• vom 06.12.2012, 10:05 Uhr

Geschichte

Update: 06.12.2012, 10:21 Uhr

Restitution

Neues von Nofretete




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  • Texttafel gibt Aufschluss
  • Sonderausstellung auf Berliner Museumsinsel eröffnet

Die Büste der Nofretete in Berlin. - © APAweb / dapd

Die Büste der Nofretete in Berlin. © APAweb / dapd

Berlin/Kairo. Die schöne Nofretete ist entgegen bisherigen Spekulationen nicht vorzeitig gestorben oder einer Palast-Intrige zum Opfer gefallen. Wissenschafter der Katholischen Universität Leuven in Belgien haben bei Ausgrabungen in Ägypten nachgewiesen, dass die Pharaonengattin noch im 16. Regierungsjahr ihres Mannes Echnaton um 3.400 v. Chr. an dessen Seite stand. Bisher stammte der letzte gemeinsame Nachweis aus dem zwölften von insgesamt 17 Regierungsjahren.


"Damit wird allen Hypothesen die Beweislage entzogen", sagte der belgische Ägyptologe Harco Willems am Mittwoch in Berlin anlässlich der Sonderausstellung zum Fund der Nofretete vor 100 Jahren. Bisher hatte es Spekulationen gegeben, die schöne Pharaonengattin sei Machtspielen zum Opfer gefallen oder habe der Nebengemahlin Kija weichen müssen. Der neue Nachweis wurde laut Willems auf einer Texttafel in einem Steinbruch wenige Kilometer von Echnatons Regierungssitz Amarna entdeckt.

Restitution gefordert

Die Ausstellung zum Fund der weltbekannten Nofretete-Büste vor 100 Jahren findet im Neuen Museum auf der Berliner Museumsinsel statt.
Ägypten hatte den kunstvoll bemalten Königinnenkopf mehrfach zurückgefordert. Er war 1913 bei der damals üblichen Fundteilung der deutschen Seite zugesprochen worden. Bei der bis April laufenden Ausstellung in Berlin sind neben der Nofretete mehr als 600 Exponate aus den damaligen Ausgrabungen zu sehen. Ein Großteil davon wurde bisher noch nie gezeigt. Sie sollen den zeitgeschichtlichen Hintergrund des spektakulären Nofretete-Funds vom 6. Dezember 1912 erklären.




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Dokument erstellt am 2012-12-06 10:06:18
Letzte Änderung am 2012-12-06 10:21:37



18. November 1817
18. November 1817

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