumie "Ötzi" stellt die Wissenschaft angesichts ihrer ungewöhnlichen Platzierung auf dem Brustkorb des vor rund 5300 Jahren... weiter




Die Ruinen von Copán spiegeln auch den Glauben der Maya wider. Auch er ist, wie die Schrift, noch nicht in allen Teilen erforscht. - © Lorenz-Meyer

Maya

Rätselhafte Hieroglyphen2

  • Die Maya gehörten zu den Hochkulturen in Mesoamerika, einem Siedlungsraum in Mittelamerika.
  • Ihre erstaunliche Schrift ist bis heute nur zum Teil entziffert.

Gustav Bernoulli, ein Arzt aus Basel, reiste 1877 durchs Tiefland von Petén im heutigen Guatemala. Dort traf er auf imposante Ruinen: Tempel und Pyramiden, vom Regenwald überwuchert. Es waren die Überreste von Tikal, im 1. Jahrtausend ein blühendes Zentrum der Maya-Kultur mit vielleicht 100.000 Einwohnern... weiter




Laut Eckmann sei es "normal", dass der Bart im Laufe der Zeit lose werden könne. Zuletzt sei der Bart 1941 beim Restaurieren der Maske fixiert worden. - © APAweb/dpa/Daniel Karmann

Konservator

Experte bestätigte Beschädigung von Tutanchamun-Maske2

  • Abgebrochener Bart wieder angeklebt und "lässt sich beheben".

Kairo. Experten haben bestätigt, dass der Bart der berühmten Totenmaske des Pharao nun doch beim Reinigen abgebrochen und wieder angeklebt wurde. Der auf Metall spezialisierte deutsche Konservator Christian Eckmann habe die Maske in Kairo untersucht und die Schäden bestätigt, berichtete die ägyptische Staatszeitung "Al-Ahram" am Sonntag... weiter




Bevor er sich freiwillig ins damalige Gefangenenlager Auschwitz begab, war Witold Pilecki (hier 1939) Kavallerieleutnant. - © Foto: wikipedia

Auschwitz

Protokollant des Grauens7

  • Am 27. Jänner 1945 befreiten sowjetische Truppen das Konzentrationslager Auschwitz. Der polnische Offizier und Häftling Witold Pilecki hatte seit 1941 Berichte aus dem NS-Vernichtungslager geliefert. Sie blieben folgenlos.

Am 19. September 1940 fand im besetzten Warschau eine Lapanka , eine Razzia, statt. 2000 Polen wurden verhaftet, in einer Baracke der Wehrmacht gefoltert und die Überlebenden, darunter ein Mann mit Namen Thomas Serafinski, in das deutsche Gefangenenlager bei Oswiecim (deutsch: Auschwitz) in der Nähe von Krakau, das sich damals im Aufbau befand... weiter




Kulturerbe

"Geraubtes Kulturgut nützt dem Terror"5

  • Ägyptologin Wafaa El Saddik appelliert daran, keine Kulturgüter aus Kampf- und Kriegsgebieten zu kaufen,
  • erneuert ihre Forderung nach einem Obolus für Nofretete und gibt Aufschluss über des Pharaos Bart.

"Wiener Zeitung": Sie engagieren sich stark für den Schutz von Kulturgütern in Kampf- und Kriegsgebieten. Welche Aktivitäten stehen auf Ihrer Liste an oberster Stelle? Wafaa El Saddik: Viele Menschen in Ägypten wissen nicht, was Kulturerbe bedeutet. Ich habe vor 15 Jahren einen Verein gegründet, über den deutsche Experten in ägyptischen Museen... weiter




Die Silhouette des Churchill-Denkmals in London behauptet sich auch 50 Jahre nach dem Tod des Politikers noch markant neben Big Ben. - © Bild: Jean-Pierre Lescourret/Corbis

Winston Churchill

Der letzte Löwe des Empire6

  • Vor 50 Jahren, am 24. Jänner 1965, starb Englands Jahrhundertpolitiker Winston Churchill, dessen Politik sich vor allem durch Kühnheit und Weitsicht ausgezeichnet hat.

Politiker wurde er früh, Staatsmann erst spät. Seine Stunde schlug, als sein Land in höchster Not war. Da stand er bereits im 65. Lebensjahr. Am 10. Mai 1940 - Hitler marschierte gerade in Frankreich ein - bezog Winston Spencer Churchill als Premierminister einer Allparteienkoalition zum ersten Mal den englischen Regierungssitz Downing Street Nr... weiter




Der Urmensch Australopithecus africanus. - © corbis/Regis Bossu

Urmensch

Werkzeuggebrauch eine halbe Million Jahre früher als gedacht4

  • Schon Australopithecus africanus hantierte vor zwei bis drei Millionen Jahren mit Hilfsmitteln, lebte jedoch auch in Bäumen.

Wien. Urmenschen hantierten schon früher als bisher angenommen mit Werkzeugen. Dies zeigt der innere Aufbau von Mittelhandknochen von Australopithecus africanus, einer Urmensch-Art, die vor zwei bis drei Millionen Jahren lebte. Dieser Aufbau verändert sich je nach Belastung und ist jenem von Neandertalern und modernen Menschen ähnlicher als dem von... weiter




zurück zu Wissen



Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Astronauten bereiteten ISS für Anlegen neuer Raumschiffe vor
  2. Der Große Panda kehrt wieder
  3. Reine Luft machen
  4. Religion unter der Forscherlupe
  5. Alpenklänge in der Großstadt
Meistkommentiert
  1. Rauchen und Trinken beim Wirt statt Psychiater
  2. Religion unter der Forscherlupe
  3. Kristalle des Vertrauens
  4. Menschen hören Vogelgezwitscher nicht mehr
  5. US-Experten sehen Cholesterin nicht länger als Bedrohung an

Betrugsskandal

Warum das Traumschiff kenterte

Paolo Renier, Doge 1779-1789, in voller Pose. Denkt er an den Skandal um ein in dunkle Tiefe entschwundenes Schiff? - © Quellen: Ill. Konv.--Lexikon (u.a. Leipzig 1870ff)/W. Christian, Allg. Weltgesch., Fürth 1898/Archiv Venezia, Venezia! Die geschichtsträchtige Lagunenstadt zieht seit Jahrhunderten Menschen aus aller Herren Länder an... weiter




Fundstück

Einen Krapfen für ein Herz

Für eine Schüssel voll Krapfen, so wie sie diese Reklame am 1. Februar 1865 in der "Wiener Zeitung" zeigte, soll einst ein hungriger Handwerksbursche... weiter




Ludwig XVI.

Dringend notwendige Aufklärung

Die Freude war sicher groß, als Marie Antoinette 1781 den Sohn Louis Joseph auf die Welt brachte. Auch Ludwig XVI. (l. mit Orden) strahlte. - © Archiv. Repro: Iris Friedenberger Ärztliche Schweigepflicht war anscheinend im 18. Jahrhundert nicht weit verbreitet, zumindest wenn es um Thronfolger ging... weiter




Maria Montessori

Schönschreiben im Armenviertel

Dr. Maria Montessori (1870-1952) und eine Lernszene schmückten ab dem Jahr 1990 Vorder- und Rückseite des italienischen 1000-Lire-Geldscheins. - © Repros: M. Hackenberg Zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl" solle der Nachwuchs werden. Dr. Helmut Zemann, Kaisersdorf, zitiert ein Erziehungsideal... weiter






Werbung