• vom 29.09.2014, 17:14 Uhr

Geschichte

Update: 29.09.2014, 18:11 Uhr

Dinosaurier

Die Saurier, die aus der Wüste kamen




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  • Deutsches Paläontologen-Team wurde in Mexiko mehrfach fündig.

Mexiko-Stadt. (dpa) Die Coahuila-Wüste in Mexiko ist eine Schatztruhe für Paläontologen. Schon unzählige Dinosaurierknochen wurden dort ausgegraben. Zuletzt haben Forscher der Universität Heidelberg die Knochen eines Hadrosauriers entdeckt. Der Paläontologe Eberhard Frey und sein Team trugen mit Geologenhammer, Spachtel und Pinseln die Erde rund um den Pflanzenfresser aus der Kreidezeit ab, bis ein Schienbein, Oberschenkel- und Beckenknochen sowie Wirbel zum Vorschein kamen.

Aktives Ökosystem
"Es gab ein sehr aktives Ökosystem. Wir haben nicht nur Dinosaurierknochen gefunden, sondern auch vier verschiedene Schildkrötenarten, Überreste sehr kleiner Krokodile und Zähne von frühen Säugetieren", berichtet Frey. Insgesamt waren es Knochen von 14 Sauriern, die auf einem kleinen Gebiet von nur 50 mal 200 Metern entdeckt wurden. Nur wenige Kilometer entfernt fanden sie die Skelette weiterer 15 Tiere. "Ich kenne keine Fundstelle, an der man so eine Menge an Dinosauriern auf einer so kleinen Fläche findet", sagt Professor Wolfgang Stinnesbeck von der Universität Heidelberg.

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Fundstätte Las Aguilas
Nicht weit von der Ausgrabungsstelle entfernt, haben Raubsaurier tiefe Fußabdrücke hinterlassen. Acht riesige Theropoden - zu denen auch der bekannte Tyrannosaurus rex gehört - preschten in Las Aguilas einst durch den Morast. "In dieser Woche haben wir drei Zähne von Theropoden gefunden", berichtet Frey. "Das sind diagnostische Merkmale, die uns eine genauere Bestimmung der Art erlauben."

An der Fundstätte Las Aguilas haben die Heidelberger Studenten und Freys Mitarbeiter vom Naturkundemuseum Karlsruhe die Dinosaurierknochen mittlerweile an der Oberfläche vollständig freigelegt. Sie bedecken die Fundstücke mit Alufolie und gipsen sie schließlich ein. Dann wird die Grabungsstelle zugeschüttet, um die Knochen vor der Witterung zu schützen. "Nächstes Jahr wollen wir die Knochen ausgraben und im Labor präparieren", sagt der Geologe Hector Rivera Sylva vom Wüstenmuseum in Saltillo.

Die Paläontologie ist ein mühsames Geschäft. Die Wissenschafter müssen Genehmigungen bei den mexikanischen Behörden einholen, Drittmittel einwerben und Personal organisieren. Die jüngsten Grabungsarbeiten wurden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert, ein Folgeantrag wird gerade formuliert. Auch wenn die bürokratischen Mühlen langsam mahlen, ist Frey zuversichtlich, auf dem Dinosaurier-Friedhof noch so manchen spektakulären Fund zu machen: "Unsere Ergebnisse sind sehr vielversprechend, eine umfangreiche Grabung hier würde sich auf jeden Fall lohnen."




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Dokument erstellt am 2014-09-29 17:17:05
Letzte nderung am 2014-09-29 18:11:04



21. Oktober 1817
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