• vom 17.04.2012, 16:37 Uhr

Mensch

  • Artikel
  • Kommentare (2)
  • Lesenswert (2)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Die Homöopathie hilft sowohl den Patienten als auch dem System

Weniger Kosten mit weißen Kügelchen


Von Alexandra Grass

  • Jeder zweite Österreicher verwendet mittlerweile homöopathische Arzneien.

Die oft umstrittenen Globuli könnten mehr Wirkung haben als angenommen.

Die oft umstrittenen Globuli könnten mehr Wirkung haben als angenommen.

Wien. Homöopathie ist kein Randgruppenphänomen mehr - sie ist die bekannteste und beliebteste komplementärmedizinische Heilmethode, wie eine neue GfK-Studie zeigt. Immerhin hat sich im Jahr 2011 jeder zweite Österreicher mit weißen Kügelchen behandeln lassen. Und das sehr zur Zufriedenheit sowohl der Patienten als auch der Krankenkassen, wie Vertreter des Vereins zur Förderung der Homöopathie und Gesundheit am Dienstag betonten.

Werbung

Als Ziel definierte der Allgemeinmediziner Klaus Connert vom Institut für Integrative Medizin eine österreichweit ärztliche homöopathische Grundversorgung. Hierzulande wird die Heilmethode nur von Schulmedizinern mit entsprechender Zusatzausbildung durchgeführt, die zuerst eine Diagnose erstellen und dann über die Therapie entscheiden. Nicht immer ist Homöopathie das alleinige Mittel der Wahl, aber doch sehr häufig. Viele akute und chronische Erkrankungen seien gut behandelbar. Die häufigsten Krankheiten, bei denen Homöopathika angewendet werden, sind laut Studie Erkältungen und grippale Infekte. Auch zur Abwehrsteigerung, bei Schlafstörungen oder Allergien greifen die Patienten immer mehr zu den verdünnten und verschüttelten Präparaten. "Die Anforderung an die Homöopathie ist, dass sie im gleichen Zeitraum wie die Schulmedizin und mit gleichem Erfolg wirkt", erklärt Connert.

20 Prozent weniger Kosten
Der Arzt Gerhard Hubmann sieht bei vermehrtem Einsatz von homöopathischen Mitteln ein großes Einsparungspotenzial für das Gesundheitssystem. So könnten die Behandlungskosten um 20 Prozent reduziert werden. Eine niederländische Studie hat gar eine Ersparnis von bis zu 25 Prozent aufgezeigt. Häufig würden sich nach homöopathischen Therapien der Einsatz von Arzneien und Spitalsaufenthalte reduzieren.

Die neue Initiative "Homöopathie hilft" will die Kooperation zwischen Schul- und Komplementärmedizin fördern und aufklären. Ein Infoabend zu Homöopathie, Burnout und Rheuma am 19. April im Kolpinghaus, Gumpendorfer Straße 39, 1060 Wien, ist Auftakt einer Veranstaltungsreihe.

www.homoeopathiehilft.at




2 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-17 16:44:05


Beliebte Inhalte



Fotos der neu entdeckten Ruinenstadt gab es zu Redaktionsschluss noch nicht, aber ein Video: im Bild Überreste eines Gebäudes in Chact n in Mexiko. Videostill: UTube
  • Chactùn soll das Entscheidungszentrum einer Großregion gewesen sein.
  • weiter

Wien. (est/dpa) Nicht nur vor dem Hintergrund des Internet-Überwachungsskandals durch die US-Regierung kann es Angst einflößen: Schweizer Forscher...weiter

Neun Menschen erzielen die besten Resultate bei geringstem Aufwand. - corbis
  • Forscher untersuchten das Verhalten von Naturschützern in China.
  • weiter

Wien. (est) Es ist vier Mal so schwer wie ein Proton, sehr kurzlebig und elektrisch geladen: Ein neu entdecktes Teilchen...weiter

Der Archäologe Ivan Sprajc vom Forschungszentrum der Slowenischen Akademie für Wissenschaften und Kunst, der die Mission leitete, erklärte, es handle sich mit Sicherheit um eine der größten Maya-Stätten der Region. - APAweb/EPA/JACINTO KANEK Mexiko-Stadt. Internationale Archäologen haben im Osten Mexikos eine vergessene Maya-Stadt entdeckt. Die antike Stätte im Bundesstaat Campeche sei...weiter

Das Lied allein genügt nicht: Froschweibchen wollen ihre Traumprinzen auch sehen. - Roland Knauer
  • Männchen imponieren Weibchen mit Lautstärke und körperlicher Attraktivität.
  • weiter

Wien. (est) Das Engagement heimischer Astrophysiker wird offenbar von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) gewürdigt...weiter

Kaiserslautern/Linz. Wenn beispielsweise das Auge dem Hirn übermittelt, was man gerade liest, werden an den Nervenenden kleine Kanäle geöffnet, die...weiter

Elisabeth Jäger plädiert für mehr Forschung. - WZ Online / Dagmar Weidinger
  • Die Gründerin der Adipositas-Prävention über Adipositas-Chirurgie.
  • weiter

China hat bald nicht mehr die meisten Einwohner. - ap
  • UNO-Prognose: Bald acht Milliarden und mehr Inder als Chinesen auf der Erde.
  • weiter




Werbung





Schwere Unwetterschäden nach einem Murenabgang im Ortskern von Hallstatt aufgenommen am Mittwoch, 19. Juni 2013. Nach einem heftigen Unwetter ist der Mühlbach über die Ufer getreten wobei eine Mure den Ortskern von Hallstatt im oberösterreichischen Salzkammergut beschädigt hat.

Ein Fahrrad an einer Kreuzung mitten im 9. Bezirk war der etwas ungewöhnliche Rastplatz für ein Bienenvolk. Guten Tag, Lubango! Der Giraffen-Junge kam am Samstag, 15. Juni, zur Welt.

19.6.2013: Ein Turopolje-Schwein schwimmt in einem Teich im Tierpark in Schleswig-Holstein. Die robusten Schweine stammen ursprünglich aus den Flussniederungen der Save in Kroatien. Die Turopolje sind ausgezeichnete Schwimmer, die sich bei Überschwemmungen die Nahrung auch unter Wasser suchen und sogar nach Muscheln tauchen. Kunstraub der anderen Art: Von einer Hauswand  in London ausgemeißelt wurde im Februar das Banksy-Graffitikwerk "Slave Labour". Kurz darauf tauchte es bei einem Auktions-Haus in Miami in Florida wieder auf. Am 2. Juni wiederum wurde es trotz Proteste um 1,1 Millionen Dollar in London versteigert. Das Kulturbild der Woche geht nun für zwei Wochen auf Urlaub und ist am 24.Juni wieder zurück.

Werbung