• vom 24.09.2015, 17:18 Uhr

Klima


Klimaforschung

Wie Luftqualität und Klima verbessert werden können




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    Wien. Maßnahmen zur Reduktion kurzlebiger Luftschadstoffe wie Ozon, Methan oder Aerosole können nicht nur die Luftqualität verbessern, sondern auch die Klimaerwärmung eindämmen. Das zeigt eine internationale Studie unter Leitung des österreichischen Meteorologen Andreas Stohl vom
    Norwegischen Institute for Air
    Research (Nilu) im Fachjournal "Atmospheric Chemistry and Physics".

    Ozon, Methan oder winzige Partikel (Aerosole) bleiben viel kürzer in der Atmosphäre als das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2). Diese kurzlebigen Luftschadstoffe verschlechtern aber nicht nur die Luftqualität, sondern wirken sich auch auf das Klima aus. Dennoch tendiert nach Angaben der Experten die Umweltpolitik dazu, diese beiden Bereiche getrennt zu betrachten. Dadurch würden Maßnahmen gesetzt, die zwar zur Reduktion von Luftschadstoffen führen, aber keine Auswirkungen auf die Klimaerwärmung haben, und umgekehrt. Manche Initiativen hätten sogar negative Auswirkungen auf das Klima. So führe die Reduktion von Schwefeldioxid-Emissionen zu zusätzlicher Erwärmung, weil das sich daraus bildende Sulfat-Aerosol abkühlende Wirkung hat.


    Bündel von Maßnahmen nötig
    "Wir haben im Rahmen des europäischen Projekts Eclipse untersucht, was zusätzliche Maßnahmen zur Reduktion dieser Stoffe bringen könnten, um Luftqualität und Klima zu verbessern", sagte Stohl. Die Forscher schlagen ein Bündel an Maßnahmen zur Reduktion von Methan- und Ruß-Emissionen vor, die von der Öl- und Gasindustrie bis zur Abwasser-und Müllbehandlung reichen. Damit könnten die anthropogenen Methan-Emissionen um 50 Prozent und der Ausstoß von Ruß um 80 Prozent gesenkt werden. Die Wissenschafter lassen keinen Zweifel daran, dass die CO2-Emissionen der wichtigste Faktor für die Klimaerwärmung sind.




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    Dokument erstellt am 2015-09-24 17:23:05



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